Skiurlaub mit Hund – warum nicht?

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Wie Emile und Bijou mögen die meisten Hunde Schnee und freuen sich, wenn sie beim Spaziergang ausgiebig herumtollen können. Im Schnee sind alle Gerüche viel intensiver und so gibt es jede Menge Abwechslung beim Schnuppern. Bijou liebt es besonders, sich im Schnee zu wälzen und Emile, warm in ein Mäntelchen verpackt, schiebt den Schnee auf der Wiese mit der Nase vor sich her, um zu entdecken, was denn wohl darunter ist. Manchmal lauschen die beiden auch den Mäuschen, die unentdeckt unter der Schneedecke umherlaufen. Das ist dann doppelt spannend, auch wenn der Versuch, nach ihnen zu graben, erfolglos endet.

Jetzt sollen Emile und Bijou erstmals mit in den Winterurlaub fahren. Im Galtürer Ortsteil Wirl fanden wir auf Anhieb eine Unterkunft, in der Hunde erlaubt sind. Der Gasthof (http://alpkogel.galtuer.at/) liegt direkt an der Piste und an der Skischule, so können die Hunde auch gleich einen Skikurs belegen. Wir müssen dann nur noch Skier für sie finden…. Keine Sorge, natürlich nicht: nur Frauchen fährt Ski. So können also Emile und Bijou mit Herrchen die Winterlandschaft zu Fuß erkunden und mittags auf der Hütte Frauchen treffen.

Aber selbst, wenn alle Beteiligten Ski fahren, lässt sich das mit Hunden machen – sofern sie auch mal ein paar Stunden allein bleiben können. Wichtig ist nur, dass das Hotel in der Nähe der Skipiste liegt. Nach der Gassi-Runde morgens wird ohnehin erst einmal geschlafen. In der Mittagspause kann man dann gut einen Stopp im Hotel einlegen und sich dem Hund widmen. Das Gleiche gilt für den Nachmittag. Bevor Aprés Ski und Sauna angesagt sind, dreht man noch schnell eine Gassi-Runde und den Abend verbringt man gemeinsam.

Dass man die Hunde in Pistennähe anleint, dürfte selbstverständlich sein. Denn ein frei laufender Hund wird auf der Skipiste schnell zu einer Katastrophe. Nicht nur für ihn ist es sehr gefährlich, sondern auch für die Alpinisten. Denn nur die wenigsten Ski- oder Snowboardfahrer beherrschen ihr Equipment so gut, dass sie einem frei laufenden Hund ausweichen könnten. Und natürlich müssen die Temperaturen berücksichtigt werden, wenn es sehr kalt ist, sollte man nicht zu lange wandern, da bei den Kurzhaarigen wie Emile Ohren- und Schwanzspitze besonders der Kälte ausgesetzt sind. Bijou hingegen bräuchte noch nicht einmal Skibekleidung – sie ist in ein dickes Winterfell gehüllt.

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Eine Kutschfahrt, die ist lustig

Elbsandsteingebirge (11)

Wandern und Kultur standen auf dem Programm beim jüngsten Urlaub, zu dem Emile und Bijou starteten. Auch wenn sie wenig begeistert von der Autofahrt an sich waren, zeigten sich die beiden erfahrenen Urlauber vom Hotelzimmer in Schellerhau (http://www.berghotel-lockwitzgrund.de), einem auch als Wintersportort beliebten Höhendorf, angetan. Als wären sie Zuhause, machten sie es sich sofort auf ihren Decken gemütlich und bettelten nach Futter. So gestärkt und ausgeschlafen waren sie dann am nächsten Tag freudig mit von der Partie, als anstatt über die Höhen und durch die Täler des Erzgebirges zu wandern, aus wettertechnischen Gründen eine Stadtbesichtigung anstand: Dresden galt es zu erkunden, und dass nicht nur auf vier Pfoten, sondern sogar in einer Kutsche. Große Aufregung herrschte, als das Gefährt sich anschickte, loszurollen – hatten die beiden doch noch keinerlei Erfahrung mit dieser Art der Fortbewegung. Während des anschließenden Einkaufsbummels der Zweibeiner zogen sie es daher auch vor, sich auf dem Rücksitz des Autos von diesen Aufregungen zu erholen.

Das brave Warten hatte sich gelohnt, denn am nächsten Tag galt es endlich, das Erzgebirge auf vier Pfoten zu erkunden. Geschlagene acht Stunden ging es auf Berge, durch Täler, durch Orte und Wälder, vorbei an alten Stollen und an einem Goethe-Denkmal, wo die belesene Hundetruppe gerne fürs Foto posierte. Mal eben über die grüne Grenze nach Tschechien und ein Foto mit Grenzstein gemacht, dann wieder eine Einkehr, wo es Leckerchen und ein Wasserschälchen gab. Einzig das Besucherbergwerk in Zinnwald wollte keine vierbeinigen Besucher. Das stellte sich jedoch im Nachhinein als Glück heraus – wären es doch nochmals knapp drei Kilometer gewesen, die die müden Vier- und Zweibeiner unter Tage hätten laufen müssen.

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Die Nacht jedenfalls wurde ganz intensiv zum Ausruhen genutzt, schließlich stand am nächsten Tag ein Besuch im Elbsandsteingebirge auf dem Programm. Hinauf auf die Feste Königstein, wo Hunde im Außengelände, nicht aber in den Gebäuden erlaubt sind. Das lohnte sich trotzdem, allein schon wegen der Aussicht. Außerdem konnten sich Herrchen und Frauchen ja auch abwechseln beim Besuch des Innenlebens der alten Grenzfestung, die traumhafte Ausblicke aufs Elbtal und die umliegenden Tafelberge bot. Nach einer Fahrt mit der Elbfähre ging es schließlich noch hoch auf die für ihre Brücke in schwindelnder Höhe bekannte und oft fotografierte Bastei. Unzählige Stufen steil bergauf wollte sich Bijou dann doch nicht antun und ließ sich lieber tragen, während Emile freudig voranstrebte, um sich schließlich hoch über der Elbe stolz fotografieren zu lassen. Frauchens Höhenangst stieß bei den beiden jedenfalls auf wenig Verständnis.

Der angedachte Besuch von Prag für den darauffolgenden Tag wurde vom menschlichen und tierischen Familienrat gemeinsam über den Haufen geworden, um bei schönstem Herbstwetter lieber einen kleinen Ausflug in die nächstgelegene tschechische Stadt Teplice zu unternehmen. Dort gab es sogar einen eigenen Laden mit sehr günstigen Hunde-Leckerlis, was den beiden besonders gut gefiel. Am Nachmittag dann brachen alle gemeinsam noch einmal zu einer Wanderung über die Höhen des Erzgebirges auf, was in einem Abendessen in einem superkitschigen Erzgebirge-Lokal in Altenberg endete. Nach der gut überstandenen Rückfahrt, die über Leipzig führte – dort wurde die arme Bijou im Café Mephisto vom stündlich mit einem Donnergrollen erscheinenden Teufel erschreckt – warten die beiden nun schon auf den nächsten Urlaub. Schließlich gibt es nichts Schöneres, als den ganzen Tag über mit seinen Menschen auf Tour zu sein. Blöd, dass die auch immer arbeiten müssen….

GoetheDresden (18)

 

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