Eine Kutschfahrt, die ist lustig

Elbsandsteingebirge (11)

Wandern und Kultur standen auf dem Programm beim jüngsten Urlaub, zu dem Emile und Bijou starteten. Auch wenn sie wenig begeistert von der Autofahrt an sich waren, zeigten sich die beiden erfahrenen Urlauber vom Hotelzimmer in Schellerhau (http://www.berghotel-lockwitzgrund.de), einem auch als Wintersportort beliebten Höhendorf, angetan. Als wären sie Zuhause, machten sie es sich sofort auf ihren Decken gemütlich und bettelten nach Futter. So gestärkt und ausgeschlafen waren sie dann am nächsten Tag freudig mit von der Partie, als anstatt über die Höhen und durch die Täler des Erzgebirges zu wandern, aus wettertechnischen Gründen eine Stadtbesichtigung anstand: Dresden galt es zu erkunden, und dass nicht nur auf vier Pfoten, sondern sogar in einer Kutsche. Große Aufregung herrschte, als das Gefährt sich anschickte, loszurollen – hatten die beiden doch noch keinerlei Erfahrung mit dieser Art der Fortbewegung. Während des anschließenden Einkaufsbummels der Zweibeiner zogen sie es daher auch vor, sich auf dem Rücksitz des Autos von diesen Aufregungen zu erholen.

Das brave Warten hatte sich gelohnt, denn am nächsten Tag galt es endlich, das Erzgebirge auf vier Pfoten zu erkunden. Geschlagene acht Stunden ging es auf Berge, durch Täler, durch Orte und Wälder, vorbei an alten Stollen und an einem Goethe-Denkmal, wo die belesene Hundetruppe gerne fürs Foto posierte. Mal eben über die grüne Grenze nach Tschechien und ein Foto mit Grenzstein gemacht, dann wieder eine Einkehr, wo es Leckerchen und ein Wasserschälchen gab. Einzig das Besucherbergwerk in Zinnwald wollte keine vierbeinigen Besucher. Das stellte sich jedoch im Nachhinein als Glück heraus – wären es doch nochmals knapp drei Kilometer gewesen, die die müden Vier- und Zweibeiner unter Tage hätten laufen müssen.

Wanderungen (14)Dresden (22)

Die Nacht jedenfalls wurde ganz intensiv zum Ausruhen genutzt, schließlich stand am nächsten Tag ein Besuch im Elbsandsteingebirge auf dem Programm. Hinauf auf die Feste Königstein, wo Hunde im Außengelände, nicht aber in den Gebäuden erlaubt sind. Das lohnte sich trotzdem, allein schon wegen der Aussicht. Außerdem konnten sich Herrchen und Frauchen ja auch abwechseln beim Besuch des Innenlebens der alten Grenzfestung, die traumhafte Ausblicke aufs Elbtal und die umliegenden Tafelberge bot. Nach einer Fahrt mit der Elbfähre ging es schließlich noch hoch auf die für ihre Brücke in schwindelnder Höhe bekannte und oft fotografierte Bastei. Unzählige Stufen steil bergauf wollte sich Bijou dann doch nicht antun und ließ sich lieber tragen, während Emile freudig voranstrebte, um sich schließlich hoch über der Elbe stolz fotografieren zu lassen. Frauchens Höhenangst stieß bei den beiden jedenfalls auf wenig Verständnis.

Der angedachte Besuch von Prag für den darauffolgenden Tag wurde vom menschlichen und tierischen Familienrat gemeinsam über den Haufen geworden, um bei schönstem Herbstwetter lieber einen kleinen Ausflug in die nächstgelegene tschechische Stadt Teplice zu unternehmen. Dort gab es sogar einen eigenen Laden mit sehr günstigen Hunde-Leckerlis, was den beiden besonders gut gefiel. Am Nachmittag dann brachen alle gemeinsam noch einmal zu einer Wanderung über die Höhen des Erzgebirges auf, was in einem Abendessen in einem superkitschigen Erzgebirge-Lokal in Altenberg endete. Nach der gut überstandenen Rückfahrt, die über Leipzig führte – dort wurde die arme Bijou im Café Mephisto vom stündlich mit einem Donnergrollen erscheinenden Teufel erschreckt – warten die beiden nun schon auf den nächsten Urlaub. Schließlich gibt es nichts Schöneres, als den ganzen Tag über mit seinen Menschen auf Tour zu sein. Blöd, dass die auch immer arbeiten müssen….

GoetheDresden (18)

 

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