Gegen Zecken und Milben ist ein Kraut gewachsen

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Tierärzte empfehlen gegen Zecken am liebsten Spot-On-Präparate wie Frontline. Hunden, die darauf mit Hautirritationen reagieren wird auch gerne ein Parasiten-Halsband empfohlen. Meine Erfahrungen mit diesen Produkten sind nicht besonders gut. Als ich Bijou gerade neu hatte, sie kam ja aus den „verseuchten Mittelmeerländern“, brachte sie nicht nur Flöhe mit, sondern auch durch die dortigen Zecken ausgelöste Krankheiten wie Babesiose und Ehrlichiose. Beides war mit Antibiotika gut in den Griff zu kriegen und die Flöhe verschwanden dank Frontline.

Da es so gut geholfen hatte und der Tierarzt empfahl, Frontline regelmäßig auch gegen Zecken und anderes Ungeziefer zu verabreichen, habe ich ihr das insgesamt dreimal – in den empfohlenen Abständen natürlich – verabreicht. Nach dem zweiten Mal lag sie abends bei mir auf dem Schoß, war ganz apathisch und speichelte. Da es am Wochenende war, fuhr ich zum tierärztlichen Notdienst, der sie untersuchte und meinte, sie hätte vielleicht eine Infektion. Vom Spot-On könne so etwas jedenfalls nicht kommen, meinte er auf meine Vermutung hin und verabreichte ihr sicherheitshalber mal ein Antibotikum. (!)

Nach dem nächsten Auftragen einige Zeit später zeigten sich jedoch die gleichen Symptome und mir wurde klar, dass dies tatsächlich mit dem Präparat in Zusammenhang stand. Ich recherchierte im Internet und fand heraus, dass es sich bei dem Mittel um ein Nervengift handelt, das laut Bayer nur selten Nebenwirkungen verursachen sollte. Da aber die im Internet beschriebenen Vergiftungserscheinungen exakt dem entsprachen, was sich bei Bijou zeigte, war bei mir sofort klar, dass es damit zusammenhing, auch wenn der Tierarzt das vehement verneinte.

Inzwischen weiß ich, dass Collies wegen einer bestimmten Genmutation diese Giftpräparate nicht vertragen. Das legte nun den Verdacht nahe, dass Bijou ihr voluminöses Fell wohl einer Collimischung (vielleicht ein Sheltie?) verdankt. Auch wenn sich das also auf bestimmte Hunderassen beschränkt, sollte verantwortungsvollen Hundebesitzern die Geschichte doch zu denken geben. So bestätigt auch die österreichische Tierärztin Dr. Jutta Ziegler in ihrem Buch „Hunde würden länger leben, wenn ….“ (http://www.dr-ziegler.eu/) dass diese chemischen Giftkeulen dem Hundeorganismus auf Dauer erheblich schaden können.

Leider hat sich diese Meinung bei den hiesigen Tierärzten offensichtlich noch nicht so durchgesetzt. Für mich und meine Tiere kommt das Zeug aber jedenfalls nicht mehr in Frage. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein gesunder Hund an einem Zeckenbiss erkrankt, ist nach Auffassung von Dr. Ziegler eher gering im Hinblick auf die Tatsache, dass er durch den ständig verabreichten Giftcocktail Krebs oder sonstige (tödliche) Krankheiten bekommt.

Was also tun bei Zecken? Neben ätherischen Ölen wie Teebaum- und Zitronenöl sowie Lavendel oder Pfefferminz, die allerdings weniger wirksam sind, schwören manche Hundebesitzer auf Knoblauch gegen Zecken. Ins Futter gemischt, soll der Geruch die Insekten abschrecken. Hierbei ist allerdings die Dosierung wichtig, da zuviel Knoblauch die Blutplättchen des Hundes verkleben kann. Andere empfehlen Kokosöl, das ins Fell eingerieben wird. Es gibt aber auch einen Zeckenschutz-Chip am Halsband, der den Hund mit Hilfe von Bioresonanz vor Zecken schützen soll. Er kostet um die 25 Euro und soll 24 Monate halten. Und auch Bernstein am Halsband soll die diese Wirkung haben.

Das alles habe ich zugegebenermaßen bisher noch nicht probiert, denn als wir noch in Köln wohnten (bis Herbst 2012), haben die beiden kaum Zecken gehabt. So habe ich gar nichts verabreicht beziehungsweise manchmal eine spezielle Mischung von ätherischen Ölen, die ich im Zoohandel bekommen habe. Die musste den Hunden vom Kopf bis zum Schwanz in einem Abstand von etwa drei Zentimeter auf den Rücken geträufelt werden. Das hat ganz gut funktioniert, aber Emile und Bijou waren davon nicht so sehr begeistert, da es sehr intensiv roch.

Bei den Recherchen zu meinem Hundestadtführer „Fred und Otto unterwegs in Köln“ entdeckte ich aber im vergangenen Sommer bei einem Tierarzt Inuzid-Spray. Das war gerade frisch auf den Markt gekommen und der Hersteller, die Firma Inuvet Hundegesundheit GmbH, warb sogar mit einer Rücknahmegarantie für den Fall, dass sich trotzdem Zecken über den Hund hermachen. Erhältlich ist das nur aus natürlichen Wirkstoffen, nämlich Mutterkraut, bestehende und geruchsneutrale Produkt nur beim Tierarzt. Der einzige Nachteil ist, dass man den Hund alle drei Tage aufs Neue damit einsprühen muss. Aber dank des ebenfalls darin enthaltenen Sesamöls wird das Fell superschön glänzend. Bei uns jedenfalls ist das bis jetzt das Mittel der Wahl.

Ob es aber auch in südlichen Ländern gute Dienste leistet, kann ich noch nicht sagen, denn da herrschen ja verschärfte Bedingungen, warum und welche erzähle ich im nächsten Beitrag.

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3 Gedanken zu “Gegen Zecken und Milben ist ein Kraut gewachsen

  1. Ha, auf diesen Beitrag habe ich gewartet, wobei sich unser Zeckenproblem dank Knoblauch derzeit zu erledigen scheint.
    Ich verdrücke Knoblauchzehen und mixe sie dann ganz fein in Rapsöl. Diese Mischung bekommt mein Spike täglich auf sein Futter, einen Teelöffel- mehr Öl als Knobi und das scheint gut zu klappen.
    Wo sonst täglich die fetten Zecken aus dem Fell fielen, weil ich sie oft im scharzen Fell übersah, habe ich jetzt maximal eine in der Woche.
    Sollte sich daran etwas ändern, werde ich meinen Tierarzt nach Inuzid, ein sehr wertvoller Hinweis
    Vielen Dank und lieben Gruß
    Elke

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