Mit Rohfutter gegen Krankheiten – Emile und sein gebeuteltes Verdauungssystem

Canon 420Emile hat Bauchspeicheldrüsenprobleme – was für ein Schock war die Diagnose des Tierarztes. Dabei ist er doch erst knapp sechs Jahre alt. Doch ich weiß nun, woher es kommt – www.google.de sei dank. Wie es aussieht, ist seine Darmflora – auch durch viele Entwurmungen – gestört und Keime konnten vom Darm in die Bauchspeicheldrüse aufsteigen. Und das kam so.

Ein Problemfall war der kleine Emile schon immer. Als er mit zehn Wochen zu uns kam, war er recht dünn. Welpenfutter sollte ihn etwas dicker machen, doch er litt unter ständigen Durchfällen. Er wurde gegen Würmer behandelt, was die Durchfälle kurzfristig besserte. Dann kam die Diagnose Giardien. Auch dagegen wurde er intensiv behandelt. Nach einem Aufenthalt in Italien im Herbst dann hatte sich der Unglückswurm auch noch einen Lungenwurm eingefangen. Auch der wurde erfolgreich behandelt. Aber richtig zunehmen wollte er nie.

Da die Durchfälle oder Bauchkrämpfe immer wieder auftraten und auch immer wieder Giardien diagnostiziert wurden, erhielt er eins der teuersten Trockenfutter am Markt, zumal ein Bioresonanztest eine Getreideunverträglichkeit hervorbrachte. Die Durchfälle ließen nach den Wurmbehandlungen und der Futterumstellung nach, um dann nach einiger Zeit wieder aufzutreten – wieder ein Hinweis auf Würmer, wie der Tierarzt immer meinte.

Der Umzug von Köln ins Umland brachte auch eine wesentliche Verbesserung. Emile nahm endlich zu und erhielt nach mehreren Versuchen mit verschiedenen Trockenfuttern Wolfsblut getreidefrei mit Pferdefleisch oder mit Wild, was er beides gut vertrug. Seine letzte Durchfallphase im vergangenen Jahr verschwand nach einer erneuten Wurmbehandlung. Die von mir in Eigenregie durchgeführte Kräuterentwurmung schien indes langfristig nicht von Erfolg gekrönt zu sein. Anders jedoch die Behandlung mit chinesischen Kräutern gegen Giardien, die nicht mehr auftraten.

In diesem Januar fing er jedoch mit Erbrechen an. Zwei Tage lang erbrach er zwischendurch, hatte aber Appetit und fraß normal. So dachte ich an eine einfache Magenverstimmung. Das Erbrechen verschwand, tauchte aber nach zwei Wochen wieder auf. Außerdem hatte er Bauchschmerzen, was ich immer daran erkenne, dass er nicht von meiner Seite weicht, damit ich ihm Reiki gebe und den Bauch streichle.

Mein Tierarzt war nicht da und ein Besuch bei einem anderen führte zu einer Röntgen- und Ultraschalluntersuchung. Die ergaben, dass Emiles Milz nicht da sitzt, wo sie normalerweise zu finden ist und dass sie vergrößert ist. Das sei jedoch rassespezifisch meinte der leitende Tierarzt. Trotzdem machte ich mir Sorgen und als er eine Woche später wieder erbrach, ließ ich eine Blutprobe machen. Noch am gleichen Tag rief die angestellte Tierärztin an und unterrichtete mich, dass die meisten Blutwerte zwar in Ordnung seien, nur der Bauchspeicheldrüsenwert sei erheblich erhöht. Um zu prüfen, ob es eine Entzündung oder eine Insuffizienz ist, sollte eine weitere Blutabnahme erfolgen.

Jetzt machte ich mich im Internet schlau über die Ursachen und Behandlung. Rohfutter und eine Darmsanierung wurde empfohlen So stellte ich auf Frischfutter um – und siehe da, kein Erbrechen mehr, keine Bauchschmerzen und auch das ständige Pupsen hörte auf. Seit knapp zwei Wochen frißt er nun täglich eine große Portion frisches Lamm, Pferd oder Rinderhack, in das ich Möhren reibe, eine halbe Kartoffel zerdrücke und einen Eßlöffel Joghurt zur Darmsanierung hinzufüge. Zudem bekommt er ein Mineralpulver, Kürbiskerne, etwas Leinöl und Eichhornia D6. Das habe ich selbst bei meinen Bauchspeicheldrüsenproblemen genommen. Trockenfutter steht zwar immer noch stets freßbereit, jedoch nimmt er es nur, wenn ihn nachts der Hunger überkommt.

Wie es aussieht, habe ich derzeit einen völlig beschwerdefreien Hund und bin gespannt, was eine erneute Blutabnahme ergibt. Die werde ich nach einigen Wochen durchführen lassen, um zu sehen, inwiefern sich die Werte nach den eingeleiteten Maßnahmen gebessert haben. Und Würmer sollte er dann auch nicht mehr bekommen, denn wenn der Darm gesund ist, kann er ganz gut selbst mit Parasiten fertig werden. Da helfen dann übrigens auch die Kürbiskerne und die von mir schon früher verabreichten Kräuter.

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