Hunde verboten – die Seen des Westerwaldes

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Sommer, Sonne, Hitze – was gibt es da Schöneres, als eine kühle Erfrischung in einem See. Das gilt für Zweibeiner ebenso wie für Vierbeiner. Darum wollten wir kein Freibad aufsuchen und Emile und Bijou einfach Zuhause lassen, sondern gerne mit ihnen gemeinsam zu einem See fahren. Es wurde die Karte gezückt und gegoogelt: am besten geeignet erschien im Westerwald danach der Wiesensee bei Stahlhofen. Im Bereich von Pottum sollte es nämlich einen eigenen Hundestrand geben.

Allerdings war es weit: nach über 50 Minuten im klimatisierten Auto kam der See erstmals in Sicht. Wir fingen an zu zweifeln, weil er komisch aussah, fuhren aber weiter zum Segelclub in Pottum, um dort im Schatten zu parken. Erst einmal wollten wir schauen, wie dort die Lage war. Also wurden die Hunde angeleint und es ging zu Fuß zum Steg – und oh Schreck, es war kein See da. Dort, wo sich sonst die Wasserfläche erstreckte, fand sich eine braune Schlickfläche, die offensichtlich auch schon begangen worden ist. Gleichzeitig erschallte Blasmusik – der Segelclub feierte ein Fest, allerdings war auch an Land kein einziges dort liegendes Segelboot zu sehen, offensichtlich gibt es Problem schon länger. In weiter Entfernung aber sah man es blau schimmern, also am anderen Ufer könnte noch Wasser sein.

Da die Zeit jedoch fortgeschritten war, entschlossen wir uns jedoch die Westerwälder Seenplatte aufzusuchen, denn wir wussten, dass es am Postweiher und am Dreifelder Weiher Badestrände gibt. Zunächst steuerten wir den Dreifelder Weiher an, der hatte, obwohl auch nicht so tief, tatsächlich Wasser. Dort war viel los, der Parkplatz war gut gefüllt, aber es gab keinen Schattenparkplatz. Ich stieg alleine aus und fragte am Campingplatz, der das Strandbad betreibt, ob man Hunde mitbringen dürfte, was verneint wurde – nicht am Strand. Aber man dürfte mit den Hunden an anderer Stelle ins Wasser oder auch um den See spazieren – eine sehr hilfreiche Aussage. Wir sahen von Weitem tatsächlich eine kleine Stelle, an dem sich ein Hundebesitzer mit seinem Hund im Wasser befand – indes ist der See wegen des Bewuchses nur an wenigen Stellen zugänglich – und diese eine Stelle war schon belegt.

So machten wir uns auf zum Postweiher – um Glück nicht so weit entfernt. Auf dem Weg dorthin kamen wir noch am unbewirtschafteten Haiden-Weiher vorbei, der zwar einen kleinen Strand hatte, aber grün vor Algen war. Am Postweiher gab es Wasser im Weiher, einen Schattenparkplatz direkt gegenüber dem Strandbad, aber ein Hunde-Verbotsschild. So bissen wir in den sauren Apfel und ließen Emile und Bijou im Auto – mit ausreichend Wasser, kleinen Spaziergängen zwischendurch und ständigen Kontrollen verbrachten wir knapp zwei Stunden dort. Man konnte schön schwimmen, obwohl auch allerlei Gewächse um einen herum schwammen. Aber der Strand war teils aus Sand und teils Wiese.

Fazit: Schwimmen mit Hunden im Westerwald: Fehlanzeige! Also dann doch lieber das Freibad in Asbach? Dort gibt es ebenfalls ein Naturschwimmbad an einem See – aber leider nur für Menschen…

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Das war der Wiesensee, als es dort noch Wasser gab.

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Emile und Bijou wieder auf Tour

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Nach der Eifel kam die Pfalz. Nach den anstrengenden Dreharbeiten war Erholung angesagt. So fuhren die „professionellen Hundetouristen“ Emile und Bijou samt Frauchen und Herrchen im Campingbus in die Pfalz. Dort war es nicht weniger schön, als in der Eifel. Sie liefen auf Berge und besuchten Burgen oder stöberten durch die ausgedehnten Weinfelder, in denen das ganze Rudel übernachtet hatte, um Wein zu kaufen. Auch Skulpturen und Wasserräder wurden erkundet.

Zum krönenden Abschluss ging’s nach Speyer, aber Dom und Technikmuseum waren leider hundefrei. Das störte die beiden wenig. Nutzten sie doch die Zeit, um sich von den ausgiebigen Wanderungen auf ihrem gemütlichen Kissen im Campingbus zu erholen….

Wer’s verpasst hat: Hier nochmal die Erinnerung an die schöne Eifel – das Wetter war allerdings um einiges besser:

http://www1.wdr.de/fernsehen/wunderschoen/sendungen/tierisch-schoen-eifel-100.html5_wdr_heimbach18

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Bijous Solaires und Emiles Sofakissen

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Ein dreiwöchiger Urlaub durch Süd-West-Europa liegt hinter Emile und Bijou. Sie erlebten Frankreich, Spanien und Portugal, machten Stationen an klangvollen Orten wie Lissabon, Saragossa und Carcassonne, badeten in der Loire, im Atlantik und in einem Brunnen in den Pyrenäen und bestanden zahlreiche Abenteuer. Sie begegneten Geckos, Schlangen, anderen Hunden, Katzen und Hausschweinen und sie fanden edle Geschäfte mit ihren Namen oder Abbildern.

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Ahnenforschung Hund – oder Wölfe sind Fleischfresser

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Der Hund stammt vom Wolf ab – darin sind sich Wissenschaftler einig. Doch wo gab es die engsten Vorfahren der Hunde, die wir heute kennen? „In Europa“, sagen die einen, „im Nahen Osten“, die anderen und auch Sibirien und Südchina sind Regionen, die in diesem Zusammenhang gerne genannt werden.

In der Deutschland-Radio-Wissens-Reihe wurde kürzlich gemeldet, dass ein internationales Forscherteam meint, die Antwort auf diese Frage gefunden zu haben. Demnach lebten die Vorfahren unserer heutigen Hunde vor mindestens 15.000 Jahren in Zentralasien. Das schlossen die Forscher aus einer DNA-Analyse, ähnlich der, mit der herausgefunden wurde, dass die direkten Vorfahren des Menschen in Ostafrika lebten. Die DNA wurde – anders als bei früheren Vorgehensweisen – nicht nur von reinrassigen Hunden, sondern auch von allen möglichen Mischlingshunden mit einbezogen und mit der von Fossilienfunden aus Zentralasien verglichen.

Ob die Hunde dort auch domestiziert wurden oder schon domestiziert nach Zentralasien kamen, steht indes in den Sternen. Aber so wirklich wichtig ist dies auch nicht. Wichtig ist indes, zu wissen (und zu berücksichtigen), dass Hunde wie ihre Vorfahren nun einmal Fleischfresser sind. Das wiederum wird in den herkömmlichen Trockenfuttern nicht berücksichtigt. Die meisten enthalten einen höheren Anteil pflanzlicher, als tierischer Stoffe und nur winzige Anteile an richtigem Fleisch. Diese dauerhafte Fehlernährung kann, zumal Hunde wie Menschen dank der Medizin auch immer älter werden, zu Problemen mit den Verdauungsorganen führen. Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse sind bei Hunden auf dem Vormarsch.

Wer dem entgegenwirken möchte, sollte die Zutaten der Trockenfutter vor dem Kauf mal genauer unter die Lupe nehmen. Bijou und Emile jedenfalls erhalten ein Trockenfutter, dessen reiner Fleischgehalt bei über 60 Prozent liegt. Und da Frauchen die 15-Kilo-Säcke zu schwer sind, muss das Tragen der Postbote übernehmen (www.petspremium.de). Wenn er das dicke Paket dann bringt, sind Emile und Bijou mit Feuereifer dabei. Schließlich riechen ihre feinen Nasen das Futter selbst noch in der luftdichten Verpackung. Wie schon ihre Vorfahren sind sie im Futter-Finden einfach unschlagbar.

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Hund im Backofen – Tipps zur Ersten Hilfe

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Endlich ist er da der Sommer. Mit Temperaturen bis 36 Grad ist er für Fellträger nicht unbedingt immer ein Vergnügen. Das gilt umso mehr bei langhaarigen Hunden. Nicht jeder kann es sich wie Bijou am Teich gemütlich machen. Daher wird immer wieder vor langen Spaziergängen in großer Sommerhitze gewarnt und empfohlen, sie in die Abend- und Morgenstunden zu verlegen.

Laut Tasso gab es auch in den letzten Wochen wieder zahlreiche Meldungen, die von qualvoll verstorbenen Hunden in überhitzten Autos berichten. Offensichtlich gibt es immer noch Zeitgenossen, die nicht, dass das Auto bereits bei mittleren Temperaturen schnell zur Hitze-Falle werden können. „Ein Hund gehört ab 20 Grad Celsius nicht in ein verschlossenes Fahrzeug“, warnt Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V. „Leider glauben viele Leute immer noch, dass ein wenige Zentimeter geöffnetes Fenster oder ein Parkplatz im Schatten ausreichend sind, um dem Hund genügend Abkühlung zu verschaffen.“

Ein Trugschluss, denn das Autoinnere kann sich bei steigenden Temperaturen schnell auf über 50 Grad Celsius aufheizen. Wenige Minuten reichen dann schon aus, um einen Hund in eine lebensbedrohliche Situation zu bringen. Im Gegensatz zu Menschen schwitzen Hunde nicht, sondern regulieren ihren Wärmehaushalt durch das Aufnehmen von Flüssigkeit. Wenn ein Tier diese Möglichkeit nicht hat, steigt die Körpertemperatur an und es kommt zu einem Hitzschlag, weil lebenswichtige Organe nicht mehr ausreichend durchblutet werden.

Erste Anzeichen eines Hitzschlages sind Unruhe, eine weit herausgestreckte Zunge, Taumeln und Erschöpfung. Im fortgeschrittenen Stadium kann er zu einem Schockzustand, Bewusstlosigkeit und nicht selten sogar zum Tod führen. „Die wichtigste Maßnahme ist, das Tier zunächst in den Schatten zu bringen und vorsichtig mit nasskalten Tüchern für mindestens 30 Minuten abzukühlen. Beginnen Sie an den Pfoten über die Beine, das Hinterteil, über den Rücken bis zum Nacken, oder kühlen Sie mit feuchten Umschlägen. Das Wichtigste ist hierbei eine langsame Abkühlung. Keinesfalls darf das Tier mit eiskaltem Wasser übergossen werden. Danach muss zeitnah der Transport in einem gekühlten Auto zum Tierarzt erfolgen“, gibt die Tierärztin Dr. Anette Fach Tipps zur ersten Hilfe.

Um noch mehr Vierbeiner vor einem grausamen Tod im Auto zu schützen, hat TASSO vor einigen Jahren die Kampagne „Hund im Backofen“ ins Leben gerufen. Tierfreunde können den Verein aktiv unterstützen, indem sie das kostenlose Aufklärungsmaterial anfordern und dieses an andere Hundefreunde verteilen. Somit können noch mehr Menschen die Gefahren erkennen und entsprechend handeln: www.tasso.net.

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Zuhause gesucht

THDellbrück (2)Das große Bellen begrüßt jeden Besucher, der das Geländes des Tierheims Dellbrück betritt. Den Unterschied, ob es aus 140 oder 100 Kehlen schallt, erkennt der Besucher nicht. Im Tierheim ist dies jedoch wesentlich, denn das vom Bund gegen Missbrauch der Tiere (bmt) betriebene Tierasyl platzt aus allen Nähten – sind doch im Dezember erst 20 neue Hunde hinzugekommen. Die Tiere waren bei einer Polizeikontrolle in einem bulgarischen Transporter entdeckt worden. Der sollte sie von Rumänien aus nach Holland bringen.

Laut der Polizei hatten die drei Tiere weder Pässe noch Microchips und sprangen alle frei im Auto herum. Lediglich drei Welpen lagen in einer Schüssel. Die drei Hündinnen mit Welpen verschiedenen Alters sowie die erwachsenen Tiere hatten die fünftätige Tour teilweise in einem extrem schlechten Zustand überstanden. Sie wiesen Hautinfektionen, Parasitenbefall und Bissverletzungen an Pfoten und Schnauze auf.
„Einen sehr kleinen Welpen mussten wir gestern direkt an eine Infusion legen, er war unterernährt und hat zwei eitrige Abszesse“, erzählt Pressesprecherin Sylvia Hemmerling. Im Gegensatz zu einer Schäferhund-Mischlingshündin kam er jedoch durch. Die Hündin war hinten komplett gelähmt und der Tierarzt entdeckte eine Kugel in ihrer Wirbelsäule. Sie musste daher eingeschläfert werden.

„Wir würden niemals Tiere abweisen, auch wenn wir restlos überfüllt sind. Da müssen wir halt improvisieren“, sagt Bernd Schinzel. Der Tierheimleiter sorgt sich derzeit allerdings weniger um die Neuzugänge, als um andere Insassen. Dazu gehören insbesondere die Hunde, die wegen ihrer Rassenzugehörigkeit, ihrer Krankheiten oder ihres Alters schwer vermittelbar sind. Bubu ist eine von ihnen. Die bildschöne braune etwa 13 Jahre alte Hündin leidet an einer Herzinsuffizienz. „Sie bekommt jeden Tag eine Tablette, dann geht es ihr gut“, sagt Schinzel. Wie ihre „Zellengenossinnen“, die zehnjährige Nexie und die gleichaltrige Kolbi wurde Bubu einfach ausgesetzt.

Das gleiche Schicksal erleiden derzeit laut dem Tierheimleiter auch viele Kleintiere. Zwei Hamster wurden in ihren Käfigen einfach neben einem Müllcontainer abgestellt. „Die Zooläden beraten oftmals falsch oder verkaufen vermeintlich gleichgeschlechtliche Tiere, die dann nach kurzer Zeit Junge kriegen“, erklärt Schinzel. Zudem bevölkern auch an die 100 Katzen Gehege. Wenn die Lebensumstände passten und die Interessenten einen seriösen Eindruck machten, könne eine Vermittlung auch schon mal schnell gehen. „Es gibt aber auch Kandidaten, denen wir kein Tier geben, auch wenn wir es noch so nötig haben“, sagt der Tierheimleiter. www.tierheim-dellbrueck.de

s.a.: http://www.inga-spruenken.de/?p=179

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