Nomen est Omen bei Emile und Bijou

EmileTele (2)

„Sag mir, wie du heißt, und ich sag dir, wer du bist“, schließen Sprachforscher wie Joachim Schaffer-Suchomel vom Namen auf die Persönlichkeit. Gemäß der Aussage in seinem Buch „Nomen est Omen“ trägt jeder Vorname eine verborgene Botschaft in sich. Namen sollen dem Träger einen Lebensweg vorgeben und viel über sein seelisches Wesen und sein Schicksal aussagen.

Dabei hat jeder Buchstabe sein eigenes Bild. Beginnt ein Name etwa mit P wie Peter lässt das auf eine unruhige Persönlichkeit schließen, die viel vorantreiben kann. Während ein „P“ alleine umfällt, worauf die Deutung sich bezieht, steht ein „E“ für sich alleine und gilt für Ruhe und Bodenständigkeit.

Das Wortbild „An“ steht für Präsenz, viel Mitte und Geschlossenheit, andererseits aber für das Laufen in einem Hamsterrad. Der beliebte Hundename Max etwa bedeutet „der Größte“, er ist ein Macher und gern aktiv. Der Buchstabe „O“ wie Otto steht als Kreis für die Vollendung, aber auch für ein Gefängnis, dem Otto zu entkommen versucht. Namen mit dem Anfangsbuchstaben „S“ gleichen indes einer aufgerichteten Schlange und symbolisieren Kampfgeist.

Laut dem Verein Tasso, sind Hundenamen grundsätzlich ein Türöffner zu anderen Hundehaltern beim Spaziergang. Dabei habe, wer es mit Luna (Mondgöttin) oder Rocky (Rochus: brüllen, schreien) versuche, die größte Chance, richtig zu liegen. Denn gemäß der Tasso-Datenbank, in der über 7,6 Millionen Tiere registriert sind, führen diese beiden Hundenamen die Hitliste an, während es bei den Katzen Lilly (abgeleitet von Elisabeth und damit von Gott verehrt) und Felix (der Glückliche) sind.

Auf Platz zwei und drei bei den Hunden landen Emma (von Imme – Biene -, die Fleißige) und Bella (Isabella, die Schöne) sowie Sammy (Samuel, der letzte Richter Israels) und Max (s.o.). Vor 32 Jahren, als Tasso anfing, hießen die meisten Hunde eher Bobby (Robert, Ruhm, Ehre, glänzend) oder Susi (Susanne = Lilie).

Trotz – oder gerade wegen ihrer Bedeutung, sollt man sich bei der Auswahl des passenden Hundenamens auf seine Intuition verlassen. Meine Bijou jedenfalls steht für eine Kostbarkeit, ein Juwel und wurde von mir bewusst gewählt. Emile indes bezieht sich auf Emil, den Großvater seines Herrchens. Als französische Form sollte er zu Bijou passen und hat in dieser Bedeutung etwas Witziges, Fröhliches. Der Name an sich geht zurück auf das lateinische aemulus und bedeutet eifrig, wetteifernd, nachahmend. Auf beide Hunde passen die Namen übrigens perfekt. Und ich (Inga = Ingeborg, abgeleitet von dem germanischen Gott Ingwio), bin in der Bedeutung wie im richtigen Leben ihre Hüterin, Beschützerin.

 

FacebookTwitterGoogle+Share

Fit wie Bijou – oder Hunde im Alter

Winterimpressionen (10)

Bijou ist immer noch voll fit, obwohl sie im Mai 12 Jahre alt wird. Nur um die Schnauze herum ist sie grau geworden, was man wegen ihrer Vielfarbigkeit aber nur merkt, wenn man alte Fotos als Vergleich hinzuzieht. Sie ist immer noch manchmal wie ein junger Hund, spielt übermütig und rennt fröhlich durch die Gegend. Selbst beim Joggen hält sie noch problemlos mit.

Alterserscheinungen wie ein größeres Schlafbedürfnis oder eine steife Körperhaltung, langsame Bewegungen zeigen sich bei ihr nicht. Bei kleinen und mittelgroßen Hunden und sowie insbesondere Mischlingen kommen Alterserscheinungen im Allgemeinen später, als bei Hunden großer oder sehr großer Rassen. Neufundländer, Doggen oder Bernhardiner haben schon mit zehn Jahren zumeist ihr Höchstalter erreicht. Die Seniorphase beginnt bei ihnen zum Teil schon am dem sechsten Lebensjahr.

Pudel oder Dackel sind oft bis zu 15 Jahren noch fit. Die ältesten Hunde, die es je gegeben hat, sollen sogar 27, 29 und 34 Jahre alt geworden sein. Zusätzlich zur Hunderasse wirken sich wie beim Menschen auch Lebensstil, Ernährung und medizinische Vorgeschichte auf die Lebenserwartung aus. Während es zwischen Rüden und Hündinnen keinen Unterschied gibt, leben kastrierte Hunde im Durchschnitt ein Jahr länger als nicht kastrierte. Hunde, die in ländlichem Umfeld gehalten werden, haben eine höhere Lebenserwartung als Stadthunde, schlanke leben länger als dicke.

Hundesenioren haben weniger Geschmacksnerven und reduzierte Speichelsekretion. Das erklärt, warum einige mit zunehmendem Alter schlechter fressen. Oft sind auch die Zähne abgenutzt, und der Darm ist träger als in der Jugend. Darum sollte man Tierknochen besser weglassen. Dank Fertigfutter und Futterzusätze ist es einfach, jedem Hundesenior die passende Ernährung zu bieten. Ein alter Hund braucht grundsätzlich weniger Eiweiß und mehr Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.

Ein älterer Hund hat oft Verschleißerscheinungen an Gelenken und Knochen. Das Risiko, Gewicht und Muskelmasse zu verlieren, steigt und auch sein Immunsystem ist nicht mehr so effektiv. Trotzdem sollte man ständige Wiederholungsimpfungen vermeiden. Die Spaziergänge sollten seinen Bedürfnissen angepasst werden. Besser geht man, wie bei jungen Tieren, öfter, aber kürzer – aber Vorsicht, zu wenig Bewegung fördert Fettleibigkeit. Auch sollte der Hund nicht auf sehr kaltem und hartem Untergrund liegen und, wie alte Menschen, vor großer Hitze geschützt werden.

Schwellungen unterhalb der Augen können auf Abszesse an der Zahnwurzel hinweisen und müssen tierärztlich behandelt werden. Auch sollten Warzen, fettige Klumpen oder Tumore frühestmöglich vom Tierarzt untersucht werden, da eine frühe Erkennung das Leben des Tieres retten könnte. Der Tierarzt kann auch ein regelmäßiges Alters-Screening durchführen und Buch führen über den Gesundheitszustand des Hundes. Zudem ist Denktraining wichtig. Dazu können Spiele wie Suchen versteckter Spielzeuge dienen. Liebevolle Fürsorge trägt maßgeblich zu einer guten Lebensqualität. So verhilft regelmäßiges Bürsten nicht nur zu einem gepflegten Fell, sondern massiert auch die Haut und fördert dadurch die Durchblutung.

Grundsätzlich sind ältere Hunde weiser und reagieren viel souveräner auf verschiedene Gegebenheiten. Manche Dinge wie Angst vor dem Autofahren, Gewitter oder Knallern – alles Dinge, die Bijou aufregen – ändern sich jedoch nie.

FacebookTwitterGoogle+Share

Der Schneehund – oder Emile und Bijou im Winter

neue 006

Emile und Bijou haben heute fleißig geholfen, einen Schneehund zu bauen. Schnee lieben die beiden über alles. Sie toben immer eifrig darin herum. Grundsätzlich aber rät der Deutsche Tierschutzbund zu einigen Maßnahmen im Winter, die sich meiner Meinung nach auch schon von selbst verstehen. Dazu gehört besonders auch, an die Sicherheit im Dunkeln zu denken, also ein Leuchthalsband oder Blinklichter am Halsband, damit Auto- und Radfahrer die Tiere schon aus großer Entfernung sehen.

Während Emile wie alle Windhunde ein Mäntelchen braucht, da er keine Unterwolle besitzt, hat Bijou einen dicken Pelz. Grundsätzlich gilt, dass bei normalen Hunden das Fell als natürlicher Wärmeschutz ausreicht. Die Pfoten sollten nach jedem Spaziergang mit lauwarmem Wasser abgespült werden, wenn sie Kontakt mit Streusalz hatten. Im Vorfeld hilft es, Vaseline oder Melkfett auf die Pfotenballen zu reiben, dann brennt das Salz nicht an den Pfoten.

In Verbindung mit Nässe setzt auch Hunden die Kälte zu. Deshalb sollten die Spaziergänge nicht zu lang sein, sondern lieber öfter und kürzer. Danach heißt es Abtrocken – und bei uns „Füsse putzen“. Grundsätzlich sollten Tiere – insbesondere mit nassem Fell – vor Zugluft geschützt werden, rät der Tierschutzbund. Emile wird abends manchmal sogar zugedeckt, da er tatsächlich nachts friert. Schließlich schläft er in seinem Körbchen und nicht im Bett.

FacebookTwitterGoogle+Share