Urlaubsfreuden an der Ostsee

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Ihren Urlaub haben nicht nur Frauchen und Herrchen genossen, sondern auch Emile und Bijou. Im August ging es mit dem Campingbus nach Mecklenburg-Vorpommern zunächst an die Seenplatte, wo wir den Geburtstag eines Freundes an dessen Bootsliegeplatz feierten. Allerdings gefiel es den Fellnasen am Fleesensee nicht so gut. Schließlich gab es rund um den Yachthafen Lebbin wenig bis gar keine hundefreundlichen Spazierwege. Die Wege führten zumeist an der Straße entlang und auch das Baden im See war für Emile und Bijou tabu, denn Hunde waren am Seestrand nicht erlaubt. Die Argumentation, dass es sich ja eigentlich nicht um einen Strand, sondern um eine Wiese handelte, war zwar richtig, wäre aber letztlich nicht durchzusetzen gewesen. So legten wir uns ganz an den äußeren Rand unter einen Baum, was niemanden störte, da Emile und Bijou immer ganz brav auf ihrem Platz bleiben. So dauerte der Aufenthalt dort nur drei Nächte.

Deutlich schöner und entspannter war es für die Herr und Hund im Ostsee-Örtchen Freest direkt gegenüber der Insel Usedom. Dort gab es nicht nur einen äußerst unkonventionellen und hundefreundlichen Campingplatz (www.campingplatzfreest.de), sondern dahinter ein Waldgebiet für ausgedehnte Spaziergänge. Zudem waren es nur fünf Minuten zum Hafen und zum Strand, auf dem zu großen Teilen auch Hunde erlaubt waren. Das gefiel uns so gut, dass der ursprüngliche Plan, noch weitere Orte an der Ostsee anzufahren, verworfen wurde. Stattdessen genossen wir alle acht unbeschwerte Tage mit Strandleben, Fahrradtouren und Spaziergängen.

Emiile und Bijou hatten viel Spaß am Strand und machten einige neue Hundebekanntschaften. Im Gegensatz zu anderen Hunden zeigten sie sich äußerst brav und lagen die meiste Zeit unangeleint (!) dort, wo auch wir so rumlagen. Natürlich war immer ein Baum in der Nähe, damit sie auch in den Schatten ausweichen konnten. Ab und zu gab es auch mal ein kleines Bad im Meer. Hier an der Peenemündung sorgt die Boddenlandschaft dafür, dass man ewig lang ins Wasser laufen kann, bevor es tiefer wird. Allerdings waren Emile und Bijou lieber an Land, als im Wasser und mussten dann auch schon mal „zwangsweise“ abgekühlt werden. Insbesondere Bijou mit ihrem langen Fell wurde es schon mal zu warm. Da nützte auch das mitgeführte Wasserschälchen nichts. Die Besuche im Meer quittierte sie jedes Mal, mit großen Schwanzwedeln, obwohl sie sich anfangs immer erst mit allen vier Pfoten sträubte. Auch Emile machte ein eher angewidertes Gesicht, wenn er seine Pfoten in das kühle Wasser tauchen sollte.

Am Campingplatz konnten die beiden sich ungehindert auf der Wiese rekeln. Wie unkompliziert es dort doch zuging, erfuhren wir auf der Rücktour, als wir nochmals einen Stopp auf einem Campingplatz am Plauer See einlegten. Dort war alles reglementiert und Hunde – auch die, die brav waren – mussten streng an die Leine. Der Rückweg führte schließlich über das mittelalterlich anmutende Städtchen Quedlinburg in einer Tour zurück. Es hat allen Vieren hervorragend gefallen. Gemeinsam ist es einfach am schönsten…

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Vorsicht vor Schnecken

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Ganz harmlos kommen sie daher, aber eigentlich sind sie sehr gefährlich und können Hunde sogar töten. Die Rede ist von Schnecken (Nacktschnecken und Schnecken mit Häuschen). Nicht sie selbst sind esr, die den Hunden etwas antun, es sind die Parasiten, die sie oftmals in sich tragen. Die Rede ist von Lungenwürmerlarven, deren Zwischenwirt sie sind. Insbesondere junge Hunde mit einem weniger stabilen Immunsystem stehen in der Gefahr, sich zu infizieren.

Auch Emile hatte schon einmal einen Lungenwurm. Er hat ihn sich, als er noch kein Jahr alt war, im Italien-Urlaub eingefangen. Zum Glück haben wir es rechtzeitig bemerkt. Unter anderem litt er an Husten. Denn Lungenwürmer setzen sich in Luftröhre, Bronchien und Lungenbläschen und teilweise sogar in den großen Herz- und Lungengefäßen ihrer Wirte fest.

Wie eine aktuelle Studie ergab, sind Lungenwurminfektionen bei Hunden in Deutschland häufiger als bislang angenommen. In sechs Prozent der Kotproben von 810 untersuchten Hunden ließen sich die Lungenwürmer nachweisen, die früher nur in südlichen Ländern Europas, in Afrika, Nord- und Südamerika vertreten waren. Gehäuft treten Lungenwürmer inzwischen auch in Dänemark, Frankreich und Großbritannien auf. In Deutschland gibt es Infektionen in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland sowie begrenzten Gebieten in Bayern, Sachsen und Brandenburg.

Anzeichen für einen Lungenwurmbefall sind Husten, Nasenbluten sowie blaue Flecken oder auch Verhaltensauffälligkeiten, da das zentrale Nervensystem angegriffen sein kann. Wenn die Larven der Lungenwürmer verschluckt werden, gelangen sie über den Darm und die Leber in die Lunge und die großen Gefäße, die die Lunge mit Blut versorgen. Hier wachsen sie heran und legen ihre Eier ab. Aus diesen Eiern schlüpfen kleine Larven, die in der Lunge umherwandern. Dadurch entstehen Gewebereizungen und kleine Entzündungsherde sowie Eiter, da die Lunge versucht, den Fremdkörper wieder loszuwerden.

Da auch die großen Blutgefäße nahe des Herzens betroffen sein können, kann es auch zu spontanem oder Blutungen unter der Haut kommen. Manchmal weisen auch Verhaltensänderungen auf einen Befall hin, da das zentrale Nervensystem auch befallen sein kann. Die Larven in der Lunge werden zum Teil hochgehustet und wieder geschluckt. So gelangen sie wieder in den Darm, wo sie im Kot nachgewiesen werden können.

Bei dem Verdacht reicht also eine Kotprobe aus. Entfernt werden die Lungenwürmer mit herkömmlichen Wurmmitteln. Trotz dieser Gefahr sollte man allerdings nicht wahllos entwurmen, weil das wiederum die Darmschleimhaut schädigt. Lieber sollte man von Zeit den Kot testen lassen – und man sollte seinen Hund davon abhalten, Schnecken zu fressen.

s.a.: http://www.inga-spruenken.de/?p=650

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Der Schneehund – oder Emile und Bijou im Winter

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Emile und Bijou haben heute fleißig geholfen, einen Schneehund zu bauen. Schnee lieben die beiden über alles. Sie toben immer eifrig darin herum. Grundsätzlich aber rät der Deutsche Tierschutzbund zu einigen Maßnahmen im Winter, die sich meiner Meinung nach auch schon von selbst verstehen. Dazu gehört besonders auch, an die Sicherheit im Dunkeln zu denken, also ein Leuchthalsband oder Blinklichter am Halsband, damit Auto- und Radfahrer die Tiere schon aus großer Entfernung sehen.

Während Emile wie alle Windhunde ein Mäntelchen braucht, da er keine Unterwolle besitzt, hat Bijou einen dicken Pelz. Grundsätzlich gilt, dass bei normalen Hunden das Fell als natürlicher Wärmeschutz ausreicht. Die Pfoten sollten nach jedem Spaziergang mit lauwarmem Wasser abgespült werden, wenn sie Kontakt mit Streusalz hatten. Im Vorfeld hilft es, Vaseline oder Melkfett auf die Pfotenballen zu reiben, dann brennt das Salz nicht an den Pfoten.

In Verbindung mit Nässe setzt auch Hunden die Kälte zu. Deshalb sollten die Spaziergänge nicht zu lang sein, sondern lieber öfter und kürzer. Danach heißt es Abtrocken – und bei uns „Füsse putzen“. Grundsätzlich sollten Tiere – insbesondere mit nassem Fell – vor Zugluft geschützt werden, rät der Tierschutzbund. Emile wird abends manchmal sogar zugedeckt, da er tatsächlich nachts friert. Schließlich schläft er in seinem Körbchen und nicht im Bett.

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Menschen auf vier Beinen – oder Hunde müssen funktionieren

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„Ratsch“, die Flexi-Leine klickt und der Hundehals ruckt. Heute Morgen beim Spaziergang begegneten Emile, Bijou und ich einem älteren Herrn mit einem mittelgroßen Yorkshire-Terrier. Eigentlich interessieren sich Emile und Bijou wenig für andere Hunde, die entgegen kommen, aber dieser kleine Hund hatte es Bijou angetan. Schließlich waren sie auf einer Wellen- oder besser Größenlänge. Mit hoch erhobenem Schwanz hüpfte sie fröhlich auf den Kleinen zu.

Auch er zeigte sich ganz interessiert und wollte neugierig an ihr schnuppern. Aber da machte es „ratsch“, die Leine klickte, der arme kleine Hund ruckte zurück. Herrchen wollte aus unerfindlichen Gründen die Begrüßung der beiden verhindern. Bijou drehte ab und der kleine Hund wurde weiter gezogen. In seinen braunen Augen unter den putzigen hochstehenden Augenbrauen war völliges Unverständnis zu sehen. Er drehte sich mehrfach um, aber musste weiter. Ein trauriges Bild, das uns immer wieder begegnet.

Auch Felix ist so ein armes, viel zu dickes Würmchen. Erst sechs Jahre alt, wirkt der mittelgroße Mischling viel älter, schließlich ist er so hoch wie breit. Und er ist eines – ein sehr freundlicher Hund. Dass er niemals frei laufen darf, sondern immer nur an der „Ratsch“-Leine geführt wird, ist die eine Sache. Die andere ist, dass er Emile und Bijou nur äußerst selten mal begrüßen darf. Meistens macht es „ratsch“ und wird er weggezogen. Immer sehe ich in seinen Hundeaugen ein völliges Unverständnis darüber, dass die anderen laufen dürfen und er nicht – und dass er nicht Hallo sagen darf. Manchmal wird er sogar auf die andere Straßenseite gezogen, nur weil das Herrchen Angst hat, der gute Felix könnte uns belästigen. Seine Figur ist letztlich der Bewegungsarmut geschuldet, denn schneller als der Menschenschritt ist er schon lange nicht mehr gelaufen.

Aber es gibt auch das Gegenteil davon. Hundebesitzer, die ihre Hunde die ganze Zeit beschäftigen müssen. Die Tiere wurden mit der Zeit süchtig nach Bällchen oder Frisbee-Scheiben und können sich auf gar nichts anderes mehr konzentrieren. Wieder andere werden den ganzen Spaziergang über erzogen. Sie müssen kommen, sitzen, sich ablegen, apportieren, bei Fuß gehen, dürfen nur spielen, wenn ihr Besitzer es ihnen erlaubt, nur schnuppern, wenn Herrchen oder Frauchen mal gnädig stehenbleiben, sie dürfen keine anderen Hunde begrüßen, sich nicht mal faul auf der Wiese räkeln oder gedankenverloren in der Gegend herumstehen. Sie müssen einfach nur funktionieren und immer und immer wieder üben, ein gut erzogener Hund zu sein.

Tun sie das nicht, besteht sofort die Gefahr, dass sie ihre Besitzer dominieren wollen. Schließlich hat Hund nichts anderes im Sinn als die Weltherrschaft zu übernehmen – oder zumindest die Herrschaft über Heim und Herd. Darum haben Hundetrainer sie domestiziert – und das Herrchen gleich mit. Dabei wäre ein bisschen mehr Achtsamkeit und Gespür für die Bedürfnisse des engsten und treuesten Begleiters des Menschen doch der einfachste Weg. Schließlich sind es doch nur Tiere und keine Menschen auf vier Beinen.

Ein tolles Buch dazu haben Laurent Amann und Asim Aliloski zu diesem Thema geschrieben: https://www.facebook.com/meinhundhateineseele

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Arme Dickerchen – wenn der Winterspeck krank macht

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Nicht nur Menschen haben mit Übergewicht zu kämpfen, auch viele Hunde leiden daran. Da es Rassen gibt, die immer alles fressen, was sie vorgesetzt bekommen und es leider auch Menschen gibt, die es zu gut meinen, sind viele Hunde übergewichtig. Wie die Tierschutzorganisation TASSO e.V. berichtet, kann Übergewicht bei Hunden in Zusammenhang mit fehlender Bewegung aber zu Krankheiten wie Fettleber, Diabetes mellitus, Gelenkbeschwerden, Atemnot, Herz-Kreislaufprobleme und Bluthochdruck und die Lebenserwartung des Tieres erheblich herabsetzen.

Emile und Bijou haben eher das gegenteilige Problem. Sind sie doch eher „mäkelige Esser“. Man muss Emile förmlich bitten, dass er sein Futter anrührt. Bei ihm besteht eher die Gefahr, dass er zu dünn, statt zu dick wird. Das liegt aber nicht nur daran, dass er sehr wählerisch im Hinblick auf sein Futter ist, sondern auch an seinem Windhund-Stoffwechsel. Das heißt, je mehr er frisst, umso mehr kommt hinten wieder raus, so dass er niemals Fett ansetzen kann. Und auch Bijou neigt dazu, eher zu wenig, als zuviel zu fressen und hat offensichtlich einen schnellen Stoffwechsel. Darum haben beide immer volle Futternäpfe, so dass sie fressen können, sobald sie Hunger haben. Und das tun sie oftmals nachts. Morgens ist dann alles leer geputzt.

Bei gierigen Hunden rät Tasso, dass man sobald sich die Körperkontur nicht mehr erkennen lässt, es höchste Zeit ist, die Futterrationen zu überdenken. Bevor man sein Tier aber auf Diät setzt, sollte man den Tierarzt befragen und sich vergewissern, dass das Übergewicht nicht etwa Symptom einer bestehenden Krankheit wie einer Schilddrüsenunterfunktion oder einer anderen Stoffwechselkrankheit ist. Und auch eine Kastration kann die Verbrennung herabsetzen und zur Gewichtszunahme führen.

Also ist es wichtig, dass Hunde nicht mehr Kalorien aufnehmen, als sie verbrennen. „Ein großes Problem ist die nicht artgerechte Ernährung. Verschiedene Leckerlies mit Joghurt, Honig und anderen süßen Zusätzen erschweren es manch einem Tierhalter, im Tierbedarfsladen am Regal vorbeizugehen“, weiß Dr. Anette Fach, die für die Tierschutzorganisation TASSO tätige Tierärztin. Man sollte zudem auf ausreichende Bewegung achten, damit der Hund nach seinem arttypischen Bedarf gesund und glücklich ist. Dazu gehören Rennen und Toben sowie regelmäßige Spaziergänge. Die helfen auch gegen manch eine Speckrolle, die Herrchen und Frauchen über die Festtage angesetzt haben.

Weitere Tipps zum verantwortungsvollen Umgang mit dem Tier gibt es auch unter www.tasso.net.

 

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Zuhause gesucht

THDellbrück (2)Das große Bellen begrüßt jeden Besucher, der das Geländes des Tierheims Dellbrück betritt. Den Unterschied, ob es aus 140 oder 100 Kehlen schallt, erkennt der Besucher nicht. Im Tierheim ist dies jedoch wesentlich, denn das vom Bund gegen Missbrauch der Tiere (bmt) betriebene Tierasyl platzt aus allen Nähten – sind doch im Dezember erst 20 neue Hunde hinzugekommen. Die Tiere waren bei einer Polizeikontrolle in einem bulgarischen Transporter entdeckt worden. Der sollte sie von Rumänien aus nach Holland bringen.

Laut der Polizei hatten die drei Tiere weder Pässe noch Microchips und sprangen alle frei im Auto herum. Lediglich drei Welpen lagen in einer Schüssel. Die drei Hündinnen mit Welpen verschiedenen Alters sowie die erwachsenen Tiere hatten die fünftätige Tour teilweise in einem extrem schlechten Zustand überstanden. Sie wiesen Hautinfektionen, Parasitenbefall und Bissverletzungen an Pfoten und Schnauze auf.
„Einen sehr kleinen Welpen mussten wir gestern direkt an eine Infusion legen, er war unterernährt und hat zwei eitrige Abszesse“, erzählt Pressesprecherin Sylvia Hemmerling. Im Gegensatz zu einer Schäferhund-Mischlingshündin kam er jedoch durch. Die Hündin war hinten komplett gelähmt und der Tierarzt entdeckte eine Kugel in ihrer Wirbelsäule. Sie musste daher eingeschläfert werden.

„Wir würden niemals Tiere abweisen, auch wenn wir restlos überfüllt sind. Da müssen wir halt improvisieren“, sagt Bernd Schinzel. Der Tierheimleiter sorgt sich derzeit allerdings weniger um die Neuzugänge, als um andere Insassen. Dazu gehören insbesondere die Hunde, die wegen ihrer Rassenzugehörigkeit, ihrer Krankheiten oder ihres Alters schwer vermittelbar sind. Bubu ist eine von ihnen. Die bildschöne braune etwa 13 Jahre alte Hündin leidet an einer Herzinsuffizienz. „Sie bekommt jeden Tag eine Tablette, dann geht es ihr gut“, sagt Schinzel. Wie ihre „Zellengenossinnen“, die zehnjährige Nexie und die gleichaltrige Kolbi wurde Bubu einfach ausgesetzt.

Das gleiche Schicksal erleiden derzeit laut dem Tierheimleiter auch viele Kleintiere. Zwei Hamster wurden in ihren Käfigen einfach neben einem Müllcontainer abgestellt. „Die Zooläden beraten oftmals falsch oder verkaufen vermeintlich gleichgeschlechtliche Tiere, die dann nach kurzer Zeit Junge kriegen“, erklärt Schinzel. Zudem bevölkern auch an die 100 Katzen Gehege. Wenn die Lebensumstände passten und die Interessenten einen seriösen Eindruck machten, könne eine Vermittlung auch schon mal schnell gehen. „Es gibt aber auch Kandidaten, denen wir kein Tier geben, auch wenn wir es noch so nötig haben“, sagt der Tierheimleiter. www.tierheim-dellbrueck.de

s.a.: http://www.inga-spruenken.de/?p=179

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Toleranz für Sex mit Hunden?

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Es ist unglaublich, aber leider traurige Realität, es gibt Menschen, die ihre Hunde für ihre sexuellen Bedürfnisse mißbrauchen. Wie der Deutsche Tierschutzbund mitteilt, rechtfertigte ein Mann in einem öffentlich-rechtlichen Radiosender im Umfeld der aktuellen ARD-Themenwoche “Toleranz” seine sexuelle Beziehung zu seinem Hund.

„Ein öffentlich-rechtlicher Sender fordert Toleranz für Sodomie? Da bleibt einem die Luft weg“, empört sich Simone Schröder, Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft zum Schutz des Hundes (DGSH) zu diesem öffentlichen Geständnis. „Tausende Menschen traumatisieren Tiere tagtäglich durch sexuelle Handlungen. Diese Tiere verenden oft jämmerlich. Nur der Mensch profitiert und nennt das dann Liebe. Es ist eine absolute Unverschämtheit, dass dieses Thema jetzt auch noch eine öffentlich-rechtliche Bühne erhält und sogar noch Toleranz verlangt”, so Schröder weiter, die über die DGSH aktiv dagegen vorgeht, menschliche Bedürfnisse auf dem Rücken von Tieren auszutragen.

„Öffentliche Erklärungen zoophiler Empfindungen bedeutet, diese zu verharmlosen und stellen damit ein großes Problem dar. Hunde wollen keinen Sex, sie wollen sich fortpflanzen. Wir hatten im Zuge der Arbeit für unsere Organisation schon viel zu oft mit durch Sodomie schwer traumatisierten, schwer verletzten und gebrochenen Hunden zu tun. Nicht umsonst gibt es seit Sommer 2013 endlich eine Änderung des Tierschutzgesetzes, über das sexuelle Handlungen an Tieren zumindest mit einem Bußgeld belegt werden können”, erklärt Schröder. Hunde seien auf Harmonie und Bindung zum Menschen programmiert. Selbst ein Hund der geprügelt werde, lecke doch immer wieder die Hand, die ihn schlage. Genauso ertrage er stumm und unterwürfig sexuelle Übergriffe vom Menschen und erleide dabei physische und psychische Schäden, so die Tierschützerin weiter.

Die DSGH ist eine Plattform, die hilft, Hunde zu schützen und ihr Leben zu verbessern. Zu den Hilfsprojekten zählt auch Aufklärungs- und Kampagnenarbeit zur Verhinderung von Misshandlungen und Missbrauch wie Zoophilie und Sodomie sowie die medizinische Versorgung und die Vermittlung von Tierheim- und Straßenhunden aus dem In- und Ausland und Kastrationen zur Populationsverringerung im Ausland. Die DGSH wurde 2014 für ihr vorbildliches Engagement mit dem Dogs Award als beste Tierschutzorganisation ausgezeichnet.http://www.dgsh.de

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Tierdrama im Westerwald – Hunde die keiner will

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Es war am Dienstag vor zwei Wochen, als ich bei meinem (Ex-)Freund im Westerwald zu Besuch war. Vier Hunde liefen über die Wiese und kamen angerannt, als sie Emile und Bijou erblickten. Ein Cocker Spaniel, eine weiterer kleinerer Hund und zwei größere liefen auf das Grundstück und machten sich gleich über die Näpfchen von Emile und Bijou her. Sie waren sehr freundlich und neugierig, aber stanken entsetzlich. Auch eine Nachbarin hatte die Tiere entdeckt und kam herbei, um zu erfahren, wem sie gehörten. Es liefen noch weitere Hunde herum, meinte sie.

Und tatsächlich: ein Golden Retriever und ein weiterer Hund liefen Richtung viel befahrener Bundesstraße. Wir riefen die Polizei. Die wiederum zeigte sich zwar wenig interessiert, verständigte aber immerhin das Ordnungsamt, während wir versuchten, die Hunde bei uns zu halten, damit sie nicht auf die Straßen liefen. Nach einem erneuten Telefonat teilte das Ordnungsamt mit, dass sie vermuteten, woher die Hunde stammten. Sie würden die Besitzerin verständigen, wir sollten warten. Zwischenzeitlich hatte mein Ex in Erfahrung gebracht, wo die Hunde hingehörten. Direkt neben der Kirche sei ein Anwesen, in dem unzählige Hunde lebten.

Wir leinten die drei bei uns verbliebenen Ausbrecher an und gingen in Richtung des Hauses. Dort bot sich uns ein trauriges Bild. Hinter einem Zaun mit Sichtschutz bellten unzählige Hunde. Auch in einem Schuppen neben einem herunter gekommenen Haus waren Hunde. Wir blickten durch Löcher im Zaun und sahen, dass manche Tiere krank waren. Überall lagen Schlachtabfälle wie Rinderbeine und Hufe herum. Wir warteten knapp eine Stunde auf die Besitzerin, während wir die weiteren Hunde, die schon entlang der Bundesstraße gelaufen waren, bei uns behielten.

Schließlich kam eine junge Frau in einem alten Auto, in dem vier weitere Hunde bellten. Sie käme aus dem Tierheim in Troisdorf, wo sie als Trainerin arbeite, sagte sie, nahm die Hunde und brachte sie wieder in das umzäunte Gelände. Wir hakten nach, was das denn für Hunde seien und warum so viele und warum manche krank seien. Der Golden Retriever beispielsweise hinkte und hatte eine offene Wunde an der Pfote. Das sei Krebs und nicht zu behandeln. Die Tiere seien alle unter tierärztlicher Kontrolle. Schließlich erzählte sie, dass sie mit anderen zusammen einen Verein gegründet hatte, der sich um problematische Hunde kümmern sollte (ProtecTier.e.V.). Das seien Tiere, die durch Beiß- oder sonstige Vorfälle auffällig geworden seien und die ihre Besitzer abgegeben hätten. Als Tiertrainerin habe sie die Tiere resozialisieren solle, der Verein habe sich aber wegen finanziellen Unregelmäßigkeiten im vergangenen Jahr aufgelöst und zurück blieben 21 Hunde. Der Kreisveterinär sei eingeschaltet und habe sogar vorgeschlagen, manche der Tiere zu töten.

Wie einiges, was die junge Frau erzählte, erwies sich dies jedoch als falsch. Auch im Tierheim in Troisdorf war sie unbekannt. Der Kreisveterinär wusste zwar Bescheid, war aber nicht über das Ausmaß des Ganzen informiert. Nach meiner Kontaktaufnahme schickte er noch am selben Tag einen Mitarbeiter dahin, der anordnete, dass drei der Tiere sofort einem Tierarzt vorgestellt würden, was wohl auch geschehen ist. Der Kreisveterinär sagte zu, dass er das Ganze weiter im Blick haben wollte, konnte aber nicht weiter eingreifen, weil keine tierschutzrechtlichen Belange betroffen waren. Kleine Tierheime, die aber in vorliegenden Fall nicht weiterhelfen könnten, gebe es in Hachenburg, in Hamm/Sieg, in Montabaur und in Ransbach-Baumbach, größere erst in Koblenz, Andernach und Limburg.

„Die Unterbringung der Hunde im Tierheim, sofern man dort überhaupt Plätze bekommt, würde aber bedeuten, dass die Hunde sich erst einmal dort eingewöhnen müssten, was in Anbetracht der labilen Psyche einiger Hunde bereits ein Problem darstellen könnte“, sagte er. Hinzu komme die Schwierigkeit, die Tiere in geeignete Hände zu vermitteln, sodass einige sich absehbar zu Dauergästen entwickelten und dort Kapazitäten blockierten. Darum sollten die Tiere besser unmittelbar durch die Frau vermittelt werden, meinte er und sagte zu, die weitere Aufnahme von Hunden durch die Frau strikt unterbinden zu wollen. Aufgrund der Vielzahl der Tiere, die das Kreisveterinäramt selbst beschlagnahme und unterbringen müsse, gebe es derzeit keine Möglichkeit der anderweitigen Unterbringung.

Obwohl die Frau laut eigener Aussage die Tiere gerne abgeben würde und sich kooperativ zeigte, findet sich aber keiner, der sie nimmt. Sie selbst kann die Haltung langfristig vermutlich weder finanziell, noch praktisch weiter alleine stemmen. Meine Versuche zu helfen, in dem ich das öffentlich mache, scheiterten am Desinteresse der Medien. Gar nicht gemeldet hat sich die für den Westerwaldkreis zuständige Rheinzeitung, der WDR hat abgelehnt, der SWR hat sich nicht gemeldet und die Bild-Zeitung hat sich nach anfänglichem Interesse auch nicht mehr gemeldet. Für Spiegel-online sei es zu regional und Stern-TV interessierte sich nicht dafür. Lediglich das Dogs-Magazin nannte ein paar Namen, an die man sich wenden könnte, wollte die Geschichte aber nicht bringen, weil die Redaktion bis weit in das nächste Jahr schon die Themen geplant habe.

Das Traurige an der Geschichte ist, dass immer mehr Tiere aus dem Ausland nach Deutschland geholt werden, aber solche Tiere hier im Land keine Chance erhalten – sie fallen einfach durch das Raster. Leider weiß auch ich nicht, wie ich da weiter helfen kann und hoffe jetzt auf den Deutschen Tierschutzbund und Tierfreunde, die da helfen können.

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Intuitiv – Emile und Bijou, die Scheidungskinder

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Intuition unterscheidet sich im Allgemeinen durch den Zeitfaktor von der Wahrnehmung durch die fünf herkömmlichen Sinne. Während es jeweils einige Sekundenbruchteile braucht, bis man einen äußeren Sinnesreiz mit dem Gehirn verarbeitet, entsteht die Intuition sofort und ohne Verzögerung. Dadurch ermöglicht der sechste Sinn schnelles Handeln und schützt somit vor mancher Gefahr.

Für Tiere soll der sechste Sinn sogar wie für uns der Seh-, Tast-, Geschmacks-, Hör- oder Geruchssinn sein. Dass sie Erdbeben und Naturkatastrophen vorausahnen können, ist kein Geheimnis. Auch viele Hundebesitzer berichten von der Intuition ihrer Tiere. Experimente haben das bestätigt. Gerade Hunde erspüren, wenn etwas für sie Wichtiges passiert. Bei einer engen Bindung spüren sie immer, wenn mit Frauchen oder Herrchen etwas nicht stimmt, sie traurig oder krank sind.

In einem Experiment wurde ein Hund bei einer Freundin gelassen, während seine Besitzerin mit einer Stoppuhr wegging. Der Hund lag ganz ruhig, solange sich sein Frauchen vom Haus weg bewegte. Sobald es aber den Rückweg einschlug, wurde er unruhig und ging Richtung Haustür. Das wurde mehrmals in Varianten wiederholt und jedes Mal spürte der Hund, wann sein Frauchen sich wieder dem Haus näherte – meistens waren das so zehn bis 15 Minuten vor der Rückkehr.

Auch Emile und Bijou bewiesen kürzlich in ihre Intuition, denn ein einschneidendes Erlebnis stand bevor. Mein Lebensgefährte und ich wollten uns trennen. Wir kamen aus dem Urlaub und ich lud meine Sachen ins Auto, um nach Hause zu fahren. Dabei geschah etwas Seltsames. Emile, der sonst immer sofort ins Auto springt, blieb draußen stehen, auch als Bijou nach Aufforderung ins Auto sprang. Das hatte es in der ganzen Zeit noch nicht gegeben. Der Grund: Wir hatten uns zuvor darüber geeinigt, dass Bijou bei mir bleiben sollte und Emile, der ja sein Hund ist, bei ihm. Mit traurigen Augen schaute Emile uns hinterher und verbrachte eine Nacht und einen Tag als Häufchen Elend.

Darum haben wir zwischenzeitlich die Entscheidung wieder revidiert. Emile kann einfach nicht ohne Bijou und wir haben eine Regelung getroffen, wie bei einem klassischen Scheidungskind. Die Hunde bleiben bei mir und mein Ex-Lebensgefährte holt sie ab und zu mal übers Wochenende ab. Ich bin mehr Zuhause, weil ich überwiegend von dort arbeite und außerdem sind sie bei mir in ihrer vertrauten Umgebung. Und wenn ich mal länger weg muss, kommen sie zu ihm.

Trotzdem merkt man insbesondere Emile die Trauer an. Er ist sehr anhänglich. Die beiden gewöhnen sich aber Tag für Tag mehr an die Situation. Ich denke, sie spüren intuitiv, dass sie uns trotzdem mit uns beiden zusammen sein können.

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Intelligenz-Bestien oder Emile und sein Ohr

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Sie können sich bis zu 165 Worte merken, bis fünf zählen und Fehler in leichten Berechnungen erkennen – Hunde sind intelligenter, als viele meinen. Ihre Fähigkeiten werden mit zwei- bis zweieinhalbjährigen Kindern verglichen. Der amerikanische Psychologe und Hundeexperte Stanley Coren hat über 200 Punktrichter befragt und verschiedene Tests mit unterschiedlichen Rassen durchgeführt. Das brachte ihn zu der Aussage, dass bestimmte Rassen intelligenter sind als andere. Er stellte ein Ranking auf.

Demnach sind Border-Collies die intelligentesten Hunde. Den Beweis dafür trat die Border-Collie-Dame Chaser in Wetten-Dass an. Sie zeigte, dass sie über 1000 Spielsachen auseinanderhalten kann. Das solche Superhunde nicht nur verschiedene Begriffe und Kommandos kennen, liege am Training, sagen die Wissenschaftler. Das heißt, Hunde müssen gefordert werden, um zu lernen und eine gewisse Intelligenz zu entwickeln. Nach den Border Collies, folgen Pudel und Deutscher Schäferhund im Hinblick auf die geistigen Fähigkeiten. Platz vier belegen der Golden Retriever, fünf der Doberman, sechs der Shetland Sheepdog, sieben der Labrador Retriever, acht der Papillon, neun der Rottweiler, zehn der Australian Cattle Dog. Der dümmste Hund soll laut Coren der Afghanische Windhund sein, ihm folgt auf Platz zwei der Basenji, die Englische Bulldogge, der Chow-Chow und der Borsoi.

Der Frage, wie gelehrig Mischlinge sind, ist er leider nicht nachgegangen. Aber im Allgemeinen werden auch ihnen besondere intellektuelle Fähigkeiten nachgesagt. Bijou jedenfalls ist ein guter Problemlöser. Kürzlich wollte sie Emile ein Schweineohr abjagen. Dazu versuchte sie verschiedene Strategien. Sie sprang auf ihn, lief um ihn herum, versuchte es von rechts und von links – leider jedoch ohne Erfolg. Emile ließ sich nicht beeindrucken davon und knabberte genüsslich weiter an seinem Ohr. Schließlich versuchte sie ihn abzulenken, indem sie ganz intensiv neben ihm schnupperte, aber das alles half nicht – hatte Emile doch schon einmal die Erfahrung gemacht, dass er, sobald er nicht aufpasst, sein Leckerchen los ist. Und wehe, er versucht es wieder zu bekommen, dann ist richtig Stress angesagt, Bijou wird giftig und keift ihn an. Schließlich ist sie der der kleine Chef.

Nach einer ungarischen Studie reagieren Hunde wie Kleinkinder auf Signale wie Augenkontakt oder direktes Ansprechen. Sie eignen sich Wissen an, indem sie andere nachahmen, wobei sie nur das nachahmen, was für sie Sinn macht. In einem Experiment sollten die Hunde eine Futterbox öffnen, indem sie einen Holzstab bewegten. Das taten sie mit ihrem Maul, nur eine Hündin wurde darauf trainiert, das mit der Pfote zu tun. Solange sie dabei nichts im Maul hatte, schienen die anderen Hunde sich für dieses Verhalten zu interessieren und imitierten es. Hatte die Hündin ein Spielzeug im Maul und öffnete die Box mit der Pfote, ahmten die anderen Tiere das nicht nach.
Um ihren Gerechtigkeitssinn zu untersuchen, testeten die Wissenschaftler der Universität Wien, wie sich Hunde bei ungerechter Behandlung verhalten. Dazu ließen sie zwei, die sich gegenseitig sahen, die Pfote geben. Solange beide Tiere nach erfüllter Aufgabe belohnt wurden oder beide keine Belohnung bekamen, verhielten sie sich kooperativ. Wurde hingegen nur einer der Hunde belohnt, streikte der andere. Dabei spielte jedoch auch die Beziehung zwischen den Hunden eine Rolle. Anders als Affen, waren die Hunde besonders unkooperativ, wenn sie den Partner, der eine Belohnung bekam, gut kannten.

Max-Planck-Forscher untersuchten zudem, ob auch Menschenaffen und Hunde fähig sind, Dinge, die sie nicht sehen, weiter wahrzunehmen. Dazu platzierten sie Futter für Hunde und Affen sichtbar unter einem von zwei Behältern. Danach wurden die Behälter verschoben. Während die Menschenaffen zu wissen schienen, unter welchem Gefäß sich die Belohnung befand, schnitten die Hunde in diesem Experiment schlecht ab.

Wölfe stellten sich in diversen Studien geschickter an, etwa wenn es ums Futter ging, doch im Gegensatz dazu verstehen Hunde den Zeigegestus des Menschen. Dazu sind nicht einmal Schimpansen in der Lage, denn Tiere kommunizieren gewöhnlich mit den Augen. Auch haben die Forscher einen Unterschied zwischen der Wahrnehmung von Weibchen und Rüden festgestellt. In einem Experiment beobachteten Hunde einen Ball, der hinter einen Sichtschutz rollte. Wenn der Ball zum Vorschein kam, war er in jedem zweiten Mal größer als der vorige. Während Rüden sich davon nicht beeindrucken ließen und dem Ball immer gleich lange hinterher schauten, beobachteten Hündinnen den in der Größe veränderten deutlich länger. Offensichtlich waren sie davon stärker irritiert als ihre männlichen Artgenossen.

Laut dem US-Schriftsteller James Thurber haben aber Menschen mehr zu lernen im Zusammenspiel mit Hunden: „Es ist dem Hund nur selten gelungen, den Menschen auf seine Ebene der Klugheit emporzuziehen, aber der Mensch hat den Hund oft zu seiner heruntergezogen.“

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