Hunde verboten – die Seen des Westerwaldes

Sylt2014Ostsee (48)

Sommer, Sonne, Hitze – was gibt es da Schöneres, als eine kühle Erfrischung in einem See. Das gilt für Zweibeiner ebenso wie für Vierbeiner. Darum wollten wir kein Freibad aufsuchen und Emile und Bijou einfach Zuhause lassen, sondern gerne mit ihnen gemeinsam zu einem See fahren. Es wurde die Karte gezückt und gegoogelt: am besten geeignet erschien im Westerwald danach der Wiesensee bei Stahlhofen. Im Bereich von Pottum sollte es nämlich einen eigenen Hundestrand geben.

Allerdings war es weit: nach über 50 Minuten im klimatisierten Auto kam der See erstmals in Sicht. Wir fingen an zu zweifeln, weil er komisch aussah, fuhren aber weiter zum Segelclub in Pottum, um dort im Schatten zu parken. Erst einmal wollten wir schauen, wie dort die Lage war. Also wurden die Hunde angeleint und es ging zu Fuß zum Steg – und oh Schreck, es war kein See da. Dort, wo sich sonst die Wasserfläche erstreckte, fand sich eine braune Schlickfläche, die offensichtlich auch schon begangen worden ist. Gleichzeitig erschallte Blasmusik – der Segelclub feierte ein Fest, allerdings war auch an Land kein einziges dort liegendes Segelboot zu sehen, offensichtlich gibt es Problem schon länger. In weiter Entfernung aber sah man es blau schimmern, also am anderen Ufer könnte noch Wasser sein.

Da die Zeit jedoch fortgeschritten war, entschlossen wir uns jedoch die Westerwälder Seenplatte aufzusuchen, denn wir wussten, dass es am Postweiher und am Dreifelder Weiher Badestrände gibt. Zunächst steuerten wir den Dreifelder Weiher an, der hatte, obwohl auch nicht so tief, tatsächlich Wasser. Dort war viel los, der Parkplatz war gut gefüllt, aber es gab keinen Schattenparkplatz. Ich stieg alleine aus und fragte am Campingplatz, der das Strandbad betreibt, ob man Hunde mitbringen dürfte, was verneint wurde – nicht am Strand. Aber man dürfte mit den Hunden an anderer Stelle ins Wasser oder auch um den See spazieren – eine sehr hilfreiche Aussage. Wir sahen von Weitem tatsächlich eine kleine Stelle, an dem sich ein Hundebesitzer mit seinem Hund im Wasser befand – indes ist der See wegen des Bewuchses nur an wenigen Stellen zugänglich – und diese eine Stelle war schon belegt.

So machten wir uns auf zum Postweiher – um Glück nicht so weit entfernt. Auf dem Weg dorthin kamen wir noch am unbewirtschafteten Haiden-Weiher vorbei, der zwar einen kleinen Strand hatte, aber grün vor Algen war. Am Postweiher gab es Wasser im Weiher, einen Schattenparkplatz direkt gegenüber dem Strandbad, aber ein Hunde-Verbotsschild. So bissen wir in den sauren Apfel und ließen Emile und Bijou im Auto – mit ausreichend Wasser, kleinen Spaziergängen zwischendurch und ständigen Kontrollen verbrachten wir knapp zwei Stunden dort. Man konnte schön schwimmen, obwohl auch allerlei Gewächse um einen herum schwammen. Aber der Strand war teils aus Sand und teils Wiese.

Fazit: Schwimmen mit Hunden im Westerwald: Fehlanzeige! Also dann doch lieber das Freibad in Asbach? Dort gibt es ebenfalls ein Naturschwimmbad an einem See – aber leider nur für Menschen…

Wiesensee (34)
Das war der Wiesensee, als es dort noch Wasser gab.

FacebookTwitterGoogle+Share