Würmer im Hundebauch – was hilft?

Sylt2014Ostsee (38)

SonnenuntergangJuli 045

Wurmbefall gibt es häufig bei Hunden. Beim Schnüffeln oder Lecken an den Hinterlassenschaften anderer Vierbeiner werden Wurmlarven aufgenommen. Die wandern in den Darm und wachsen dort zu Würmern heran. Ein aufgeblähter Bauch, Abmagerung, stumpfes Fell, Apathie, Durchfall oder Erbrechen können ein Hinweis darauf sein.

Bleiben Würmer unentdeckt, können sie die Gesundheit des Tieres schädigen. Zudem können sich auch Menschen beim Hund mit Wurmeiern infizieren. Darum raten die Tierärzte zu vorbeugenden Wurmkuren alle drei Monate und setzen Kombinationspräparate in Form von Tabletten oder Pasten ein, die verschiedene Wurmarten gleichzeitig abtöten. Allerdings besitzen diese Wurmkuren keine länger vorbeugende Wirkung, weshalb zu mindestens dreimal jährlicher Entwurmung (bei Welpen sogar alle zwei Wochen) geraten wird.

Durch die vielen chemischen Wurmkuren hat sich jedoch auch bei den Parasiten eine Resistenz entwickelt. Hinzu kommt, dass die Darmflora des Hundes durch die chemischen Präparate ebenfalls zerstört wird, was wiederum erneutem Wurmbefall Tor und Tür öffnet. Denn eine gesunde Darmflora kann mit einzelnen Wurmlarven durchaus fertig werden. Außerdem: was Würmern schadet, lässt auch den Hundeorganismus nicht unbeeinflßußt. Die Toxine der Wurmkuren schaden nicht nur dem Wurm, sondern stellen auch für seinen Wirt eine Stoffwechsel- und Darmschleimhautbelastung dar.

Kommen dann noch Nervengifte von außen hinzu (wie etwa die beliebten Spot-On-Präparate oder Halsbänder gegen Zecken und Flöhe), ist es eine Frage der Konstitution des Tieres, ob und wie lange sein Organismus gesund bleibt. Fakt ist jedenfalls, dass auch bei Hunden Krebs, Nieren- und Bauchspeicheldrüsenstörungen sowie andere zivilisationsbedingte Krankheiten auf dem Vormarsch sind. Wenn man sich dazu noch überlegt, dass Tierschutzorganisationen Straßenhunde nach Deutschland holen, um sie zu retten, sie aber schlussendlich hier von ihren Besitzern mit gutgemeinten Mitteln langsam vergiftet werden, ist das schon arg makaber.

Zugegeben Bijou und Emile haben aus Unkenntnis anfangs auch regelmäßige Impfungen und Wurmkuren über sich ergehen lassen müssen. Wie in einem früheren Beitrag bereits erwähnt, hat mich aber das Buch „Hunde würden länger leben, wenn…“ der österreichischen Tierärztin Jutta Ziegler (http://www.dr-ziegler.eu/) zum Nachdenken gebracht. Daher hat uns mein – menschlich sehr geschätzter – Tierarzt, schon länger nicht mehr gesehen. Die jährliche Impfung ist im vergangenen Jahr ausgefallen (laut Ziegler sollen die Impfstoffe drei Jahre halten, wenn man die Gedächtniszellen noch mit berücksichtigt sogar sieben Jahre) und Entwurmungen gibt es nun anders.

Denn da Emile von klein an mit Durchfällen und Darmstörungen zu tun hatte, möchte ich seine Darmflora nicht weiter schädigen. Als er in den letzten Tagen mal wieder Bauchschmerzen hatte (sein Bauch ist dann ganz hart und er reckt sich ständig), dachte ich, er könnte mal wieder eine Wurmkur vertragen. So bekam er von mir die Anfang des Jahres gekauften Kapseln AniForte Wurmformel, die nur aus reinen Kräutern wie Wermut, Beifuß, Thymian und anderen bestehen (bereits seit dem Mittelalter werden Kräuter zur Entwurmung von Haustieren eingesetzt).

Jetzt ist Emile wie ausgewechselt, ist superfit und hat plötzlich wieder großen Appetit und auch sein Fell glänzt wie reine Seide. Und wer kontrollieren möchte, ob die Wurmformel auch hilft, kann die Häufchen, an drei Tagen hintereinander einsammeln und beim Tierarzt untersuchen lassen.

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Hund vergiftet – oder was Parasiten tötet, schadet auch dem Hund

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Nicht nur bei Hunden können Homöopathie und Hausmittel oftmals bessere Dienste leisten als Chemie. So reagieren etwa leichtere Beschwerden mit den Atemwegen, der Verdauung, Muskeln und Sehnen, Entzündungen oder Fieber sehr gut auf Homöopathie. Hier gilt, dass innerhalb von 24 Stunden nach der Gabe des Mittels die Besserung eintreten sollte, ansonsten hat man das falsche gewählt oder muss zu etwas anderem, unter Umständen doch zu herkömmlichen Medikamenten greifen. Wenn der Hund sehr krank ist, kann das ja auch sinnvoll sein. Allerdings: Viele werden auch erst durch die chemischen Keulen krank, mit denen die meisten Tierärzte sie rein prophylaktisch malträtieren.

In ihrem Buch „Hunde würden länger leben, wenn…“ plädiert die österreichische Tierärztin Jutta Ziegler (http://www.dr-ziegler.eu/) für den Einsatz von natürlichen Mitteln. Sie beschreibt die Leidenswege vieler Tiere, deren Allergien und Krankheiten erst durch zuviel Chemie entstanden sind. Das fängt etwa an mit viel zu häufigen, nämlich jährlichen, Impfungen (die meisten halten drei Jahre), geht weiter über den viel zu häufigen Antibiotika-Einsatz und führt sich fort in der – zumeist rein vorbeugenden – Parasitenbekämpfung.

Die meisten Tierärzte raten dazu, Hunde drei- bis viermal jährlich prophylaktisch zu entwurmen. Das sind dann so 50 bis 60 (!) Entwurmungen im gesamten Hundeleben – und bringt den Tierärzten Geld. Es zerstört aber auch die natürliche Darmflora der Hunde und das zur Folge, dass der Darm viel anfälliger wird für neue Würmer. Denn ein gesunder Darm kann mit einem geringen Befall normalerweise alleine fertig werden, wie die Tierärztin schreibt. In der Natur etwa fressen Wölfe instinktiv bestimmte Kräuter, Knollen und Pflanzenextrakte, die die Würmer im Darm lösen und abführen.

Hundebesitzer, die nicht selbst mit Kräutern hantieren möchten, können auch auf fertige Mittel zurückgreifen. Im Internet gibt es beispielsweise Anti Forte Wurm-Formel Kapseln. Die Kräuterkapseln werden einmal verabreicht, was bei Bedarf nach zehn Tagen noch einmal wiederholt werden kann. Der Darm ist geschont und die Würmer sind weg. Wer das kontrollieren lassen möchte, kann drei Tage hintereinander die Häufchen einsammeln und sie zur Untersuchung ins (Tierarzt-)Labor bringen.

Laut Ziegler hilft aber auch eine artgerechte Ernährung mit rohem Fleisch. Die Rohfütterung ist allerdings eine Wissenschaft für sich und birgt die Gefahr, dass der Hund zu einseitig ernährt wird und nicht alles erhält, was er so braucht. Viele fressen nämlich nur das Fleisch und lassen das Gemüse, das zugefügt werden sollte, einfach liegen. Aus diesem Grund machen wir es uns bei Emile und Bijou einfacher. Sie bekommen rohes Fleisch auf das (hochwertige!) Trockenfutter. So haben beide sowohl den rohen Anteil, als auch die anderen Stoffe, die ihr Körper braucht. Und die Darmbakterien werden geschult. Denn Rohfütterung macht sie aggressiver in der Abwehr gegen Parasiten.

Mit der gleichen chemischen Keule werden Hunde auch gegen Zecken und Flöhe vorbeugend behandelt. Während die Hersteller behaupten, die Mittel seien nicht schädlich und ein Zecken- oder Flohbefall viel schlimmer, sieht es in der Praxis laut Ziegler anders aus. Spot-ons wie etwa Frontline enthalten Fipromil als Hauptbestandteil. Das ist zum einen sehr schädlich für Wasserorganismen – der Hund darf damit beispielsweise nicht schwimmen – und zum anderen löst es Schleimhaut- und Augenreizungen bei Mensch und Tier aus. Darum sollten behandelte Tiere auch keinen zu engen Kontakt mit ihrem Besitzer und schon gar nicht mit Kindern haben. Wer mutet seinem Hund so ein Gift freiwillig zu? Wenn man dann noch die Hilfsstoffe betrachtet, die ganz klar krebserregend sind, sollte man sich wirklich fragen, ob man das will.

Bijou hat anfangs nach einer Gabe Frontline erhebliche Vergiftungserscheinungen wie Speicheln und Apathie gezeigt. Ein Tierarzt, der dieses Mittel ganz klar befürwortete, erklärte das damit, dass vielleicht ein Collie in ihrer Mischlingslinie sei. Nur Collies würden auf diese Mittel so reagieren, meinte er. Vor dem Hintergrund, dass Zeckenbisse beim Hund wesentlich weniger Schaden anrichten – vorausgesetzt er hat ein gutes Immunsystem, dass nicht von Chemie zu Grunde gerichtet wurde – und dass nur fünf Prozent der Zecken die Borreliose auslösen, ist das eine klare Gewissensfrage. Ich jedenfalls habe mich nach Alternativen umgeschaut und Bijou hat dieses Mittel nie wieder bekommen. Sie bekommt gar nichts – oder ätherische Öle, die ich vom Kopf bis zum Schwanz im Abstand von wenigen Zentimetern aufs Fell gebe. Das riecht zwar am Anfang ein bisschen, aber verfliegt schnell wieder.

Seit vergangenem Jahr gibt es auch das neue Spray Inuzid, das nur natürliche Inhaltsstoffe enthält. Infos dazu sowie zu weiteren Mitteln gegen Parasiten – wie etwa Zitronen oder Teebaumöl – gibt es in „Fred & Otto unterwegs in Köln“.

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