Immer Ärger mit der Steuer

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Dank Uli Hoeneß ist das Thema Steuern derzeit wieder in aller Munde. Mit den Steuern finanzieren wir Bürger unsere Politiker und alles, was sie so beschließen. Leider haben wir nur alle vier Jahre einmal Einfluss darauf, da es in Deutschland keinen Volksentscheid gibt. So gibt es immer häufiger den Begriff des „Wutbürgers“. Denn die Menschen sind immer weniger bereit, einfach alles über ihre Köpfe hinweg entscheiden zu lassen. Und wenn der einzelne Bürger mal ein Anliegen hat, und sei es auch noch so berechtigt – wie etwa die Überwachung von Geschwindigkeitsüberschreitungen in geschlossenen Ortschaften – verhallt es ungehört. Das ist mehr als ärgerlich und ungerecht. Denn für die Steuern, die man zahlt, erwartet man ja auch irgendwo eine Leistung.

Was die Hundesteuer angeht, so erbringt die Stadt Köln diese Leistung in der Form, dass sie die Verschmutzung der Straßen durch Hundekot verhindert. Sie entfernt die Hundehaufen und stellt vermehrt Hundekottütenspender auf. Rund 32.000 Hunde sind in der Domsadt gemeldet. Bei einer Einwohnerzahl von über einer Millionen hat demnach jeder 32. Einwohner einen Hund. Das ist bei einem Hundesteuersatz von 156 Euro (ermäßigt 60 Euro) eine gute Einnahmequelle. So ist es nicht verwunderlich, dass die Stadt da hinterher ist.

Mit Schwerpunktkontrollen in Gebieten, wo viele unangemeldete Hunde vermutet werden, versucht das Steueramt den Steuersündern auf die Schliche zu kommen. Dazu kontrolliert der Außendienst nicht nur, ob die Hunde, die in der Stadt unterwegs sind, eine gut sichtbare gültige Hundemarke tragen, sondern führt auch Kontrollen an Wohnungstüren durch. Laut dem Steueramt steigt danach zumeist die Zahl der Hundeanmeldungen. Aber auch dann ist man nicht aus dem Schneider, denn die Stadt prüft dann auch, wie lange der Hund schon in Köln lebt. Bußgelder bis zu 1000 Euro müssen Steuersünder berappen. Wer wie Hoeneß mehrere Millionen hat, den dürfte das allerdings nicht schrecken.

Mehr zum Thema Hundesteuer gibt es auch in „Fred & Otto unterwegs in Köln“. 

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