Bijou beliebter als Emile – oder Mischling versus Rassehund

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Ganz oben auf der Beliebtheitsskala der Deutschen stehen Mischlingshunde. Das vermeldet die bei Frankfurt ansässige Tierschutzorganisation TASSO (www.tasso.net). Sie muss es wissen, denn sie betreibt mit 7,7 Millionen Einträgen Europas größtes Haustierzentralregister. Im Verlustfall werden sie vor dem endgültigen Verschwinden geschützt. Mischlinge belegen demnach mit 148.364 Neuregistrierungen Platz eins – ein Trend, der sich seit Jahren fortsetzt.

Mischlinge wie die aus Ibiza stammende Bijou machen 41 Prozent bei den Neuregistrierungen aus. Kein Wunder, denn zum einen gibt es sehr viele Mischlinge im Tierschutz. Und immer mehr Menschen geben lieber einer leidenden Hundeseele ein neues Zuhause, als sich einen Zuchthund anzuschaffen. Hinzu kommt, dass Mischlinge oftmals gesünder und robuster, als Rassehunde sind.

Bijou und Emile sind der Beweis dafür. Während Bijou als Jack-Russel/Sheltie-Mix mit ihren knapp 13 Jahren noch topfit ist und keinerlei Alterserscheinungen oder Erkrankungen zeigt, ist der knapp sechsjährige Whippet Emile recht empfindlich. Beim kleinsten Wind fängt er an zu husten und auch seine Verdauung macht oft Probleme.

Auf Platz der Neuanmeldungen sind Labrador Retriever mit 19.031, gefolgt vom Deutschen Schäferhund auf Platz 3 (15.029). Letzteres verwundert mich sehr, zumal, abgesehen von den Hüftproblemen Schäferhunde sich bei Hundebegegnungen sich am wenigsten sozialisiert zeigen. Überwiegend reagieren sie sehr aggressiv auf Artgenossen. Emile und Bijou nehmen meistens entsetzt Reißaus, wenn ein Schäferhunde kommt. Allerdings hat die Beliebtheit von Schäferhunden in den vergangen Jahren laut Tasso nachgelassen.

Die Plätze vier und fünf gehören dem Chihuahua (12.807) und der Französischen Bulldogge (8.523). Mit 8.318 Neuregistrierungen übernimmt der Jack Russell Terrier Platz sechs, der Golden Retriever (7.123) und der Yorkshire Terrier (6.291) kommen auf die Plätze sieben und acht.

Der Australian Shepherd (5.438) und der Border Collie (3.841) belegen in der TASSO-Rangliste die Plätze neun und zehn. Sie sind, insbesondere wegen ihrer hohen Intelligenz, die am schwersten zu haltenden Hunde. Da bei Ihnen der Hüte-Instinkt stark ausgeprägt ist, sind sie für die Stadt wenig geeignet und brauchen dort ausreichende Beschäftigungsmöglichkeiten , um nicht neurotisch zu werden. Manch einer dieser Rassen hütet schon mal Blätter oder – noch schlimmer – Kinder. Da kommt es leicht zu Missverständnissen.

Wer beides haben möchte, einen Mischlings- und einen Rassehund, nimmt einfach zwei. Zu Zweit ist auch ein Hundeleben viel schöner – wie Emile und Bijou (www.facebook.com/BijouuEmile/) bestätigen können – ohne, dass zwei Tiere wesentlich mehr Arbeit machen. Dafür sind beide glücklich und zufrieden – und niemals allein.

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Emile oder Bijou – warum nicht beide?

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Wer mit dem Gedanken spielt, sich einen Hund anzuschaffen, steht vor der Frage: Rasse- oder Mischlingshund, großer oder kleiner, schlanker oder kompakter Hund. Ich meine, warum nicht beide? Auch wenn viele denken, zwei Hunde würden mehr Arbeit oder Dreck machen und es gar Stimmen gibt, die behaupten, zwei Hunde würden sich in der Rudelstruktur gegen den Menschen verbünden, kann ich nur aus eigener Erfahrung sagen, wie glücklich zwei Hunde miteinander sind. Und ein zufriedener Hund stellt weniger an, ist aufgeschlossener, lernbegieriger, gehorsamer und ausgeglichener.

Bijou beispielsweise ist total aufgelebt, weniger ängstlich und viel verspielter seit Emile an ihrer Seite ist. Zwar war sie eigentlich nie ganz allein, da meine Mutter immer auch einen Hund hatte, mit dem Bijou gemeinsam im Garten tollen konnte oder ihre Zeit verbrachte, wenn ich mal nicht da war. Aber mit Emile und ihren Menschen hat sie nun ein richtiges Rudel. Ich denke, bei sozialen Wesen wie Hunden ist es wie beim Menschen, der ja auch nicht gerne allein ist. Die Sicherheit, die der zweite Hund Bijou gibt, zeigt sich in vielerlei Verhaltensweisen. So hat sie beispielsweise zwar immer noch Angst vor Schüssen oder Gewitter, aber sobald es vorüber ist, ist sie ganz schnell wieder normal, während sie früher Stunden und Tage ängstlich zitternd in der Ecke hockte.

Wenn Bijou und Emile zusammen spielen oder auch nur gegenseitig schauen, was für ein Leckerchen der andere gerade bekommen hat (oder ob es vielleicht was besseres ist), wenn sie sich begrüßen, wenn sie zusammen durch Wald und Wiese streifen, wenn sie sich gegenseitig lecken, aneinandergekuschelt liegen oder sich beschnüffeln, dann ist das eben nicht nur für den zuschauenden Menschen schön. Die innige Beziehung, die ein Hund zu einem Mensch aufbaut, ist meiner Meinung nach kein Ersatz für einen Artgenossen, von dem er sich Verhaltensweisen abschauen und mit dem er kommunizieren kann. Und als Mensch muss dann auch kein schlechtes Gewissen haben, wenn man mal für einige Zeit aus dem Haus muss, denn der Hund ist ja nicht alleine.

Wichtig ist nur, dass beide immer gleich behandelt werden, zur selben Zeit gestreichelt und gefüttert werden. Dann klappt es auch mit dem Zweithund ohne Eifersuchtsdramen. Und man kann sowohl einen Rasse- wie auch einen Mischlingshund haben. Wie in unserem Fall passt der kleine Mischling aus der Tierschutzorganisation perfekt zum noblen Rassehund. Kleine passen zu großen, schlanke zu kompakten, ruhige zu temperamentvollen Hunden, was sich dann oftmals ganz gut ausgleicht. Während bei Rassehunden die Charaktereigenschaften ja ungefähr eingeschätzt werden können, helfen bei Mischlingen gute Tierschutzorganisationen mit verlässlichen Aussagen zum Charakter.

In Köln etwa vermittelt das Tierheim in Dellbrück sowie der Tierschutzverein in Porz, Tiere aus dem Aus- und Inland. Mehr dazu gibt es in „Fred & Otto unterwegs in Köln“. 

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