Weihnachtliche Gefahr für Hund und Katz

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Die Adventszeit und die Weihnachtstage sind meist mit viel Trubel verbunden, den auch die Tiere zu spüren bekommen. Kerzen, Christbaumschmuck und ungesunde Leckereien von der Festtafel sind für viele dabei Verlockung und Gefahr zugleich. Damit Weihnachten für Mensch und Tier stressfrei bleibt, gibt der Deutsche Tierschutzbund (https://www.tierschutzbund.de) Tipps für den Umgang mit Hund, Katze und Co. während der Feiertage. Ein Haustier und insbesondere ein Hund oder eine Katze sind in der Regel richtige Familienmitglieder.

Einsamen Menschen dienen sie gar als Ersatz für eine fehlende Bezugsperson. Da ist es nicht verwunderlich, dass das Tier auch ein Weihnachtsgeschenk erhalten soll. Nur sollte man darauf achten, dass die Leckereien, Spielzeug oder Zubehör tierschutzgerecht sind. Zum einen können spontane Futterumstellungen zu Problemen führen, zum anderen sind zuckerhaltige Snacks oder Gebäck, das für den menschlichen Verzehr gedacht ist, absolut ungeeignet. Schokolade etwa enthält Theobromin, was bei Tieren zu schweren Vergiftungserscheinungen und im schlimmsten Fall zum Tod führen kann. Auch splitternde Geflügelknochen oder Fischgräten bergen ein hohes Risiko innerer Verletzungen.

Bei der Auswahl von Tierspielzeug und -zubehör sollte man darauf achten, dass keine Teile, zum Beispiel aus Plastik, abgenagt und dann verschluckt werden können. Auch normale Kuscheltiere sind nicht unbedingt für Hunde oder Katzen geeignet. Besser greift man auf eigens für sie produzierte Stofftiere zurück. Ein schönes Weihnachtsgeschenk für Hunde ist etwa ist ein Futterball, den man mit Leckereien bestücken kann. Solche Stöber- und Geschicklichkeitsspiele tragen zur geistigen Anregung bei, weil der Hund sich sein Futter erarbeiten muss. Und Emile bekommt übrigens ein neues Mäntelchen – aber dazu an anderer Stelle mehr (s.a. den Beitrag: Emile und seine Kleider – http://www.inga-spruenken.de/das-mantelchen-die-vierte-emile-und-seine-kleider/).

Gerade wenn sich an den Weihnachtstagen viel Besuch ankündigt, sollten Hunde und Katzen jederzeit Zugang zu einem Rückzugsort haben, an dem sie völlig ungestört sein können. Katzen sind da noch empfindlicher als Hunde, die gerne dabei sind. Neugierige Tiere können sich an Kerzen verbrennen oder sie umstoßen, so dass man Tiere und brennende Kerzen nie ohne Aufsicht in einem Raum lassen sollte. Auch der Christbaum fasziniert viele Hunde und Katzen. Wenn sie den Baum anspringen, könnte er umfallen. Daher sollte er besser mit einem Haken an der Wand befestigt sein. Geschenkbänder und Lametta könnten beim Verschlucken einen lebensbedrohlichen Zustand erzeugen, wenn sie sich etwa im Darm „auffädeln“. Daher sollte man grundsätzlich besser Baumschmuck aus Naturmaterialien, wie Stroh oder Holz, verwenden.

Pflanzen wie Amaryllis, Weihnachtsstern, Stechpalmen, Christrosen oder Misteln enthalten für Haustiere giftige Substanzen, die zu Magen-Darmbeschwerden mit Krämpfen und oft blutigem Durchfall, Erbrechen, Leberschädigung und Herzrhythmusstörungen führen können. Je nach aufgenommener Menge ist der Tod durch eine Weihnachtsstern-Vergiftung nicht ausgeschlossen. Die Pflanzen sollten daher immer außer Reichweite der Tiere stehen. Auch auf Duftöle und Schneespray, an denen die Tiere lecken könnten, sollten Tierhalter wegen giftiger Inhaltsstoffe besser verzichten.

Wenn man ein paar Vorsichtsmaßnahmen beachtet, kann Weihnachten für Mensch und Tier indes zu einem entspannten und fröhlichen Fest werden. In diesem Sinne wünschen Bijou & Emile frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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Ahnenforschung Hund – oder Wölfe sind Fleischfresser

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Der Hund stammt vom Wolf ab – darin sind sich Wissenschaftler einig. Doch wo gab es die engsten Vorfahren der Hunde, die wir heute kennen? „In Europa“, sagen die einen, „im Nahen Osten“, die anderen und auch Sibirien und Südchina sind Regionen, die in diesem Zusammenhang gerne genannt werden.

In der Deutschland-Radio-Wissens-Reihe wurde kürzlich gemeldet, dass ein internationales Forscherteam meint, die Antwort auf diese Frage gefunden zu haben. Demnach lebten die Vorfahren unserer heutigen Hunde vor mindestens 15.000 Jahren in Zentralasien. Das schlossen die Forscher aus einer DNA-Analyse, ähnlich der, mit der herausgefunden wurde, dass die direkten Vorfahren des Menschen in Ostafrika lebten. Die DNA wurde – anders als bei früheren Vorgehensweisen – nicht nur von reinrassigen Hunden, sondern auch von allen möglichen Mischlingshunden mit einbezogen und mit der von Fossilienfunden aus Zentralasien verglichen.

Ob die Hunde dort auch domestiziert wurden oder schon domestiziert nach Zentralasien kamen, steht indes in den Sternen. Aber so wirklich wichtig ist dies auch nicht. Wichtig ist indes, zu wissen (und zu berücksichtigen), dass Hunde wie ihre Vorfahren nun einmal Fleischfresser sind. Das wiederum wird in den herkömmlichen Trockenfuttern nicht berücksichtigt. Die meisten enthalten einen höheren Anteil pflanzlicher, als tierischer Stoffe und nur winzige Anteile an richtigem Fleisch. Diese dauerhafte Fehlernährung kann, zumal Hunde wie Menschen dank der Medizin auch immer älter werden, zu Problemen mit den Verdauungsorganen führen. Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse sind bei Hunden auf dem Vormarsch.

Wer dem entgegenwirken möchte, sollte die Zutaten der Trockenfutter vor dem Kauf mal genauer unter die Lupe nehmen. Bijou und Emile jedenfalls erhalten ein Trockenfutter, dessen reiner Fleischgehalt bei über 60 Prozent liegt. Und da Frauchen die 15-Kilo-Säcke zu schwer sind, muss das Tragen der Postbote übernehmen (www.petspremium.de). Wenn er das dicke Paket dann bringt, sind Emile und Bijou mit Feuereifer dabei. Schließlich riechen ihre feinen Nasen das Futter selbst noch in der luftdichten Verpackung. Wie schon ihre Vorfahren sind sie im Futter-Finden einfach unschlagbar.

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Eine Kutschfahrt, die ist lustig

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Wandern und Kultur standen auf dem Programm beim jüngsten Urlaub, zu dem Emile und Bijou starteten. Auch wenn sie wenig begeistert von der Autofahrt an sich waren, zeigten sich die beiden erfahrenen Urlauber vom Hotelzimmer in Schellerhau (http://www.berghotel-lockwitzgrund.de), einem auch als Wintersportort beliebten Höhendorf, angetan. Als wären sie Zuhause, machten sie es sich sofort auf ihren Decken gemütlich und bettelten nach Futter. So gestärkt und ausgeschlafen waren sie dann am nächsten Tag freudig mit von der Partie, als anstatt über die Höhen und durch die Täler des Erzgebirges zu wandern, aus wettertechnischen Gründen eine Stadtbesichtigung anstand: Dresden galt es zu erkunden, und dass nicht nur auf vier Pfoten, sondern sogar in einer Kutsche. Große Aufregung herrschte, als das Gefährt sich anschickte, loszurollen – hatten die beiden doch noch keinerlei Erfahrung mit dieser Art der Fortbewegung. Während des anschließenden Einkaufsbummels der Zweibeiner zogen sie es daher auch vor, sich auf dem Rücksitz des Autos von diesen Aufregungen zu erholen.

Das brave Warten hatte sich gelohnt, denn am nächsten Tag galt es endlich, das Erzgebirge auf vier Pfoten zu erkunden. Geschlagene acht Stunden ging es auf Berge, durch Täler, durch Orte und Wälder, vorbei an alten Stollen und an einem Goethe-Denkmal, wo die belesene Hundetruppe gerne fürs Foto posierte. Mal eben über die grüne Grenze nach Tschechien und ein Foto mit Grenzstein gemacht, dann wieder eine Einkehr, wo es Leckerchen und ein Wasserschälchen gab. Einzig das Besucherbergwerk in Zinnwald wollte keine vierbeinigen Besucher. Das stellte sich jedoch im Nachhinein als Glück heraus – wären es doch nochmals knapp drei Kilometer gewesen, die die müden Vier- und Zweibeiner unter Tage hätten laufen müssen.

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Die Nacht jedenfalls wurde ganz intensiv zum Ausruhen genutzt, schließlich stand am nächsten Tag ein Besuch im Elbsandsteingebirge auf dem Programm. Hinauf auf die Feste Königstein, wo Hunde im Außengelände, nicht aber in den Gebäuden erlaubt sind. Das lohnte sich trotzdem, allein schon wegen der Aussicht. Außerdem konnten sich Herrchen und Frauchen ja auch abwechseln beim Besuch des Innenlebens der alten Grenzfestung, die traumhafte Ausblicke aufs Elbtal und die umliegenden Tafelberge bot. Nach einer Fahrt mit der Elbfähre ging es schließlich noch hoch auf die für ihre Brücke in schwindelnder Höhe bekannte und oft fotografierte Bastei. Unzählige Stufen steil bergauf wollte sich Bijou dann doch nicht antun und ließ sich lieber tragen, während Emile freudig voranstrebte, um sich schließlich hoch über der Elbe stolz fotografieren zu lassen. Frauchens Höhenangst stieß bei den beiden jedenfalls auf wenig Verständnis.

Der angedachte Besuch von Prag für den darauffolgenden Tag wurde vom menschlichen und tierischen Familienrat gemeinsam über den Haufen geworden, um bei schönstem Herbstwetter lieber einen kleinen Ausflug in die nächstgelegene tschechische Stadt Teplice zu unternehmen. Dort gab es sogar einen eigenen Laden mit sehr günstigen Hunde-Leckerlis, was den beiden besonders gut gefiel. Am Nachmittag dann brachen alle gemeinsam noch einmal zu einer Wanderung über die Höhen des Erzgebirges auf, was in einem Abendessen in einem superkitschigen Erzgebirge-Lokal in Altenberg endete. Nach der gut überstandenen Rückfahrt, die über Leipzig führte – dort wurde die arme Bijou im Café Mephisto vom stündlich mit einem Donnergrollen erscheinenden Teufel erschreckt – warten die beiden nun schon auf den nächsten Urlaub. Schließlich gibt es nichts Schöneres, als den ganzen Tag über mit seinen Menschen auf Tour zu sein. Blöd, dass die auch immer arbeiten müssen….

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Urlaubsfreuden an der Ostsee

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Ihren Urlaub haben nicht nur Frauchen und Herrchen genossen, sondern auch Emile und Bijou. Im August ging es mit dem Campingbus nach Mecklenburg-Vorpommern zunächst an die Seenplatte, wo wir den Geburtstag eines Freundes an dessen Bootsliegeplatz feierten. Allerdings gefiel es den Fellnasen am Fleesensee nicht so gut. Schließlich gab es rund um den Yachthafen Lebbin wenig bis gar keine hundefreundlichen Spazierwege. Die Wege führten zumeist an der Straße entlang und auch das Baden im See war für Emile und Bijou tabu, denn Hunde waren am Seestrand nicht erlaubt. Die Argumentation, dass es sich ja eigentlich nicht um einen Strand, sondern um eine Wiese handelte, war zwar richtig, wäre aber letztlich nicht durchzusetzen gewesen. So legten wir uns ganz an den äußeren Rand unter einen Baum, was niemanden störte, da Emile und Bijou immer ganz brav auf ihrem Platz bleiben. So dauerte der Aufenthalt dort nur drei Nächte.

Deutlich schöner und entspannter war es für die Herr und Hund im Ostsee-Örtchen Freest direkt gegenüber der Insel Usedom. Dort gab es nicht nur einen äußerst unkonventionellen und hundefreundlichen Campingplatz (www.campingplatzfreest.de), sondern dahinter ein Waldgebiet für ausgedehnte Spaziergänge. Zudem waren es nur fünf Minuten zum Hafen und zum Strand, auf dem zu großen Teilen auch Hunde erlaubt waren. Das gefiel uns so gut, dass der ursprüngliche Plan, noch weitere Orte an der Ostsee anzufahren, verworfen wurde. Stattdessen genossen wir alle acht unbeschwerte Tage mit Strandleben, Fahrradtouren und Spaziergängen.

Emiile und Bijou hatten viel Spaß am Strand und machten einige neue Hundebekanntschaften. Im Gegensatz zu anderen Hunden zeigten sie sich äußerst brav und lagen die meiste Zeit unangeleint (!) dort, wo auch wir so rumlagen. Natürlich war immer ein Baum in der Nähe, damit sie auch in den Schatten ausweichen konnten. Ab und zu gab es auch mal ein kleines Bad im Meer. Hier an der Peenemündung sorgt die Boddenlandschaft dafür, dass man ewig lang ins Wasser laufen kann, bevor es tiefer wird. Allerdings waren Emile und Bijou lieber an Land, als im Wasser und mussten dann auch schon mal „zwangsweise“ abgekühlt werden. Insbesondere Bijou mit ihrem langen Fell wurde es schon mal zu warm. Da nützte auch das mitgeführte Wasserschälchen nichts. Die Besuche im Meer quittierte sie jedes Mal, mit großen Schwanzwedeln, obwohl sie sich anfangs immer erst mit allen vier Pfoten sträubte. Auch Emile machte ein eher angewidertes Gesicht, wenn er seine Pfoten in das kühle Wasser tauchen sollte.

Am Campingplatz konnten die beiden sich ungehindert auf der Wiese rekeln. Wie unkompliziert es dort doch zuging, erfuhren wir auf der Rücktour, als wir nochmals einen Stopp auf einem Campingplatz am Plauer See einlegten. Dort war alles reglementiert und Hunde – auch die, die brav waren – mussten streng an die Leine. Der Rückweg führte schließlich über das mittelalterlich anmutende Städtchen Quedlinburg in einer Tour zurück. Es hat allen Vieren hervorragend gefallen. Gemeinsam ist es einfach am schönsten…

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Hund im Backofen – Tipps zur Ersten Hilfe

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Endlich ist er da der Sommer. Mit Temperaturen bis 36 Grad ist er für Fellträger nicht unbedingt immer ein Vergnügen. Das gilt umso mehr bei langhaarigen Hunden. Nicht jeder kann es sich wie Bijou am Teich gemütlich machen. Daher wird immer wieder vor langen Spaziergängen in großer Sommerhitze gewarnt und empfohlen, sie in die Abend- und Morgenstunden zu verlegen.

Laut Tasso gab es auch in den letzten Wochen wieder zahlreiche Meldungen, die von qualvoll verstorbenen Hunden in überhitzten Autos berichten. Offensichtlich gibt es immer noch Zeitgenossen, die nicht, dass das Auto bereits bei mittleren Temperaturen schnell zur Hitze-Falle werden können. „Ein Hund gehört ab 20 Grad Celsius nicht in ein verschlossenes Fahrzeug“, warnt Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V. „Leider glauben viele Leute immer noch, dass ein wenige Zentimeter geöffnetes Fenster oder ein Parkplatz im Schatten ausreichend sind, um dem Hund genügend Abkühlung zu verschaffen.“

Ein Trugschluss, denn das Autoinnere kann sich bei steigenden Temperaturen schnell auf über 50 Grad Celsius aufheizen. Wenige Minuten reichen dann schon aus, um einen Hund in eine lebensbedrohliche Situation zu bringen. Im Gegensatz zu Menschen schwitzen Hunde nicht, sondern regulieren ihren Wärmehaushalt durch das Aufnehmen von Flüssigkeit. Wenn ein Tier diese Möglichkeit nicht hat, steigt die Körpertemperatur an und es kommt zu einem Hitzschlag, weil lebenswichtige Organe nicht mehr ausreichend durchblutet werden.

Erste Anzeichen eines Hitzschlages sind Unruhe, eine weit herausgestreckte Zunge, Taumeln und Erschöpfung. Im fortgeschrittenen Stadium kann er zu einem Schockzustand, Bewusstlosigkeit und nicht selten sogar zum Tod führen. „Die wichtigste Maßnahme ist, das Tier zunächst in den Schatten zu bringen und vorsichtig mit nasskalten Tüchern für mindestens 30 Minuten abzukühlen. Beginnen Sie an den Pfoten über die Beine, das Hinterteil, über den Rücken bis zum Nacken, oder kühlen Sie mit feuchten Umschlägen. Das Wichtigste ist hierbei eine langsame Abkühlung. Keinesfalls darf das Tier mit eiskaltem Wasser übergossen werden. Danach muss zeitnah der Transport in einem gekühlten Auto zum Tierarzt erfolgen“, gibt die Tierärztin Dr. Anette Fach Tipps zur ersten Hilfe.

Um noch mehr Vierbeiner vor einem grausamen Tod im Auto zu schützen, hat TASSO vor einigen Jahren die Kampagne „Hund im Backofen“ ins Leben gerufen. Tierfreunde können den Verein aktiv unterstützen, indem sie das kostenlose Aufklärungsmaterial anfordern und dieses an andere Hundefreunde verteilen. Somit können noch mehr Menschen die Gefahren erkennen und entsprechend handeln: www.tasso.net.

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Bijou Hinkebein

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Bijou hinkt. Das bedeutet eigentlich nichts Schlimmes, denn das passiert schon mal. Entweder sie hat sich vertreten oder sie hat zuviel am Pfötchen herum geknabbert oder hat gebuddelt, aber meistens ist es kurze Zeit später schon wieder gut. Dieses Mal ist es aber anders. Emile und Bijou waren gestern den ganzen Tag über draußen, da auch Frauchen im Garten gewurschtelt hat. Bijou lag die meiste Zeit vor der Hecke und beobachtete den Bürgersteig.

Als ich sie rief, weil es Fressen geben sollte, kam sie angehumpelt, ohne dass ich mir große Gedanken gemacht hätte. Erst als sie heute Morgen immer noch nicht auf ihr linkes Vorderpfötchen auftrat, machte ich mir Gedanken. Zunächst gab es nur einen kurzen Spaziergang für das Häufchen. Dann brachte ich sie wieder nach Hause und lief allein mit Emile.

Das machte ihm relativ wenig aus. Erst nachdem wir anderen Hunden begegnet waren, fiel ihm wohl wieder ein, dass Bijou fehlte, denn danach wollte er gar nicht mehr weiter. Als wir schließlich wieder Zuhause ankamen, bellte Bijou und er war ganz aufgeregt und begrüßte sie. Im hellen Sonnenlicht und mit Brille machte ich mich daran, das Pfötchen zu untersuchen, ohne jedoch etwas feststellen zu können.

Ich versuchte es mit Kühlen, aber das brachte nichts. Ich versuchte Bryonia D 6, aber auch das änderte nichts. Ich untersuchte das Pfötchen erneut und sie quitschte, als ich an ihre Ballen kam. Okay, also nicht das Gelenk, sondern die Zehen, dachte ich mir. Ich tippte auf kleine Verletzungen und rieb das Pfötchen mit Penaten-Creme ein – ohne Erfolg. Jetzt gab es ein Bad in Kamille in der Hoffnung auf Erfolg. Stellt sich der nicht ein, geht es morgen zum Tierarzt.

Ich werde ihr in jedem Fall Blut abnehmen lassen, denn ich mache mir Gedanken, dass es ja auch ein Gelenkproblem sein könnte, was auf einen Zeckenbiss zurückzuführen ist. An der Begegnung mit dem Igel liegt es jedenfalls nicht – das war vergangene Woche.

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Diagnose Prostatitis – Emile soll seine Manneskraft verlieren

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Großes Drama für Emile – der Tierarzt empfiehlt eine (chemische oder chirurgische) Kastration. Aber damit können wir Drei uns nun gar nicht anfreunden. Hintergrund für diese Empfehlung ist eine stark vergrößerte Prostata. Bei Rüden umschließt die Vorsteherdrüse im Becken die Harnröhre, in die sie auch den Teil der Samenflüssigkeit abgibt, den sie produziert. Bei Veränderungen des Hormonhaushaltes ändert sich ihre Struktur und Größe.

Schuld daran ist das Testosteron, das eine Vermehrung und Vergrößerung der Drüsenzellen bewirkt. Das kann auch zu Zysten führen. Mit zunehmendem Alter ist eine Vergrößerung der Prostata normal, tritt aber normalerweise erst ab etwa sieben Jahren auf. Emile ist gerade mal fünf und der Tierarzt hat die Diagnose gestellt, nachdem er mit dem Finger seinen Enddarm abgetastet hat. Er hätte auch röntgen, Blut- und Urinuntersuchungen durchführen können, was er aber für nicht nötig hielt, da die Diagnose eindeutig sei.

Nur in seltenen Fällen wird die Prostata so groß, dass sie den Kot- und Harnabsatz behindert. Anzeichen dafür sind ein bandförmiger, plattgedrückter Stuhl und das unregelmäßige Erscheinen blutiger oder gelber Tröpfchen auf der Penisspitze. Nur Letzteres hat Emile und die blutigen Tröpfchen haben mich dazu gebracht, zum Tierarzt zu gehen. Abgesehen davon geht es ihm gut. Die Harn- und Kotprobleme hat er nicht.

Nur mit Hormonen kann die Prostata laut dem Tierarzt zu einer Schrumpfung gebracht werden. Besser ist daher die chirurgische oder chemische Kastration. Bei Letzterer wird ein Hormonchip unter die Haut gepflanzt, der bis zu acht Monate Wirkstoffe an den Körper des Rüden abgibt, die die übermäßige Testosteronproduktion verhindern und so eine Verkleinerung der Prostata bewirken. Das wiederum belastet aber auch seinen Organismus, bleibt daher nur die chirurgische Kastration. Da ich aber gerne mal Junge von Emile haben wollte und mich auch sonst nicht so wirklich damit anfreunden kann, ohne nicht andere Dinge probiert zu haben, wählte ich jetzt zunächst das kleinste Übel, nämlich eine Hormonspritze, die bis sechs bis acht Wochen hält.

Wie ich herausfand, kann die Prostata auch durch Bakterien oder Pilze vergrößert sein. Jedenfalls muss die Prostataerkrankung unter Beobachtung bleiben. Zunächst einmal probiere ich jetzt homöopathische Mittel. Sie sollen unter anderem bei der Beseitigung des Ausflusses helfen. Ist er eitrig und besteht ein starker Hang nach warmen Orten, soll Hepar Sulfuris helfen, bei chronischem, dünnem Ausfluss Silicea, bei gelbgrüner Farbe Pulsatilla. Bei Geschwüren kann Mercurius solubilis eingesetzt werden, während Origanum majorana den Geschlechtstrieb regulierend beeinflussen soll. Junge Rüden sollen Staphisagria bekommen, alte Agnus castus. Auch Nux Vomica oder Cantharis helfen etwa bei Darmproblemen und Blasenentzündungen. Ich probiere es jetzt mal mit Silicea. Aber ich fürchte, langfristig gibt es nur das eine.

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Eine Frage der Bindung

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Alles eine Frage der Bindung

Viele Probleme zwischen Hund und Mensch beruhen auf einer mangelnden Bindung. Herrchen und Frauchen verlieren an Einfluss, sobald etwas Interessanteres geschieht und ihr Rufen verhallt scheinbar ungehört. Was in solchen Situationen falsch ist, ist Druck, Strafandrohung und Kasernenton. Zwar hält das den Hund, aber stresst beide Seiten und hat mit einem Vertrauensverhältnis wenig zu tun. Stattdessen sollte man mit positiver Verknüpfung arbeiten und eine Bindung aufbauen.

Was Hunde motiviert, haben Forscher herausgefunden: Körpersprache und Töne. Insbesondere hohe, freudige Töne empfinden Hunde wie Menschen gleichermaßen als motivierend. Wer mit seinem Hund in einer Tonlage wie mit einem Baby spricht, hat die besten Chancen, auch „gehört“ zu werden. Wegen ihrer hohen Stimme haben Frauen damit generell einen Vorteil. Körpersprachlich wirkt alles, was klein macht, also etwa herunterhocken. Indem man positiv agiert, lernt das Tier, dass ihm nur Gutes im Umfeld seines Menschen geschieht.

Grundsätzlich erwarten Menschen zuviel von Hunden. Auch wenn sie die Intelligenz etwa von zweijährigen Menschen haben, wie Forscher kürzlich noch einmal bestätigt haben, haben sie doch Verhaltensweisen, die für Menschen nicht immer verständlich sind. Für den Hund ist es allerdings genauso schwierig, das Verhalten des Menschen zu verstehen. Hunde untereinander halten ständig Blick- und Körperkontakt – dies festigt die Bindung untereinander. Darum sollte man darauf achten, wenn der Hund Blickkontakt zum Menschen sucht. Das ist für seine Bindung essenziell notwendig. Das Gleiche gilt für Berührungen im Vorbeigehen, weil das auch Hunde untereinander tun, um die Zusammengehörigkeit zu stärken.

Vielfach wird behauptet, dass der Hund nur 0,5 bis eine Sekunde Ursache und Wirkung verknüpfen kann. Was Emile und Bijou betrifft, habe ich allerdings eine andere Erfahrung gemacht, da sie durchaus wissen, wann ihr Verhalten eine negative Reaktion hervorruft. Hilfreich dabei ist es, auf die Signale des Hundes zu achten. Für jedes Bindungssignale wie Blick- oder Körperkontakt sollte er mit gleichem belohnt werden.

Läuft der Hund voraus und dreht sich um, sollte man ihn loben oder ein Leckerli hinhalten, wenn er kommt. Der Hund wird sich immer öfter umdrehen. Zu oft gemacht, wird das jedoch wieder uninteressant. Hier arbeiten Hundetrainer mit einer so genannten variablen Verstärkung des Verhaltens. Das heißt, die Leckerlis werden nach einer Zeit wieder reduziert. Denn die Lerneffekte sind umso größer, umso wechselnder man die Belohnung vergibt. Außerdem kann man auch in Form von Streicheln oder Spielen belohnen.

Um die Aufmerksamkeit des Tieres zu erhalten, hilft es manchmal auch, einfach die Richtung zu wechseln. Wenn er dann kommt, sollte er gelobt werden. Nicht gut, aber von vielen gerne praktiziert ist in diesem Zusammenhang das Verstecken. Denn das schafft wiederum Misstrauen und fördert Kontroll- statt Kontaktblicke.
Bei Hunden mit Jagdtrieb sollte man auf erste Signale achten. Wenn er losläuft, hat man seinen Einsatz verpasst. Die Endorphinproduktion hat dann schon begonnen und der Hund wird von seinem Gehirn für dieses Verhalten belohnt. Um ihn abzulenken, kann man ihn rufen und Leckerlis verstecken, wenn er an die Grenze der kritischen Entfernungszone gelangt. Beim Suchen der Leckerlis ist der Hund auf die Nähe und Zusammenarbeit mit seinem Herrchen angewiesen, was wiederum die Bindung stärkt.

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Weise Hunde – Emile und Bijou als Spiegel meiner Seele

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Hunde spielten im Leben des Menschen seit Jahrhunderten eine bedeutsame Rolle. Schon die ägyptischen Pharaonen liebten Hunde, der ägyptische Gott Anubis wird mit einem Hundekopf abgebildet. In Japan galt der Hund als Symbol für Macht, Status, Gesundheit und Wohlergehen. Allgemein steht der Hund steht als Sinnbild für absolute Treue, Liebe und Wahrhaftigkeit. Und das ist es, was wir so sehr an ihnen schätzen, denn genau das vermissen wir Menschen manchmal.

In den vergangenen Jahren haben sich die Menschen intensiv damit beschäftigt, was sie Hunden beibringen können. Asim Aliloski und Laurent Amann haben den Spieß einfach umgedreht. In ihrem Buch „Mein Hund hat eine Seele“ geht es darum, was Menschen von ihren Vierbeinern lernen können, um glücklicher und gesünder zu leben. „Für mich sind Hunde nicht nur treue Wegbegleiter, sondern auch weise Seelenratgeber und exzellente Kommunikationsprofis“, sagt Laurent Amann.

Diese These belegt der in Österreich als Hundeflüsterer bekannt gewordene Autor in dem bezaubernden Buch „Mein Hund hat eine Seele“, in dem er zusammen mit dem Mentalcoach Asim Aliloski einen ganz neuen Blick auf das faszinierende Lebewesen Hund geworfen hat. So erfährt der erstaunte Leser nicht nur, wie Hunde kommunizieren, sondern auch viel über sich selbst. Denn um seinen Hund zu verstehen, muss auch der Mensch im Hier und Jetzt sein, wie die Autoren sagen.

So quälen sich viele Hundebesitzer etwa mit Kommandos und Erziehungsregeln herum. Der Hund folgt nicht und der Besitzer ist frustriert. Dabei ist es laut den Autoren ganz einfach: „Wenn Sie wollen, dass Ihr Hund ein Sitz macht, dabei aber daran denken, den Geschirrspüler auszuräumen und vielleicht noch vom Tag im Büro gestresst sind, wird es in den meisten Fällen nicht klappen“, erklären sie, dass Hund das spiegeln, was ihre Besitzer ihnen vorgeben. So kommt es oft zu auffälligen oder unerwünschten Verhaltensweisen.

Laurent Amann (www.laurentamann.com) und Asim Aliloski (www.asimaliloski.com) gehen sogar soweit, zu behaupten, Hunde könnten verstehen, welche Probleme ihr Herrchen oder Frauchen hat. Bei dieser These greifen sie auf eigene Erfahrungen mit ihrem Hund Rio zurück. Als dieser als Welpe zu Laurent Amann kam, weigerte er sich zu fressen. Schließlich wurde dem neuen Hundebesitzer klar, dass er sich selbst auch gerade in einer stressigen Lebensphase befand und immer weniger aß. Als er anfing, das zu ändern, bekam auch der Hund wieder Lust auf sein Futter. Denn Hunde reagieren sehr sensibel auf menschliche Emotionen und können das Leben ihres Besitzers wieder in Balance bringen.

Ich kann die Aussagen der beiden Autoren nur bestätigen. Auch Emile und Bijou erahnen vieles und versuchen mir manchmal auf subtile Weise Wege aufzuzeigen, die sich später als richtig erweisen. Für besondere Aufregung sorgt allerdings derzeit ein neuer Mann im Leben von Frauchen. Dabei hatte es sich Emile doch so gut als Mann-Ersatz eingerichtet… Aber er merkt auch, dass es in Ordnung und Frauchen glücklich ist. So arrangiert er sich, auch wenn seine Stellung im Rudel in seinen Augen noch geklärt werden muss.

Hintergrundinfos zum Buch auf www.hundeseele.info

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Vorsicht vor Schnecken

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Ganz harmlos kommen sie daher, aber eigentlich sind sie sehr gefährlich und können Hunde sogar töten. Die Rede ist von Schnecken (Nacktschnecken und Schnecken mit Häuschen). Nicht sie selbst sind esr, die den Hunden etwas antun, es sind die Parasiten, die sie oftmals in sich tragen. Die Rede ist von Lungenwürmerlarven, deren Zwischenwirt sie sind. Insbesondere junge Hunde mit einem weniger stabilen Immunsystem stehen in der Gefahr, sich zu infizieren.

Auch Emile hatte schon einmal einen Lungenwurm. Er hat ihn sich, als er noch kein Jahr alt war, im Italien-Urlaub eingefangen. Zum Glück haben wir es rechtzeitig bemerkt. Unter anderem litt er an Husten. Denn Lungenwürmer setzen sich in Luftröhre, Bronchien und Lungenbläschen und teilweise sogar in den großen Herz- und Lungengefäßen ihrer Wirte fest.

Wie eine aktuelle Studie ergab, sind Lungenwurminfektionen bei Hunden in Deutschland häufiger als bislang angenommen. In sechs Prozent der Kotproben von 810 untersuchten Hunden ließen sich die Lungenwürmer nachweisen, die früher nur in südlichen Ländern Europas, in Afrika, Nord- und Südamerika vertreten waren. Gehäuft treten Lungenwürmer inzwischen auch in Dänemark, Frankreich und Großbritannien auf. In Deutschland gibt es Infektionen in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland sowie begrenzten Gebieten in Bayern, Sachsen und Brandenburg.

Anzeichen für einen Lungenwurmbefall sind Husten, Nasenbluten sowie blaue Flecken oder auch Verhaltensauffälligkeiten, da das zentrale Nervensystem angegriffen sein kann. Wenn die Larven der Lungenwürmer verschluckt werden, gelangen sie über den Darm und die Leber in die Lunge und die großen Gefäße, die die Lunge mit Blut versorgen. Hier wachsen sie heran und legen ihre Eier ab. Aus diesen Eiern schlüpfen kleine Larven, die in der Lunge umherwandern. Dadurch entstehen Gewebereizungen und kleine Entzündungsherde sowie Eiter, da die Lunge versucht, den Fremdkörper wieder loszuwerden.

Da auch die großen Blutgefäße nahe des Herzens betroffen sein können, kann es auch zu spontanem oder Blutungen unter der Haut kommen. Manchmal weisen auch Verhaltensänderungen auf einen Befall hin, da das zentrale Nervensystem auch befallen sein kann. Die Larven in der Lunge werden zum Teil hochgehustet und wieder geschluckt. So gelangen sie wieder in den Darm, wo sie im Kot nachgewiesen werden können.

Bei dem Verdacht reicht also eine Kotprobe aus. Entfernt werden die Lungenwürmer mit herkömmlichen Wurmmitteln. Trotz dieser Gefahr sollte man allerdings nicht wahllos entwurmen, weil das wiederum die Darmschleimhaut schädigt. Lieber sollte man von Zeit den Kot testen lassen – und man sollte seinen Hund davon abhalten, Schnecken zu fressen.

s.a.: http://www.inga-spruenken.de/?p=650

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