Arme Dickerchen – wenn der Winterspeck krank macht

Schnee2014 042

Nicht nur Menschen haben mit Übergewicht zu kämpfen, auch viele Hunde leiden daran. Da es Rassen gibt, die immer alles fressen, was sie vorgesetzt bekommen und es leider auch Menschen gibt, die es zu gut meinen, sind viele Hunde übergewichtig. Wie die Tierschutzorganisation TASSO e.V. berichtet, kann Übergewicht bei Hunden in Zusammenhang mit fehlender Bewegung aber zu Krankheiten wie Fettleber, Diabetes mellitus, Gelenkbeschwerden, Atemnot, Herz-Kreislaufprobleme und Bluthochdruck und die Lebenserwartung des Tieres erheblich herabsetzen.

Emile und Bijou haben eher das gegenteilige Problem. Sind sie doch eher „mäkelige Esser“. Man muss Emile förmlich bitten, dass er sein Futter anrührt. Bei ihm besteht eher die Gefahr, dass er zu dünn, statt zu dick wird. Das liegt aber nicht nur daran, dass er sehr wählerisch im Hinblick auf sein Futter ist, sondern auch an seinem Windhund-Stoffwechsel. Das heißt, je mehr er frisst, umso mehr kommt hinten wieder raus, so dass er niemals Fett ansetzen kann. Und auch Bijou neigt dazu, eher zu wenig, als zuviel zu fressen und hat offensichtlich einen schnellen Stoffwechsel. Darum haben beide immer volle Futternäpfe, so dass sie fressen können, sobald sie Hunger haben. Und das tun sie oftmals nachts. Morgens ist dann alles leer geputzt.

Bei gierigen Hunden rät Tasso, dass man sobald sich die Körperkontur nicht mehr erkennen lässt, es höchste Zeit ist, die Futterrationen zu überdenken. Bevor man sein Tier aber auf Diät setzt, sollte man den Tierarzt befragen und sich vergewissern, dass das Übergewicht nicht etwa Symptom einer bestehenden Krankheit wie einer Schilddrüsenunterfunktion oder einer anderen Stoffwechselkrankheit ist. Und auch eine Kastration kann die Verbrennung herabsetzen und zur Gewichtszunahme führen.

Also ist es wichtig, dass Hunde nicht mehr Kalorien aufnehmen, als sie verbrennen. „Ein großes Problem ist die nicht artgerechte Ernährung. Verschiedene Leckerlies mit Joghurt, Honig und anderen süßen Zusätzen erschweren es manch einem Tierhalter, im Tierbedarfsladen am Regal vorbeizugehen“, weiß Dr. Anette Fach, die für die Tierschutzorganisation TASSO tätige Tierärztin. Man sollte zudem auf ausreichende Bewegung achten, damit der Hund nach seinem arttypischen Bedarf gesund und glücklich ist. Dazu gehören Rennen und Toben sowie regelmäßige Spaziergänge. Die helfen auch gegen manch eine Speckrolle, die Herrchen und Frauchen über die Festtage angesetzt haben.

Weitere Tipps zum verantwortungsvollen Umgang mit dem Tier gibt es auch unter www.tasso.net.

 

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