Ätherische Öle gegen Würmer und Zecken – Natur schlägt Chemie

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In der Heilkunde haben ätherische Öle einen festen Platz. Sie werden bei allerlei Beschwerden eingesetzt. Allgemein bekannt ist etwa, dass Lavendel entspannend, schlaffördernd und angstlösend wirkt, Rosmarin anregend und durchblutungsfördernd. Die Wirkung erklärt sich dadurch, dass die Öle in der Riechschleimhaut der Nase Impulse auslösen, die über die Nervenbahnen in Regionen des Gehirns geleitet werden, die an der Verarbeitung von Emotionen beteiligt sind. So wirken sie etwa auf die Psyche. Durch die Schleimhäute gelangen sie aber auch ins Blut und lindern eine Vielzahl an Beschwerden.

Wichtig ist jedoch, dass nur reine ätherische Öle verwendet werden, die keinerlei synthetische Stoffe enthalten, die wiederum reizend wirken können. Die reinen Öle helfen einzeln oder in speziellen Mischungen etwa gegen Arthritis, Erkältung, bei offenen Wunden, bei Reisekrankheit, bei Verdauungsstörungen, bei Schmerzen, Allergien oder Hauterkrankungen. Und was beim Menschen funktioniert, funktioniert auch bei Tieren: die Aromatherapie.

Nicht nur bei Hunden, auch bei Pferden und Katzen hilft etwa Ingwer bei Übelkeit oder Eucalyptus bei Atemproblemen. Spezielle Ölmischungen aus Basilikum, Eukalyptus, Ingwer, Nelke und Thymian wirken etwa gegen Würmer wie den Herzwurm. Gegen Flöhe hilft eine Mischung aus Eukalyptus, Lavendel, Kiefer, Pfefferminze, Zimt, Zitronella und Zitronengras und gegen Zecken außer dem bekannten Kokosöl, dessen Laurinsäure die Spinnentiere nicht mögen, auch eine Mischung aus Lavendel, Grapefruit, Eukalyptus, Zitronengras und Geranie. Je ein Tropfen davon wird auf zwei Esslöffel Pflanzenöl verteilt,mit 30 Milliliter Wasser gemischt und ins Fell gesprüht. Andere Öle werden direkt auf den Nacken getropft, einmassiert, ins Futter gegeben oder in einem Aroma-Diffuser in der Raumluft verteilt.

In dem Buch „Duftmedizin für Tiere“ hat die Aromaexpertin Maria L. Schasteen alle möglichen Krankheiten und ihre Behandlungsmöglichkeiten mit ätherischen Ölen zusammengetragen. Viele Öle können gleich mehrfach für verschiedene Beschwerden eingesetzt werden. Die Autorin gibt Tipps zum Anlegen einer Hausapotheke mit den Ölen gehören. 250 Rezepturen finden sich in dem 224 Seiten starken Ratgeber für Tierbesitzer. Im April im Crotona Verlag – www.crotona.de – erschienen (ISBN: 978-3-86191-079-4) kostet er 19,95 Euro im Buchhandel.

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Artgerecht statt vermenschlicht – ein grundlegender Wandel in der Ernährung

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Für Menschen ist es ein wichtiges Nahrungsmittel, aber das heißt noch lange nicht, dass es auch für Hunde gut ist. Die Rede ist von Getreide. Darüber habe ich schon mehrfach berichtet. Heute flatterte mir aber dazu eine Pressemitteilung des Hundenahrungsherstellers nutricanis auf den Schreibtisch, dessen Inhalt mich noch einmal veranlasst, auf die Zusammensetzung von Futter einzugehen. Laut dem Hundenahrungshersteller findet derzeit ein grundlegender Wandel in der Hundeernährung statt, weg von den vergleichsweise billigen Füllstoffen Getreide, Mais und Soja hin zu einer artgerechten Ernährung.

Bei getreidehaltigem Hundefutter wurde bislang das Nützliche mit dem Praktischen verbunden, doch mittlerweile ist die Forschung deutlich weiter. „Trotz jahrtausendlanger Domestizierung hat sich das Verdauungssystem der Hunde kaum geändert – im Grunde genommen ist es noch immer mit dem der Wölfe identisch. Daher ist es von Natur aus primär auf Fleisch ausgelegt, und nicht auf langkettige Kohlehydrate etwa aus Getreide“, erklärt Hunde-Experte Stefan Butzal von nutricanis. Hunde (und auch Katzen) benötigen im Gegensatz zum Menschen deutlich weniger langkettige Kohlenhydrate, dafür liegt ihr Bedarf an Proteinen umso höher. So kann Getreide vom Hund nicht gut verwertet werden und es kommt bei Hundefutter mit hohem Getreideanteil immer wieder zu Verdauungsstörungen, die sich etwa durch Blähungen und Durchfall äußern. Ein weiteres Indiz für zuviel Getreide ist laut nutricanis häufiges Koten und das Koten von halbverdautem Futter.

Schlimmer als die Verdauungsstörungen sind die Folgen von Mangelernährung, die man dem Hund auf den ersten Blick nicht ansieht. Die schleichende Gesundheitsschädigung und Verfettung durch falsche Ernährung bedrohen immer mehr Hunde, wie der Hunde-Experte betont. Trotzdem sollte nicht ganz auf pflanzliche Bestandteile im Futter zu verzichtet werden. Auch in freier Wildbahn fressen Wölfe Tiere Kräuter, Beeren, Gräser und Obst. Auch Fisch wird von ihnen nicht verschmäht. Die darin enthaltenen Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren sind gesundheitsfördernd.

Letztlich kommt es darauf an, dass die Hundenahrung ausgewogen ist. Also einen hohen Anteil an tierischen Proteinen enthält, aber auch den notwendigen Anteil an Kohlenhydraten, Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen. Statt billigem Getreide sollte das Futter hochwertige pflanzliche Zutaten wie etwa Erbsen oder Kartoffeln enthalten, die von dem Tier deutlich besser verdaut werden können. Gar nichts verloren im Hundefutter haben künstliche Zusatzstoffe wie Geschmacksverstärker, Zucker und Gluten, mit denen nicht-artgerechte Zutaten „aufgepeppt“ werden, um sie dem Hund schmackhaft zu machen. Gluten und künstliche Geschmacksverstärker gelten als Allergieauslöser bei Hunden. Übrigens gilt das Gleiche auch für Hundesnacks.

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