Der Silvesterstress oder was tun, wenn’s knallt

Image

Das jährliche Feuerwerk zu Silvester ist Tradition. Schließlich gilt es, die alten Geister des Vorjahres zu vertreiben. Für Hunde ist das Feuerwerk jedoch oftmals Stress, denn nur wenige sind „schussfest“. Emile beispielsweise interessiert sich überhaupt nicht für den Krach. Im Gegenteil: wir müssen aufpassen, dass er nicht zu den Krachern hinläuft, weil er neugierig ist, was denn da so passiert. Für Bijou hingegen sind Kracher der absolute Horror. Ihre „Laune“ sinkt schon in den Keller, wenn draußen ein Geräusch ertönt, das nur annähernd einem Schuss oder auch einem Donnern ähneln könnte. Schwups ist der Schwanz unterm Kinn und der Hund weg.

Als wir mit dem Campingbus im vergangenen Jahr mal bei einem Weingut im hessischen Bergland übernachteten, begann das Drama beim Morgenspaziergang mit Emile und Bijou. Denn mit Schussgeräuschen wollen die Winzer die Vögel vom Traubenraub abhalten. Der Schuss ertönte und Bijou war weg. Auch wir wurden panisch, weil wir nicht wussten, wo sie denn hinläuft. So liefen wir zum Bus zurück und siehe da: sie hatte sich darunter verkrochen. War sie doch so klug gewesen, zu ihrer Heimstatt zurückzulaufen und wir waren mächtig erleichtert.

In Köln geht der Schuss-Stress meistens schon an dem Tag los, an dem die ersten Silvesterböller in den Handel kommen. Irgendwie gibt es immer wieder Idioten, die dann meinen, mit dem Schießen anfangen zu müssen – und meistens dauert das dann noch etwa ein bis zwei Wochen, bis wieder Ruhe eingekehrt ist. Für Bijou war das immer die schlimmste Zeit. Jetzt auf dem Land ist es wesentlich relaxter. Hier wird höchstens am Silvestertag und ein/zwei Tage danach geknallt. Insgesamt empfinden Hunde – außer Emile – die Knallerei als besonders belastend, da sie ein wesentlich feineres Gehör haben als Menschen.

Bereits einige Tage vor Silvester kann man laut einer aktuellen Mitteilung des Deutschen Tierschutzbundes Vorkehrungen treffen, damit die Tiere gut ins neue Jahr kommen. Der empfiehlt, Hunde auch vorher nur noch angeleint auszuführen, damit sie verfrühte Kracher nicht in Panik versetzen und sie weglaufen. Am Silvesterabend empfiehlt der Tierschutzbund Türen und Fenster geschlossen zu halten und sogar auch Rollos herunterzulassen, um den Lärm und das Blitzgewitter ein wenig zu dämpfen. Beruhigungsmittel hingegen seien nur in Ausnahmefällen und in Absprache mit dem Tierarzt angebracht, heißt es.

Mein Tipp allerdings wäre, es mal mit Rescue-Tropfen (Bachblüten) zu versuchen. Es gibt auch ein Psychopharmaka namens Relax, das den Serotoninspiegel im Gehirn erhöht, aber ich persönlich würde so was nur im absoluten Notfall verabreichen. Meist reicht eine vertraute Bezugsperson und ein bewusst ruhiger und entspannter Umgang, der Sicherheit vermittelt. Keinesfalls sollte man das Tier trösten, da es sich so in seiner Furcht nur bestätigt fühlt. Hilfreich können auch gewohnte Spielrituale sein, die ablenken und die vermeintliche Stresssituation in eine entspannte Atmosphäre wandeln. Ich persönlich benehme mich ganz normal und ignoriere Bijous Stress, der – je älter sie wird – immer schneller auch wieder verfliegt.

Einen guten Rutsch und alles Gute für 2014 wünscht Inga Sprünken mit Emile und Bijou!

Image

FacebookTwitterGoogle+Share

Wohnen mit Weihnachtshund

Image

Emile hat zu Weihnachten ein neues Körbchen bekommen. Als wir es ihm hinstellten, sprang er sogleich hinein – und Bijou hinterher. Als wollte sie sagen, ich will auch ein neues, weigerte sie sich, auch wieder auszusteigen. Nur mit der getrockneten Entenbrust, die beide als Weihnachtssnack bekommen sollten, war sie wieder aus dem Körbchen zu locken. Denn ihre Leckerchen kann sie natürlich nur in ihrem eigenen Körbchen fressen. Der Heiligabend war gerettet.

Einen Tag später ging es in den Westerwald zum Weihnachten feiern mit der ganzen Familie meines Lebensgefährten. Klar waren die beiden dabei – fein gemacht mit einem Weihnachtsschleifchen am Halsband natürlich. Solche Aktionen sind für die zwei ein großer Spaß, weil sie wissen, bei der „Oma“ gibt es Fleischwurst zur Begrüßung. Das ganze Weihnachtsgewusel danach interessiert sie nicht wirklich. Bis zum Spaziergang machten sie es sich auf dem Teppich gemütlich. Das hatte eine besondere Steigerung erfahren, denn das „Christkind“ hatte einen neuen hochflorigen Teppich gebracht. Dort war es so schön kuschelig, dass beide am Abend gar keine Lust hatten, wieder ins kalte Auto zu steigen, um ins eigene Heim zu fahren.

Zum Thema Eigenheim – dort sind Tiere und ihre Haltung natürlich kein Problem. In der Mietwohnung sieht das indes anders aus. Dort ist das Thema ein unerschöpfliches, das auch die Gerichte gerne beschäftigt. Bis zu einem Urteil im März dieses Jahres durfte grundsätzlich nur maximal ein Yorkshire-Terrier in der Mietwohnung gehalten werden – wenn es keine gesonderte Regelung im Mietvertrag dazu gab. Kleinste Hunde zählen nämlich als Kleintier wie etwa Schildkröten, Hamster und Meerschweinchen. Auf Klage eines Hundehalters aus Gelsenkirchen änderte sich die rechtliche Lage im März 2013.

In dem Fall war im Mietvertrag einer Wohnungsbaugenossenschaft Hundehaltung verboten. Trotzdem zog der neue Mieter mit Familie samt kleinem Mischlingshund ein und wurde aufgefordert, das Tier innerhalb von vier Wochen abzuschaffen. Der Mieter weigerte sich jedoch und bestand damit vor dem Bundesgerichtshof (BGH). Der urteilte, dass damit Hundehalter benachteiligt würden. Hundehaltung darf demnach nur noch verboten werden, wenn sie die anderen Mieter beeinträchtigt und es Beschwerden gibt.

Wie es in Köln bei den großen Wohnungsbaugesellschaften geregelt ist, steht in Fred & Otto unterwegs in Köln. 

FacebookTwitterGoogle+Share

Emiles Körbchen – oder Weihnachtsgeschenke für Hunde?

Image 

In der Berliner Ausgabe von „Fred & Otto“ gibt es einen Beitrag „Must-haves für Berliner Schnauzen“. Weil es so viel gibt in Sachen Hundezubehör und weil es auch so viele gibt, die an diesen sinnigen und unsinnigen Dingen verdienen, habe ich in Köln darauf verzichtet. Eigentlich bin ich auch nicht der Meinung, dass Hunde Weihnachtsgeschenke erhalten sollten. Warum auch? Für sie ist dieser Tag wie jeder andere auch. Sie haben mehr davon, wenn sie jeden Tag im Jahr mit Respekt und Liebe behandelt werden und immer etwas Leckeres zu fressen kriegen – eigentlich.

Aber man beschenkt sich ja auch ein Stück weit selbst, wenn der Hund sich freut – oder wenn man zumindest denkt, dass er es tut. Darum bekommt Emile in diesem Jahr ein neues Körbchen und zwar endlich eins, wo er auch reinpasst. Und das kam so: Nachdem Emile als Welpe bei uns eingezogen war, lag er mit Vorliebe in Bijous Körbchen. Das tat er auch noch, als er schon ausgewachsen und eigentlich viel zu groß dafür war. Nichts half, ihn davon abzuhalten. Seine Körbchen, egal welche Form und Größe und egal wie weich und schön, waren einfach uninteressant. Schließlich ging Bijous Körbchen bei seinem Gewicht immer mehr zu Bruch. Wir dachten uns, dass er vielleicht gerne ein kleineres Körbchen habe, in das er sich mehr einkuscheln könne. So kauften wir ihm ein Körbchen, das zwar etwas größer war, als Bijous, aber eben nicht allzu viel und für ihn eher knapp bemessen – und es klappte. Fortan lag er in seinem und Bijou bekam auch ein neues, weil das alte Korbgeflecht arg gelitten hatte.

Jetzt ist Emile drei Jahre alt und er rekelt sich gerne auf dem Rücken oder streckt alle vier Pfoten von sich, wofür das Körbchen eigentlich zu klein ist. Darum haben wir jetzt eins eine Nummer größer gekauft – und das bekommt er am 24. Und es gibt noch eine Extra-Portion Leckerchen in Form von getrocknetem Entenfleisch. Und ja, wir freuen uns darüber – sicherlich mehr als die zwei – und hoffen sehr, dass Emile die Weihnachtsnacht auch tatsächlich in seinem neuen Körbchen verbringt….

Frohe Weihnachten an alle Zwei- und Vierbeiner!

FacebookTwitterGoogle+Share

Bijou und Emile, die Starmodels

BijouEmileDom

Dass Bijou und Emile auch zum Modeln taugen, bewiesen sie heute bei einer Foto-Session rund um den Kölner Dom. Eine Fotografin der Bildzeitung hatte für einen Bericht über „Fred & Otto unterwegs in Köln“, der voraussichtlich am Freitag, 13. Dezember, in der Kölner Ausgabe der Bild erscheint, dazu geladen. Also packte ich die zwei ins Auto und fuhr zum Dom. Dort zeigten sich die Fellnasen wie immer von ihrer besten Seite: sie blieben sitzen, wo sie sollten, lächelten in die Kamera, legten sich oder liefen mit mir die Treppen zur Altstadt rauf und runter – der Fotografin entgegen. Auf einem Grünstück vor dem Rheinufer spielte Emile dann auch noch fototauglich mit einem Stöckchen – und das alles, obwohl es kalt und ungemütlich war.

Natürlich habe auch ich es mir nicht nehmen lassen, die beiden Models vor Kölns berühmtestem Bauwerk zu fotografieren. Dieses Foto erscheint voraussichtlich zu einem Bericht morgen, 12. Dezember, in der Welt Kompakt. Jetzt warten wir nur noch auf den Beitrag in der WDR-Lokalzeit, an dem die zwei allerdings nicht beteiligt waren. Da hat ein Protagonist mit Hund den Stadtführer „Fred & Otto unterwegs in Köln“ getestet.

Auf jeden Fall gab es für meine zwei Models heute Abend eine Extra-Wurst.

FacebookTwitterGoogle+Share

Kollege Hund oder wie Bijou & Co. das Arbeitsklima verbessern

Image

Wenn wir arbeiten, was glücklicherweise oft vom Schreibtisch Zuhause aus geschieht, ist Bijou immer mit dabei. Unmöglich kann sie dann in ihrem Körbchen neben Emile liegen (den interessiert unsere Schreibtischtäterschaft eher weniger). Wenn es also in Arbeitszimmer geht, springt sie auf, um ihren „Arbeitsplatz“ einzunehmen. Dort liegt sie den lieben langen Tag, wenn es sein muss, und mukst sich erst, wenn einer vom Schreibtisch aufsteht.

Manchmal vertreibt sie sich auch die Zeit damit, dort vor dem Balkonfenster zu liegen und in den Garten zu schauen, um Vögel, Eichhörnchen oder anderes Getier zu beobachten. Ich denke dann immer, das ist wie Fernsehgucken für sie. Richtiges Fernsehen funktioniert bei Hunden indes nicht. Denn sie sehen anders als Menschen. In Europa werden 25 Bilder oder 50 Halbbilder pro Minute gezeigt, was sich für das menschliche Auge zu einem Film zusammen fügt. Für Hundeaugen ist das zu langsam. Das heißt, sie sehen die einzelnen Bilder, was es für sie langweilig macht. Damit es sich für den Hund zu einem spannenden Film zusammenfügt, müssten 70 bis 80 Bilder pro Sekunde übertragen werden.

Was Hunde aber perfekt können – wie Bijou ja fast täglich beweist – ist „Kollege“ sein. Es ist sogar wissenschaftlich erwiesen, dass sich das Arbeitsklima mit Tieren deutlich verbessert, Stress besser abgebaut wird und auch die Motivation der Mitarbeiter steigt. Leider ist trotzdem in den meisten Unternehmen das Mitbringen der Fellnasen nicht erlaubt. Aus diesem Grund hat der Deutsche Tierschutzbund in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal zum tierischen Schnuppertag in Unternehmen aufgerufen. Unter dem Motto „Kollege Hund“ gibt es jeweils Ende Juni einen Aktionstag, an dem sich Firmen beteiligen können, um zu testen, wie es ist, wenn die Mitarbeiter ihre besten Freunde mitbringen. Das Ergebnis ist grundweg positiv.

Insbesondere in Medienunternehmen sind Hunde übrigens besonders willkommen. Vielleicht fördern sie ja auch die Kreativität? Meine schon mal in jedem Fall, wie mein Buch „Fred & Otto unterwegs in Köln“ beweist. Dort gibt es mehr zum Thema.

FacebookTwitterGoogle+Share