Herzkrank

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Schon länger habe ich nichts mehr gepostet. Das lag an verschiedenen Dingen, dem Tod meiner Mutter, vielen Aufträgen und daran, dass die arme Bijou herzkrank ist. Schon im vergangenen Jahr, als wir auf dem Weg in den Urlaub waren und sie in Aschaffenburg haben scheren lassen, sagte der Hundefriseur, der gleichzeitig auch Tierheilpraktiker ist, dass Bijou starke Herzgeräusche habe. Nach unserer Rückkehr war ich natürlich mit ihr beim Tierarzt, der das bestätigte. Er meinte jedoch, solange sie keine Symptome zeige, bräuchte man auch nichts zu unternehmen.

Doch dann im Herbst kippte sie das erste mal um. Es war bei der Begrüßungszeremonie, bei der sie manchmal richtig hochfährt und mich mit Freudengebell begrüßt. Das Gebell ging dann plötzlich in Husten über. Sie kam zu mir und brach zusammen. Sie lag auf der Seite und streckte ihren Kopf nach hinten. Das dauerte einige Sekunden, dann richtete sie sich wieder auf und schaute mich benommen an. Nach wenigen Minuten stand sie wieder auf, war aber ziemlich verwirrt über das Ganze.

Natürlich ging es sofort zum Tierarzt, der sie röntgte und ein kleines Lungenödem fand. Und ein Herzultraschall ergab, dass ihre Herzklappen nicht mehr richtig schließen. Der Tierarzt meinte, ihre Ohnmacht sei eine Synkope gewesen. Das ist ein kurzzeitiger Bewusstseinsverlust in Folge einer Minderdurchblutung des Gehirns, die nach der Ohnmacht zu raschen Reorientierung führt. Sie entsteht, wenn das Herz entweder aufhört zu schlagen oder aber rast und dann der Blutdruck stark abfällt. Beim Menschen wird dagegen entweder ein Herzschrittmacher oder ein Defibrillator eingesetzt, bei Hunden kann man nur mit Medikamenten arbeiten.

Der Tierarzt verschrieb Bijou zwei Herzmedikamente und ein Entwässerungsmittel. Leider vertrug sie diese Kombi nicht, kotzte und fraß ganz schlecht. So reduzierten wir die Menge. Von dem Mittel Cardisure 2,5 mg (https://imedikament.de/cardisure-flavour-10-mg-tabletten-fuer-hunde) bekommt sie nur noch eine halbe morgens und abends, von dem Entwässerungsmittel (Furotab 40, https://imedikament.de/furotab-40-mg-tabletten-fuer-hunde-und-katzen) nur eine Viertel Tablette einmal täglich und das zweite Herzmittel wurde zunächst abgesetzt. Das ging eine Zeit lang gut, dann bekam sie wieder Anfälle – nicht bei der Begrüßung, da werde ich direkt energisch, wenn sie sich zu sehr freut -, sondern einfach nur, weil sie zu einem Mann wollte, der ihr immer Leckerchen gibt und an der Leine war, so dass sie nicht schnell genug hin kam. Jetzt bekommt sie doch das zweite Herzmittel (Fortekor 2,5mg, http://www.tiermedizinportal.de/medikamente/fortekor/483448), das den Druck auf das Herz mindert. Eigentlich sollte sie eine ganze kriegen, fing aber nach der Gabe wieder an zu kotzen. Mit der halben Tablette scheint es jetzt erst einmal zu gehen.

Erstaunlicherweise kommen die Anfälle nicht bei jeder Anstrengung. Wenn sie mit Emile schnell hinter einem Eichhörnchen her rennt oder aber am Zaun entlangrast, um aufzupassen, hat sie keine Anfälle – vielleicht weil dann er Kreislauf insgesamt hochfährt und nicht nur das Herz anfängt zu rasen? Ich weiß es nicht. Jedenfalls hoffe ich sehr, dass Bijou mit den Medikamenten doch noch ein schönes Leben hat, schließlich ist sie ansonsten fit. Sie sieht und hört nur ein bisschen schlechter, aber hat keinerlei Probleme mit dem Skelett und springt oft vergnügt wie ein junger Hund umehr. Im Mai wird sie 15.

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Großes Männerleid auch bei Hunden?

Amsterdam (52)

Wenn Männer krank sind, mutiert dies schnell zu einer Katastrophe – wer kennt sie nicht, die Männer-Grippe!? Gerade noch durfte ich eine solche miterleben. Während Frauen sich noch mit Fieber zur Arbeit zwingen, verkriechen sich Männer beim kleinsten Schnupfen jammernd unter die Bettdecke. Laut einer kanadischen Studie liegt das daran, dass Männer zwar Männer Schmerzen besser wegstecken als Frauen, aber nur wenn die Schmerzen kurz sind. Langanhaltende Reize können Männer schlechter ertragen, während Frauen sich an die Schmerzen gewöhnen.

So ist es bei den Menschen. Studien, die belegen, dass es bei Hunden auch so ist, habe ich keine gefunden. Aber wenn ich Emile und Bijou als Beispiele nehme, könnte es bei Vierbeinern ähnlich sein. Wenn ich etwa bei Bijou eine Zecke entdecke, merkt sie sofort, wenn ich anfange, mit den Fingern danach zu tasten. Sie verfällt dann in so eine Art geduldige Starre und wartet – ein bisschen ängstlich – auf den kleinen Zwick, wenn ich die Zecke mit den Fingerspitzen herausziehe.

Bei Emile ist es anders. Auch er merkt sofort, wenn ich anfange zu tasten, weil ich einen kleinen Knubbel unter seinem Fell entdeckt habe. Dann wird er nervös und sobald ich mit den Fingerspitzen anfange das Objekt zu Umkreisen, bricht er in Panik aus, zieht das betroffene Gliedmaß oder den Kopf zurück und springt entsetzt auf. Wenn ich ihn dann übertölple und mich beim Streicheln vorsichtig an die Zecke herantaste, um sie dann mit einem kleinen Ruck zu entfernen, springt er laut jaulend auf und macht ein Riesen-Theater, so als hätte man versucht, ihm die Kehle durchzuschneiden.

Meist lobe ich ihn dann, wenn es mir das Herausziehen der Zecke gelungen ist, und lasse ihn daran schnuppern, wobei er sich wieder beruhigt. Inzwischen läuft er manchmal aber sogar schon ängstlich weg, wenn ich nur das Wort „Zecke“ sage oder er mitbekommt, wenn ich bei Bijou diesen Parasit entferne.

Und auch wenn Emile Bauchschmerzen hat, was wegen seiner Futtermittelallergie schon mal vorkommt, leidet er ganz fürchterlich und tut alles, dass er auch bemitleidet wird. Als er kastriert wurde, hat er trotz Schmerzmitteln gejammert, während Bijou, die ja als Weibchen eine viel größere Op hat über sich ergehen lassen müssen, das Ganze relativ locker weggesteckt hat. Vielleicht sollte ich das mal als Studie veröffentlichen: nämlich dass Hunde-Männer in Bezug auf Krankheiten und ihre Leiden nicht viel besser sind als ihre zweibeinigen Pendants!?

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Ätherische Öle gegen Würmer und Zecken – Natur schlägt Chemie

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In der Heilkunde haben ätherische Öle einen festen Platz. Sie werden bei allerlei Beschwerden eingesetzt. Allgemein bekannt ist etwa, dass Lavendel entspannend, schlaffördernd und angstlösend wirkt, Rosmarin anregend und durchblutungsfördernd. Die Wirkung erklärt sich dadurch, dass die Öle in der Riechschleimhaut der Nase Impulse auslösen, die über die Nervenbahnen in Regionen des Gehirns geleitet werden, die an der Verarbeitung von Emotionen beteiligt sind. So wirken sie etwa auf die Psyche. Durch die Schleimhäute gelangen sie aber auch ins Blut und lindern eine Vielzahl an Beschwerden.

Wichtig ist jedoch, dass nur reine ätherische Öle verwendet werden, die keinerlei synthetische Stoffe enthalten, die wiederum reizend wirken können. Die reinen Öle helfen einzeln oder in speziellen Mischungen etwa gegen Arthritis, Erkältung, bei offenen Wunden, bei Reisekrankheit, bei Verdauungsstörungen, bei Schmerzen, Allergien oder Hauterkrankungen. Und was beim Menschen funktioniert, funktioniert auch bei Tieren: die Aromatherapie.

Nicht nur bei Hunden, auch bei Pferden und Katzen hilft etwa Ingwer bei Übelkeit oder Eucalyptus bei Atemproblemen. Spezielle Ölmischungen aus Basilikum, Eukalyptus, Ingwer, Nelke und Thymian wirken etwa gegen Würmer wie den Herzwurm. Gegen Flöhe hilft eine Mischung aus Eukalyptus, Lavendel, Kiefer, Pfefferminze, Zimt, Zitronella und Zitronengras und gegen Zecken außer dem bekannten Kokosöl, dessen Laurinsäure die Spinnentiere nicht mögen, auch eine Mischung aus Lavendel, Grapefruit, Eukalyptus, Zitronengras und Geranie. Je ein Tropfen davon wird auf zwei Esslöffel Pflanzenöl verteilt,mit 30 Milliliter Wasser gemischt und ins Fell gesprüht. Andere Öle werden direkt auf den Nacken getropft, einmassiert, ins Futter gegeben oder in einem Aroma-Diffuser in der Raumluft verteilt.

In dem Buch „Duftmedizin für Tiere“ hat die Aromaexpertin Maria L. Schasteen alle möglichen Krankheiten und ihre Behandlungsmöglichkeiten mit ätherischen Ölen zusammengetragen. Viele Öle können gleich mehrfach für verschiedene Beschwerden eingesetzt werden. Die Autorin gibt Tipps zum Anlegen einer Hausapotheke mit den Ölen gehören. 250 Rezepturen finden sich in dem 224 Seiten starken Ratgeber für Tierbesitzer. Im April im Crotona Verlag – www.crotona.de – erschienen (ISBN: 978-3-86191-079-4) kostet er 19,95 Euro im Buchhandel.

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Mit Alternativ-Medizin gegen Krebs und Schmerzen


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Naturheilkunde und Homöopathie können auch bei Tieren die besten Dienste leisten – so geschehen bei Bijou. Die 13-jährige Dame war in letzter Zeit eher unlustig, wenn es ums Spazieren gehen ging. Sie trottete hinterher und freute sich auch nicht morgens auf den großen Spaziergang. Parallel dazu entdeckte ich vor einiger Zeit ein kleines Knötchen am hinteren Ende der linken Milchleiste. Ihre Blutwerte waren gut, wie der Tierarzt feststellte, aber bei dem Knötchen handele es sich um ein Mammakarzinom, sagte er. Auf meine Frage hin, ob man es nicht entfernen sollte, meinte er, dass es noch sehr klein sei und man es lieber regelmäßig kontrollieren solle, da ansonsten die ganze Milchleiste entfernt werden müsse. Und es könnte dann auch auf der anderen Seite auftreten.

Das befriedigte mich wenig. Sollten wir erst warten, bis es groß geworden ist und dann anfängt zu streuen? Ich recherchierte und stieß auf Mittel der biologischen Krebstherapie. Dabei erfuhr ich, dass mehr als zwei Drittel der Krebspatienten heute neben den konventionellen Therapieverfahren zusätzlich zur Misteltherapie greifen und diese bei allen Tumorerkrankungen sinnvoll sei. Und ich las über das alternative Krebsmittel Essiac (https://www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/essiac/@view/html/index.html), eine Kräutermischung, die für gewöhnlich als Tee verabreicht wird. Auf gut Glück bestellte ich die Kräutermischung in Kapselform und Misteln in Tropfenform. Beide Mittel sollte die Bildung von Krebszellen hemmen.

Seit knapp zwei Monaten erhält Bijou nun jeden Tag die Misteltropfen sowie den Inhalt einer halben Kapsel Essiac in ihr Futter. Ich habe es zunächst gar nicht so gemerkt, aber plötzlich fiel mir auf, dass Bijous Unlust beim Spazieren gehen verflogen war. Wie früher lief sie freudig mit, sprang herum und forderte Emile zum Spiel auf. Und noch etwas Tolles geschah: ich suchte nach dem Knötchen, aber fand es nicht mehr. Also denke ich, dass der Krebs besiegt ist. Weiterhin gebe ich ihr nun die Misteltropfen und die Kapseln und schaue mal, wie es sich entwickelt. Ihrer Lebenslust nach zu schließen, bin ich guter Hoffnung.

Bei Emile hat die Homöpathie gut funktioniert. Er musste leider vergangene Woche kastriert werden, da er immer wieder Prostataprobleme hatte und mehrere Tierärzte mir dazu geraten hatten. Also tat ich schweren Herzens diesen Schritt. Was mir dabei nicht gefiel war, dass die Tierärztin ihn nach der OP nicht hat schlafen lassen, sondern schon nach einer Stunde künstlich wieder aus der Narkose holte. Er hatte zwar eine Schmerzspritze erhalten, die 24 Stunden lang wirken sollte, aber er jammerte fürchterlich. Die Tierärztin meinte, dass die Spritze nicht gegen das Ziepen helfen würde, da müsse er durch. Er fiepte den ganzen Nachmittag und war sehr unruhig. Schließlich verabreichte ich ihm Staphisagria D 6 als Globuli. Das hatte schon Bijou nach ihrer Kastration gut geholfen.

Nach der dritten Gabe schlief er ein und jammerte auch nicht mehr. Und in der Nacht hatte er sogar schon gefressen. Am nächsten Morgen wiederholte ich die Gabe. Die Nachuntersuchung war zufriedenstellend, aber laut Tierärztin sollte ich ihm noch drei/vier Tage das Schmerzmittel geben, was ich am ersten Tag auch tat. Am zweiten Tag reduzierte ich es, da er schon anfing herumzuspringen. Ich dachte, dass ihm sein Körper ohne Schmerzmittel durch das Schmerzsignal schon sagen würde, wenn es zu viel ist. Zudem hat Emile ein ganz empfindliches Verdauungssystem und das Schmerzmittel greift es an. Am dritten Tag gab ich ihm nur noch das homöopathische Mittel. Jetzt ist es eine Woche her und alles ist super gut verheilt. Er läuft fast schon wieder genauso schnell wie vorher. Es lebe die alternative Medizin. Die hilft – neben einer Wärmflasche – übrigens auch bei Emiles Bauchschmerzen. Dazu beim nächsten Mal mehr.

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Es lebe das Lob – oder Entwurmen mit Haaren

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Manche Hunde sind genauso scharf auf ein Lob von Herrchen oder Frauchen wie auf ein Leckerchen. Das haben Neurowissenschaftler in den USA herausgefunden. Sie trainierten 15 Hunde so, dass sie freiwillig in die enge Röhre eines Magnetresonanztomographen gingen – und da dann auch ruhig sitzen blieben. Die Hunde mussten sich zudem drei Gegenstände und die dazugehörige Bedeutung merken: für ein pinkfarbenes Spielzeugauto bekamen sie Futter, für einen blauen Ritter ein verbales Lob und für eine Haarbürste gar keine Belohnung.

Wie die Forscher am Belohnungszentrum ablesen konnten, reagierten nur manche auf Leckerlis. Die meisten freuten sich mindestens so sehr über ein „Fein“ von Herrchen oder Frauchen. Das ist auch bei Emile und Bijou so. Sie lassen sich mit lobenden Worten meistens viel stärker zu etwas motivieren, als mit Leckerlis. Allerdings hat der Kameramann von ACE-Tv (www.ace1tv.de) heute doch zu dem Trick mit dem Hundesnack gegriffen, um Emile dazu zu bewegen, in Richtung Kamera zu schauen. Heute war der letzte Drehtag für die Pilotsendung „Tierisch schön in der Eifel“, die am 2. Oktober um 20.15 Uhr im WDR ausgestrahlt wird. 

Wir waren unter anderem an der Kasselburg, wo Emile und Bijou in der Hundestation untergebracht wurden, da sie nicht mit in den dortigen Adler- und Wolfspark (www.adler-wolfspark.de) durften. Frauchen ließ sich derweil von den Wölfen faszinieren. Es war schon erstaunlich zu sehen, wie wild sie aussehen und wie sehr sie trotzdem in ihrem Verhalten den Hunden ähneln. Interessant war auch, zu erfahren, wie Wölfe entwurmt werden: sie erhalten einfach einmal im Jahr ein ganzes Tier, das heißt, mit Haut und Haaren. In den Haaren verfangen sich im Darmtrakt die Würmer und werden mit dem Kot ausgeschieden.

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Mit Rohfutter gegen Krankheiten – Emile und sein gebeuteltes Verdauungssystem

Canon 420Emile hat Bauchspeicheldrüsenprobleme – was für ein Schock war die Diagnose des Tierarztes. Dabei ist er doch erst knapp sechs Jahre alt. Doch ich weiß nun, woher es kommt – www.google.de sei dank. Wie es aussieht, ist seine Darmflora – auch durch viele Entwurmungen – gestört und Keime konnten vom Darm in die Bauchspeicheldrüse aufsteigen. Und das kam so.

Ein Problemfall war der kleine Emile schon immer. Als er mit zehn Wochen zu uns kam, war er recht dünn. Welpenfutter sollte ihn etwas dicker machen, doch er litt unter ständigen Durchfällen. Er wurde gegen Würmer behandelt, was die Durchfälle kurzfristig besserte. Dann kam die Diagnose Giardien. Auch dagegen wurde er intensiv behandelt. Nach einem Aufenthalt in Italien im Herbst dann hatte sich der Unglückswurm auch noch einen Lungenwurm eingefangen. Auch der wurde erfolgreich behandelt. Aber richtig zunehmen wollte er nie.

Da die Durchfälle oder Bauchkrämpfe immer wieder auftraten und auch immer wieder Giardien diagnostiziert wurden, erhielt er eins der teuersten Trockenfutter am Markt, zumal ein Bioresonanztest eine Getreideunverträglichkeit hervorbrachte. Die Durchfälle ließen nach den Wurmbehandlungen und der Futterumstellung nach, um dann nach einiger Zeit wieder aufzutreten – wieder ein Hinweis auf Würmer, wie der Tierarzt immer meinte.

Der Umzug von Köln ins Umland brachte auch eine wesentliche Verbesserung. Emile nahm endlich zu und erhielt nach mehreren Versuchen mit verschiedenen Trockenfuttern Wolfsblut getreidefrei mit Pferdefleisch oder mit Wild, was er beides gut vertrug. Seine letzte Durchfallphase im vergangenen Jahr verschwand nach einer erneuten Wurmbehandlung. Die von mir in Eigenregie durchgeführte Kräuterentwurmung schien indes langfristig nicht von Erfolg gekrönt zu sein. Anders jedoch die Behandlung mit chinesischen Kräutern gegen Giardien, die nicht mehr auftraten.

In diesem Januar fing er jedoch mit Erbrechen an. Zwei Tage lang erbrach er zwischendurch, hatte aber Appetit und fraß normal. So dachte ich an eine einfache Magenverstimmung. Das Erbrechen verschwand, tauchte aber nach zwei Wochen wieder auf. Außerdem hatte er Bauchschmerzen, was ich immer daran erkenne, dass er nicht von meiner Seite weicht, damit ich ihm Reiki gebe und den Bauch streichle.

Mein Tierarzt war nicht da und ein Besuch bei einem anderen führte zu einer Röntgen- und Ultraschalluntersuchung. Die ergaben, dass Emiles Milz nicht da sitzt, wo sie normalerweise zu finden ist und dass sie vergrößert ist. Das sei jedoch rassespezifisch meinte der leitende Tierarzt. Trotzdem machte ich mir Sorgen und als er eine Woche später wieder erbrach, ließ ich eine Blutprobe machen. Noch am gleichen Tag rief die angestellte Tierärztin an und unterrichtete mich, dass die meisten Blutwerte zwar in Ordnung seien, nur der Bauchspeicheldrüsenwert sei erheblich erhöht. Um zu prüfen, ob es eine Entzündung oder eine Insuffizienz ist, sollte eine weitere Blutabnahme erfolgen.

Jetzt machte ich mich im Internet schlau über die Ursachen und Behandlung. Rohfutter und eine Darmsanierung wurde empfohlen So stellte ich auf Frischfutter um – und siehe da, kein Erbrechen mehr, keine Bauchschmerzen und auch das ständige Pupsen hörte auf. Seit knapp zwei Wochen frißt er nun täglich eine große Portion frisches Lamm, Pferd oder Rinderhack, in das ich Möhren reibe, eine halbe Kartoffel zerdrücke und einen Eßlöffel Joghurt zur Darmsanierung hinzufüge. Zudem bekommt er ein Mineralpulver, Kürbiskerne, etwas Leinöl und Eichhornia D6. Das habe ich selbst bei meinen Bauchspeicheldrüsenproblemen genommen. Trockenfutter steht zwar immer noch stets freßbereit, jedoch nimmt er es nur, wenn ihn nachts der Hunger überkommt.

Wie es aussieht, habe ich derzeit einen völlig beschwerdefreien Hund und bin gespannt, was eine erneute Blutabnahme ergibt. Die werde ich nach einigen Wochen durchführen lassen, um zu sehen, inwiefern sich die Werte nach den eingeleiteten Maßnahmen gebessert haben. Und Würmer sollte er dann auch nicht mehr bekommen, denn wenn der Darm gesund ist, kann er ganz gut selbst mit Parasiten fertig werden. Da helfen dann übrigens auch die Kürbiskerne und die von mir schon früher verabreichten Kräuter.

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Bijou Hinkebein

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Bijou hinkt. Das bedeutet eigentlich nichts Schlimmes, denn das passiert schon mal. Entweder sie hat sich vertreten oder sie hat zuviel am Pfötchen herum geknabbert oder hat gebuddelt, aber meistens ist es kurze Zeit später schon wieder gut. Dieses Mal ist es aber anders. Emile und Bijou waren gestern den ganzen Tag über draußen, da auch Frauchen im Garten gewurschtelt hat. Bijou lag die meiste Zeit vor der Hecke und beobachtete den Bürgersteig.

Als ich sie rief, weil es Fressen geben sollte, kam sie angehumpelt, ohne dass ich mir große Gedanken gemacht hätte. Erst als sie heute Morgen immer noch nicht auf ihr linkes Vorderpfötchen auftrat, machte ich mir Gedanken. Zunächst gab es nur einen kurzen Spaziergang für das Häufchen. Dann brachte ich sie wieder nach Hause und lief allein mit Emile.

Das machte ihm relativ wenig aus. Erst nachdem wir anderen Hunden begegnet waren, fiel ihm wohl wieder ein, dass Bijou fehlte, denn danach wollte er gar nicht mehr weiter. Als wir schließlich wieder Zuhause ankamen, bellte Bijou und er war ganz aufgeregt und begrüßte sie. Im hellen Sonnenlicht und mit Brille machte ich mich daran, das Pfötchen zu untersuchen, ohne jedoch etwas feststellen zu können.

Ich versuchte es mit Kühlen, aber das brachte nichts. Ich versuchte Bryonia D 6, aber auch das änderte nichts. Ich untersuchte das Pfötchen erneut und sie quitschte, als ich an ihre Ballen kam. Okay, also nicht das Gelenk, sondern die Zehen, dachte ich mir. Ich tippte auf kleine Verletzungen und rieb das Pfötchen mit Penaten-Creme ein – ohne Erfolg. Jetzt gab es ein Bad in Kamille in der Hoffnung auf Erfolg. Stellt sich der nicht ein, geht es morgen zum Tierarzt.

Ich werde ihr in jedem Fall Blut abnehmen lassen, denn ich mache mir Gedanken, dass es ja auch ein Gelenkproblem sein könnte, was auf einen Zeckenbiss zurückzuführen ist. An der Begegnung mit dem Igel liegt es jedenfalls nicht – das war vergangene Woche.

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Diagnose Prostatitis – Emile soll seine Manneskraft verlieren

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Großes Drama für Emile – der Tierarzt empfiehlt eine (chemische oder chirurgische) Kastration. Aber damit können wir Drei uns nun gar nicht anfreunden. Hintergrund für diese Empfehlung ist eine stark vergrößerte Prostata. Bei Rüden umschließt die Vorsteherdrüse im Becken die Harnröhre, in die sie auch den Teil der Samenflüssigkeit abgibt, den sie produziert. Bei Veränderungen des Hormonhaushaltes ändert sich ihre Struktur und Größe.

Schuld daran ist das Testosteron, das eine Vermehrung und Vergrößerung der Drüsenzellen bewirkt. Das kann auch zu Zysten führen. Mit zunehmendem Alter ist eine Vergrößerung der Prostata normal, tritt aber normalerweise erst ab etwa sieben Jahren auf. Emile ist gerade mal fünf und der Tierarzt hat die Diagnose gestellt, nachdem er mit dem Finger seinen Enddarm abgetastet hat. Er hätte auch röntgen, Blut- und Urinuntersuchungen durchführen können, was er aber für nicht nötig hielt, da die Diagnose eindeutig sei.

Nur in seltenen Fällen wird die Prostata so groß, dass sie den Kot- und Harnabsatz behindert. Anzeichen dafür sind ein bandförmiger, plattgedrückter Stuhl und das unregelmäßige Erscheinen blutiger oder gelber Tröpfchen auf der Penisspitze. Nur Letzteres hat Emile und die blutigen Tröpfchen haben mich dazu gebracht, zum Tierarzt zu gehen. Abgesehen davon geht es ihm gut. Die Harn- und Kotprobleme hat er nicht.

Nur mit Hormonen kann die Prostata laut dem Tierarzt zu einer Schrumpfung gebracht werden. Besser ist daher die chirurgische oder chemische Kastration. Bei Letzterer wird ein Hormonchip unter die Haut gepflanzt, der bis zu acht Monate Wirkstoffe an den Körper des Rüden abgibt, die die übermäßige Testosteronproduktion verhindern und so eine Verkleinerung der Prostata bewirken. Das wiederum belastet aber auch seinen Organismus, bleibt daher nur die chirurgische Kastration. Da ich aber gerne mal Junge von Emile haben wollte und mich auch sonst nicht so wirklich damit anfreunden kann, ohne nicht andere Dinge probiert zu haben, wählte ich jetzt zunächst das kleinste Übel, nämlich eine Hormonspritze, die bis sechs bis acht Wochen hält.

Wie ich herausfand, kann die Prostata auch durch Bakterien oder Pilze vergrößert sein. Jedenfalls muss die Prostataerkrankung unter Beobachtung bleiben. Zunächst einmal probiere ich jetzt homöopathische Mittel. Sie sollen unter anderem bei der Beseitigung des Ausflusses helfen. Ist er eitrig und besteht ein starker Hang nach warmen Orten, soll Hepar Sulfuris helfen, bei chronischem, dünnem Ausfluss Silicea, bei gelbgrüner Farbe Pulsatilla. Bei Geschwüren kann Mercurius solubilis eingesetzt werden, während Origanum majorana den Geschlechtstrieb regulierend beeinflussen soll. Junge Rüden sollen Staphisagria bekommen, alte Agnus castus. Auch Nux Vomica oder Cantharis helfen etwa bei Darmproblemen und Blasenentzündungen. Ich probiere es jetzt mal mit Silicea. Aber ich fürchte, langfristig gibt es nur das eine.

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Vorsicht vor Schnecken

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Ganz harmlos kommen sie daher, aber eigentlich sind sie sehr gefährlich und können Hunde sogar töten. Die Rede ist von Schnecken (Nacktschnecken und Schnecken mit Häuschen). Nicht sie selbst sind esr, die den Hunden etwas antun, es sind die Parasiten, die sie oftmals in sich tragen. Die Rede ist von Lungenwürmerlarven, deren Zwischenwirt sie sind. Insbesondere junge Hunde mit einem weniger stabilen Immunsystem stehen in der Gefahr, sich zu infizieren.

Auch Emile hatte schon einmal einen Lungenwurm. Er hat ihn sich, als er noch kein Jahr alt war, im Italien-Urlaub eingefangen. Zum Glück haben wir es rechtzeitig bemerkt. Unter anderem litt er an Husten. Denn Lungenwürmer setzen sich in Luftröhre, Bronchien und Lungenbläschen und teilweise sogar in den großen Herz- und Lungengefäßen ihrer Wirte fest.

Wie eine aktuelle Studie ergab, sind Lungenwurminfektionen bei Hunden in Deutschland häufiger als bislang angenommen. In sechs Prozent der Kotproben von 810 untersuchten Hunden ließen sich die Lungenwürmer nachweisen, die früher nur in südlichen Ländern Europas, in Afrika, Nord- und Südamerika vertreten waren. Gehäuft treten Lungenwürmer inzwischen auch in Dänemark, Frankreich und Großbritannien auf. In Deutschland gibt es Infektionen in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland sowie begrenzten Gebieten in Bayern, Sachsen und Brandenburg.

Anzeichen für einen Lungenwurmbefall sind Husten, Nasenbluten sowie blaue Flecken oder auch Verhaltensauffälligkeiten, da das zentrale Nervensystem angegriffen sein kann. Wenn die Larven der Lungenwürmer verschluckt werden, gelangen sie über den Darm und die Leber in die Lunge und die großen Gefäße, die die Lunge mit Blut versorgen. Hier wachsen sie heran und legen ihre Eier ab. Aus diesen Eiern schlüpfen kleine Larven, die in der Lunge umherwandern. Dadurch entstehen Gewebereizungen und kleine Entzündungsherde sowie Eiter, da die Lunge versucht, den Fremdkörper wieder loszuwerden.

Da auch die großen Blutgefäße nahe des Herzens betroffen sein können, kann es auch zu spontanem oder Blutungen unter der Haut kommen. Manchmal weisen auch Verhaltensänderungen auf einen Befall hin, da das zentrale Nervensystem auch befallen sein kann. Die Larven in der Lunge werden zum Teil hochgehustet und wieder geschluckt. So gelangen sie wieder in den Darm, wo sie im Kot nachgewiesen werden können.

Bei dem Verdacht reicht also eine Kotprobe aus. Entfernt werden die Lungenwürmer mit herkömmlichen Wurmmitteln. Trotz dieser Gefahr sollte man allerdings nicht wahllos entwurmen, weil das wiederum die Darmschleimhaut schädigt. Lieber sollte man von Zeit den Kot testen lassen – und man sollte seinen Hund davon abhalten, Schnecken zu fressen.

s.a.: http://www.inga-spruenken.de/?p=650

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Arme Dickerchen – wenn der Winterspeck krank macht

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Nicht nur Menschen haben mit Übergewicht zu kämpfen, auch viele Hunde leiden daran. Da es Rassen gibt, die immer alles fressen, was sie vorgesetzt bekommen und es leider auch Menschen gibt, die es zu gut meinen, sind viele Hunde übergewichtig. Wie die Tierschutzorganisation TASSO e.V. berichtet, kann Übergewicht bei Hunden in Zusammenhang mit fehlender Bewegung aber zu Krankheiten wie Fettleber, Diabetes mellitus, Gelenkbeschwerden, Atemnot, Herz-Kreislaufprobleme und Bluthochdruck und die Lebenserwartung des Tieres erheblich herabsetzen.

Emile und Bijou haben eher das gegenteilige Problem. Sind sie doch eher „mäkelige Esser“. Man muss Emile förmlich bitten, dass er sein Futter anrührt. Bei ihm besteht eher die Gefahr, dass er zu dünn, statt zu dick wird. Das liegt aber nicht nur daran, dass er sehr wählerisch im Hinblick auf sein Futter ist, sondern auch an seinem Windhund-Stoffwechsel. Das heißt, je mehr er frisst, umso mehr kommt hinten wieder raus, so dass er niemals Fett ansetzen kann. Und auch Bijou neigt dazu, eher zu wenig, als zuviel zu fressen und hat offensichtlich einen schnellen Stoffwechsel. Darum haben beide immer volle Futternäpfe, so dass sie fressen können, sobald sie Hunger haben. Und das tun sie oftmals nachts. Morgens ist dann alles leer geputzt.

Bei gierigen Hunden rät Tasso, dass man sobald sich die Körperkontur nicht mehr erkennen lässt, es höchste Zeit ist, die Futterrationen zu überdenken. Bevor man sein Tier aber auf Diät setzt, sollte man den Tierarzt befragen und sich vergewissern, dass das Übergewicht nicht etwa Symptom einer bestehenden Krankheit wie einer Schilddrüsenunterfunktion oder einer anderen Stoffwechselkrankheit ist. Und auch eine Kastration kann die Verbrennung herabsetzen und zur Gewichtszunahme führen.

Also ist es wichtig, dass Hunde nicht mehr Kalorien aufnehmen, als sie verbrennen. „Ein großes Problem ist die nicht artgerechte Ernährung. Verschiedene Leckerlies mit Joghurt, Honig und anderen süßen Zusätzen erschweren es manch einem Tierhalter, im Tierbedarfsladen am Regal vorbeizugehen“, weiß Dr. Anette Fach, die für die Tierschutzorganisation TASSO tätige Tierärztin. Man sollte zudem auf ausreichende Bewegung achten, damit der Hund nach seinem arttypischen Bedarf gesund und glücklich ist. Dazu gehören Rennen und Toben sowie regelmäßige Spaziergänge. Die helfen auch gegen manch eine Speckrolle, die Herrchen und Frauchen über die Festtage angesetzt haben.

Weitere Tipps zum verantwortungsvollen Umgang mit dem Tier gibt es auch unter www.tasso.net.

 

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