Bijou Hinkebein

Igel (2)
Bijou hinkt. Das bedeutet eigentlich nichts Schlimmes, denn das passiert schon mal. Entweder sie hat sich vertreten oder sie hat zuviel am Pfötchen herum geknabbert oder hat gebuddelt, aber meistens ist es kurze Zeit später schon wieder gut. Dieses Mal ist es aber anders. Emile und Bijou waren gestern den ganzen Tag über draußen, da auch Frauchen im Garten gewurschtelt hat. Bijou lag die meiste Zeit vor der Hecke und beobachtete den Bürgersteig.

Als ich sie rief, weil es Fressen geben sollte, kam sie angehumpelt, ohne dass ich mir große Gedanken gemacht hätte. Erst als sie heute Morgen immer noch nicht auf ihr linkes Vorderpfötchen auftrat, machte ich mir Gedanken. Zunächst gab es nur einen kurzen Spaziergang für das Häufchen. Dann brachte ich sie wieder nach Hause und lief allein mit Emile.

Das machte ihm relativ wenig aus. Erst nachdem wir anderen Hunden begegnet waren, fiel ihm wohl wieder ein, dass Bijou fehlte, denn danach wollte er gar nicht mehr weiter. Als wir schließlich wieder Zuhause ankamen, bellte Bijou und er war ganz aufgeregt und begrüßte sie. Im hellen Sonnenlicht und mit Brille machte ich mich daran, das Pfötchen zu untersuchen, ohne jedoch etwas feststellen zu können.

Ich versuchte es mit Kühlen, aber das brachte nichts. Ich versuchte Bryonia D 6, aber auch das änderte nichts. Ich untersuchte das Pfötchen erneut und sie quitschte, als ich an ihre Ballen kam. Okay, also nicht das Gelenk, sondern die Zehen, dachte ich mir. Ich tippte auf kleine Verletzungen und rieb das Pfötchen mit Penaten-Creme ein – ohne Erfolg. Jetzt gab es ein Bad in Kamille in der Hoffnung auf Erfolg. Stellt sich der nicht ein, geht es morgen zum Tierarzt.

Ich werde ihr in jedem Fall Blut abnehmen lassen, denn ich mache mir Gedanken, dass es ja auch ein Gelenkproblem sein könnte, was auf einen Zeckenbiss zurückzuführen ist. An der Begegnung mit dem Igel liegt es jedenfalls nicht – das war vergangene Woche.

FacebookTwitterGoogle+Share

Nomen est Omen bei Emile und Bijou

EmileTele (2)

„Sag mir, wie du heißt, und ich sag dir, wer du bist“, schließen Sprachforscher wie Joachim Schaffer-Suchomel vom Namen auf die Persönlichkeit. Gemäß der Aussage in seinem Buch „Nomen est Omen“ trägt jeder Vorname eine verborgene Botschaft in sich. Namen sollen dem Träger einen Lebensweg vorgeben und viel über sein seelisches Wesen und sein Schicksal aussagen.

Dabei hat jeder Buchstabe sein eigenes Bild. Beginnt ein Name etwa mit P wie Peter lässt das auf eine unruhige Persönlichkeit schließen, die viel vorantreiben kann. Während ein „P“ alleine umfällt, worauf die Deutung sich bezieht, steht ein „E“ für sich alleine und gilt für Ruhe und Bodenständigkeit.

Das Wortbild „An“ steht für Präsenz, viel Mitte und Geschlossenheit, andererseits aber für das Laufen in einem Hamsterrad. Der beliebte Hundename Max etwa bedeutet „der Größte“, er ist ein Macher und gern aktiv. Der Buchstabe „O“ wie Otto steht als Kreis für die Vollendung, aber auch für ein Gefängnis, dem Otto zu entkommen versucht. Namen mit dem Anfangsbuchstaben „S“ gleichen indes einer aufgerichteten Schlange und symbolisieren Kampfgeist.

Laut dem Verein Tasso, sind Hundenamen grundsätzlich ein Türöffner zu anderen Hundehaltern beim Spaziergang. Dabei habe, wer es mit Luna (Mondgöttin) oder Rocky (Rochus: brüllen, schreien) versuche, die größte Chance, richtig zu liegen. Denn gemäß der Tasso-Datenbank, in der über 7,6 Millionen Tiere registriert sind, führen diese beiden Hundenamen die Hitliste an, während es bei den Katzen Lilly (abgeleitet von Elisabeth und damit von Gott verehrt) und Felix (der Glückliche) sind.

Auf Platz zwei und drei bei den Hunden landen Emma (von Imme – Biene -, die Fleißige) und Bella (Isabella, die Schöne) sowie Sammy (Samuel, der letzte Richter Israels) und Max (s.o.). Vor 32 Jahren, als Tasso anfing, hießen die meisten Hunde eher Bobby (Robert, Ruhm, Ehre, glänzend) oder Susi (Susanne = Lilie).

Trotz – oder gerade wegen ihrer Bedeutung, sollt man sich bei der Auswahl des passenden Hundenamens auf seine Intuition verlassen. Meine Bijou jedenfalls steht für eine Kostbarkeit, ein Juwel und wurde von mir bewusst gewählt. Emile indes bezieht sich auf Emil, den Großvater seines Herrchens. Als französische Form sollte er zu Bijou passen und hat in dieser Bedeutung etwas Witziges, Fröhliches. Der Name an sich geht zurück auf das lateinische aemulus und bedeutet eifrig, wetteifernd, nachahmend. Auf beide Hunde passen die Namen übrigens perfekt. Und ich (Inga = Ingeborg, abgeleitet von dem germanischen Gott Ingwio), bin in der Bedeutung wie im richtigen Leben ihre Hüterin, Beschützerin.

 

FacebookTwitterGoogle+Share