Füchse helfen im Kampf gegen Borreliose

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Nun ist wieder Zeckenzeit. Damit steigt auch das Risiko, das sich Hund und Mensch durch den Biss der kleinen Spinnentiere mit ernsten Erkrankungen wie der Lyme-Borreliose infizieren. Laut der Tierschutzorganisatoin TASSO zeigen aktuelle Forschungsarbeiten jedoch, dass unser wertvollster Verbündeter im Kampf gegen die Borreliose vermutlich der Fuchs ist.

Die Lyme-Borreliose ist in Europa die häufigste durch Zecken übertragene Krankheit; mehr als 200.000 Menschen infizieren sich jedes Jahr damit. Die Erkrankung wird von Bakterien verursacht und äußert sich im Frühstadium nur durch Rötungen um den Zeckenbiss sowie leichte Allgemeinsymptome wie Kopf- und Gliederschmerzen. Breiten sich die Erreger im Körper aus, können sie bei Mensch und Hund zu Herzproblemen, bleibenden Organschäden und schweren chronischen Symptomen führen.

Füchse sind als Beutegreifer, die sich von Mäusen ernähren, ein wichtiger Schutz gegen die Krankheit. Der niederländische Biologe Hofmeester* verglich 20 Waldgebiete mit unterschiedlichen Populationsdichten von Beutegreifern wie Füchsen und Mardern. Seine höchst interessante Erkenntnis: In Gebieten, in denen viele Füchse lebten, trugen weitaus weniger Zecken Erreger der Lyme-Borreliose in sich. Der Grund: Beutegreifer üben Einfluss auf das Verhalten von Mäusen aus, die als Hauptreservoir des Borreliose-Erregers gelten.

Wo es genügend Beutegreifer gibt, halten Mäuse sich häufiger im Verborgenen auf und werden so seltener von Zeckenlarven befallen. Dadurch kann die Borreliose sich schlechter in der Mäusepopulation verbreiten, Zecken nehmen den Erreger seltener auf, und die Übertragungswahrscheinlichkeit auf Mensch und Hund sinkt. Der Schutz von Füchsen trägt also dazu bei, Menschen, aber auch Haus- und andere Wildtiere vor von Zecken übertragenen Krankheiten zu schützen!

Das Aktionsbündnis Fuchs, eine Initiative von 60 deutschen Tier- und Naturschutzverbänden meint: „Für die Verfolgung des Rotfuchses gibt es keinen vernünftigen Grund“, so Mike Ruckelshaus, Leiter Tierschutz Inland bei TASSO und Mitglied des Bündnisses. „Im Gegenteil: Wie wir aus fuchsjagdfreien Gebieten wissen, profitiert die Natur vom Schutz dieser sozialen und intelligenten Beutegreifer. Dass sie uns beim Kampf gegen die Borreliose helfen, ist ein weiteres Argument dafür, die oftmals tierquälerische Bejagung des Fuchses zu beenden.“

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Bijou beliebter als Emile – oder Mischling versus Rassehund

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Ganz oben auf der Beliebtheitsskala der Deutschen stehen Mischlingshunde. Das vermeldet die bei Frankfurt ansässige Tierschutzorganisation TASSO (www.tasso.net). Sie muss es wissen, denn sie betreibt mit 7,7 Millionen Einträgen Europas größtes Haustierzentralregister. Im Verlustfall werden sie vor dem endgültigen Verschwinden geschützt. Mischlinge belegen demnach mit 148.364 Neuregistrierungen Platz eins – ein Trend, der sich seit Jahren fortsetzt.

Mischlinge wie die aus Ibiza stammende Bijou machen 41 Prozent bei den Neuregistrierungen aus. Kein Wunder, denn zum einen gibt es sehr viele Mischlinge im Tierschutz. Und immer mehr Menschen geben lieber einer leidenden Hundeseele ein neues Zuhause, als sich einen Zuchthund anzuschaffen. Hinzu kommt, dass Mischlinge oftmals gesünder und robuster, als Rassehunde sind.

Bijou und Emile sind der Beweis dafür. Während Bijou als Jack-Russel/Sheltie-Mix mit ihren knapp 13 Jahren noch topfit ist und keinerlei Alterserscheinungen oder Erkrankungen zeigt, ist der knapp sechsjährige Whippet Emile recht empfindlich. Beim kleinsten Wind fängt er an zu husten und auch seine Verdauung macht oft Probleme.

Auf Platz der Neuanmeldungen sind Labrador Retriever mit 19.031, gefolgt vom Deutschen Schäferhund auf Platz 3 (15.029). Letzteres verwundert mich sehr, zumal, abgesehen von den Hüftproblemen Schäferhunde sich bei Hundebegegnungen sich am wenigsten sozialisiert zeigen. Überwiegend reagieren sie sehr aggressiv auf Artgenossen. Emile und Bijou nehmen meistens entsetzt Reißaus, wenn ein Schäferhunde kommt. Allerdings hat die Beliebtheit von Schäferhunden in den vergangen Jahren laut Tasso nachgelassen.

Die Plätze vier und fünf gehören dem Chihuahua (12.807) und der Französischen Bulldogge (8.523). Mit 8.318 Neuregistrierungen übernimmt der Jack Russell Terrier Platz sechs, der Golden Retriever (7.123) und der Yorkshire Terrier (6.291) kommen auf die Plätze sieben und acht.

Der Australian Shepherd (5.438) und der Border Collie (3.841) belegen in der TASSO-Rangliste die Plätze neun und zehn. Sie sind, insbesondere wegen ihrer hohen Intelligenz, die am schwersten zu haltenden Hunde. Da bei Ihnen der Hüte-Instinkt stark ausgeprägt ist, sind sie für die Stadt wenig geeignet und brauchen dort ausreichende Beschäftigungsmöglichkeiten , um nicht neurotisch zu werden. Manch einer dieser Rassen hütet schon mal Blätter oder – noch schlimmer – Kinder. Da kommt es leicht zu Missverständnissen.

Wer beides haben möchte, einen Mischlings- und einen Rassehund, nimmt einfach zwei. Zu Zweit ist auch ein Hundeleben viel schöner – wie Emile und Bijou (www.facebook.com/BijouuEmile/) bestätigen können – ohne, dass zwei Tiere wesentlich mehr Arbeit machen. Dafür sind beide glücklich und zufrieden – und niemals allein.

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Nomen est Omen bei Emile und Bijou

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„Sag mir, wie du heißt, und ich sag dir, wer du bist“, schließen Sprachforscher wie Joachim Schaffer-Suchomel vom Namen auf die Persönlichkeit. Gemäß der Aussage in seinem Buch „Nomen est Omen“ trägt jeder Vorname eine verborgene Botschaft in sich. Namen sollen dem Träger einen Lebensweg vorgeben und viel über sein seelisches Wesen und sein Schicksal aussagen.

Dabei hat jeder Buchstabe sein eigenes Bild. Beginnt ein Name etwa mit P wie Peter lässt das auf eine unruhige Persönlichkeit schließen, die viel vorantreiben kann. Während ein „P“ alleine umfällt, worauf die Deutung sich bezieht, steht ein „E“ für sich alleine und gilt für Ruhe und Bodenständigkeit.

Das Wortbild „An“ steht für Präsenz, viel Mitte und Geschlossenheit, andererseits aber für das Laufen in einem Hamsterrad. Der beliebte Hundename Max etwa bedeutet „der Größte“, er ist ein Macher und gern aktiv. Der Buchstabe „O“ wie Otto steht als Kreis für die Vollendung, aber auch für ein Gefängnis, dem Otto zu entkommen versucht. Namen mit dem Anfangsbuchstaben „S“ gleichen indes einer aufgerichteten Schlange und symbolisieren Kampfgeist.

Laut dem Verein Tasso, sind Hundenamen grundsätzlich ein Türöffner zu anderen Hundehaltern beim Spaziergang. Dabei habe, wer es mit Luna (Mondgöttin) oder Rocky (Rochus: brüllen, schreien) versuche, die größte Chance, richtig zu liegen. Denn gemäß der Tasso-Datenbank, in der über 7,6 Millionen Tiere registriert sind, führen diese beiden Hundenamen die Hitliste an, während es bei den Katzen Lilly (abgeleitet von Elisabeth und damit von Gott verehrt) und Felix (der Glückliche) sind.

Auf Platz zwei und drei bei den Hunden landen Emma (von Imme – Biene -, die Fleißige) und Bella (Isabella, die Schöne) sowie Sammy (Samuel, der letzte Richter Israels) und Max (s.o.). Vor 32 Jahren, als Tasso anfing, hießen die meisten Hunde eher Bobby (Robert, Ruhm, Ehre, glänzend) oder Susi (Susanne = Lilie).

Trotz – oder gerade wegen ihrer Bedeutung, sollt man sich bei der Auswahl des passenden Hundenamens auf seine Intuition verlassen. Meine Bijou jedenfalls steht für eine Kostbarkeit, ein Juwel und wurde von mir bewusst gewählt. Emile indes bezieht sich auf Emil, den Großvater seines Herrchens. Als französische Form sollte er zu Bijou passen und hat in dieser Bedeutung etwas Witziges, Fröhliches. Der Name an sich geht zurück auf das lateinische aemulus und bedeutet eifrig, wetteifernd, nachahmend. Auf beide Hunde passen die Namen übrigens perfekt. Und ich (Inga = Ingeborg, abgeleitet von dem germanischen Gott Ingwio), bin in der Bedeutung wie im richtigen Leben ihre Hüterin, Beschützerin.

 

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Arme Dickerchen – wenn der Winterspeck krank macht

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Nicht nur Menschen haben mit Übergewicht zu kämpfen, auch viele Hunde leiden daran. Da es Rassen gibt, die immer alles fressen, was sie vorgesetzt bekommen und es leider auch Menschen gibt, die es zu gut meinen, sind viele Hunde übergewichtig. Wie die Tierschutzorganisation TASSO e.V. berichtet, kann Übergewicht bei Hunden in Zusammenhang mit fehlender Bewegung aber zu Krankheiten wie Fettleber, Diabetes mellitus, Gelenkbeschwerden, Atemnot, Herz-Kreislaufprobleme und Bluthochdruck und die Lebenserwartung des Tieres erheblich herabsetzen.

Emile und Bijou haben eher das gegenteilige Problem. Sind sie doch eher „mäkelige Esser“. Man muss Emile förmlich bitten, dass er sein Futter anrührt. Bei ihm besteht eher die Gefahr, dass er zu dünn, statt zu dick wird. Das liegt aber nicht nur daran, dass er sehr wählerisch im Hinblick auf sein Futter ist, sondern auch an seinem Windhund-Stoffwechsel. Das heißt, je mehr er frisst, umso mehr kommt hinten wieder raus, so dass er niemals Fett ansetzen kann. Und auch Bijou neigt dazu, eher zu wenig, als zuviel zu fressen und hat offensichtlich einen schnellen Stoffwechsel. Darum haben beide immer volle Futternäpfe, so dass sie fressen können, sobald sie Hunger haben. Und das tun sie oftmals nachts. Morgens ist dann alles leer geputzt.

Bei gierigen Hunden rät Tasso, dass man sobald sich die Körperkontur nicht mehr erkennen lässt, es höchste Zeit ist, die Futterrationen zu überdenken. Bevor man sein Tier aber auf Diät setzt, sollte man den Tierarzt befragen und sich vergewissern, dass das Übergewicht nicht etwa Symptom einer bestehenden Krankheit wie einer Schilddrüsenunterfunktion oder einer anderen Stoffwechselkrankheit ist. Und auch eine Kastration kann die Verbrennung herabsetzen und zur Gewichtszunahme führen.

Also ist es wichtig, dass Hunde nicht mehr Kalorien aufnehmen, als sie verbrennen. „Ein großes Problem ist die nicht artgerechte Ernährung. Verschiedene Leckerlies mit Joghurt, Honig und anderen süßen Zusätzen erschweren es manch einem Tierhalter, im Tierbedarfsladen am Regal vorbeizugehen“, weiß Dr. Anette Fach, die für die Tierschutzorganisation TASSO tätige Tierärztin. Man sollte zudem auf ausreichende Bewegung achten, damit der Hund nach seinem arttypischen Bedarf gesund und glücklich ist. Dazu gehören Rennen und Toben sowie regelmäßige Spaziergänge. Die helfen auch gegen manch eine Speckrolle, die Herrchen und Frauchen über die Festtage angesetzt haben.

Weitere Tipps zum verantwortungsvollen Umgang mit dem Tier gibt es auch unter www.tasso.net.

 

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