Emile und Bijou in Holland und beim Golfen

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Emile und Bijou waren nicht nur wieder auf Reisen in Holland, sondern kürzlich auch beim Golfspielen. Denn beim Golfclub Burg Overbach in Much sind Hunde seit 2016 gern gesehene Gäste. Laut Günter Widl, dem Geschäftsführer des auf den früheren Ländereien der alten Wasserburg Overbach befindlichen Platzes, hatten die Hundebesitzer unter den Golfern immer wieder danach gefragt, ob sie ihre Tiere mitbringen dürfen. Allerdings gingen die Meinungen, ob man dies zulassen sollte unter den 650 Mitgliedern auseinander. Manche befürchteten Verschmutzungen und Belästigungen und sorgten sich um die Wildtiere.

Denn auf dem Mucher Golfplatz, der im Juli eine Zertifizierung in Bronze „Golf & Natur“ wegen seiner Naturnähe bekam, tummeln sich zahlreiche davon. Zum einen halten Highland-Rinder die Randbereiche frei, zum anderen sind oftmals Fuchs und Hase auf dem Platz zu Gast. Laut Widl spielen manchmal sogar Fuchs-Welpen, die in den Randbereichen von aufgezogen werden, mit den Golfbällen. Auch die Krähen vergreifen sich schon mal gerne an den weißen Bällen und klauen sie den Golfern.

Kanada- und Nilgänse nutzen die Biotope auf dem Platz ebenso als Brutstätte wie der Milan, von dem es gleich drei Brutpaare gibt. Der Eisvogel tummelt sich an den Gewässern ebenso wie der Fischreiher sowie die Ringelnatter. Neben Bussarden und Eulen fühlen sich zudem verschiedene Fledermausarten hier wohl. Viele von ihnen leben in den Obergeschossen der aus dem 15. Jahrhundert stammenden Burg Overbach. Denn der Golfclub, der die Burg im Jahr 1984 erwarb, nutzt nur die unteren Geschosse als Geschäftsräume.

Hunde jedenfalls sind nach einem Probelauf in 2014 mit einem Hundetag in der Woche nun an sieben Tagen erlaubt. Sie dürfen an der Leine mit. Am zweiten September-Wochenende gab es sogar den ersten „4-Pfoten-Cup“ über neun Löcher für Golfer mit und ohne Hund. Das Turnier wurde von einer Tierarztpraxis gesponsert und sein Erlös ging an das Tierheim des Rhein-Sieg-Kreises (http://www.golfclub-burg-overbach.de).
Emile und Bijou haben aber nicht mitgespielt – sie waren ja schließlich in Holland.
Der Campingplatz De Badhoeve (http://www.campingdebadhoeve.nl), neun Kilometer von Amsterdam entfernt, war ebenso hundefreundlich wie der Badeort Katwijk aan Zee.

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Bijous Solaires und Emiles Sofakissen

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Ein dreiwöchiger Urlaub durch Süd-West-Europa liegt hinter Emile und Bijou. Sie erlebten Frankreich, Spanien und Portugal, machten Stationen an klangvollen Orten wie Lissabon, Saragossa und Carcassonne, badeten in der Loire, im Atlantik und in einem Brunnen in den Pyrenäen und bestanden zahlreiche Abenteuer. Sie begegneten Geckos, Schlangen, anderen Hunden, Katzen und Hausschweinen und sie fanden edle Geschäfte mit ihren Namen oder Abbildern.

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Eine Kutschfahrt, die ist lustig

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Wandern und Kultur standen auf dem Programm beim jüngsten Urlaub, zu dem Emile und Bijou starteten. Auch wenn sie wenig begeistert von der Autofahrt an sich waren, zeigten sich die beiden erfahrenen Urlauber vom Hotelzimmer in Schellerhau (http://www.berghotel-lockwitzgrund.de), einem auch als Wintersportort beliebten Höhendorf, angetan. Als wären sie Zuhause, machten sie es sich sofort auf ihren Decken gemütlich und bettelten nach Futter. So gestärkt und ausgeschlafen waren sie dann am nächsten Tag freudig mit von der Partie, als anstatt über die Höhen und durch die Täler des Erzgebirges zu wandern, aus wettertechnischen Gründen eine Stadtbesichtigung anstand: Dresden galt es zu erkunden, und dass nicht nur auf vier Pfoten, sondern sogar in einer Kutsche. Große Aufregung herrschte, als das Gefährt sich anschickte, loszurollen – hatten die beiden doch noch keinerlei Erfahrung mit dieser Art der Fortbewegung. Während des anschließenden Einkaufsbummels der Zweibeiner zogen sie es daher auch vor, sich auf dem Rücksitz des Autos von diesen Aufregungen zu erholen.

Das brave Warten hatte sich gelohnt, denn am nächsten Tag galt es endlich, das Erzgebirge auf vier Pfoten zu erkunden. Geschlagene acht Stunden ging es auf Berge, durch Täler, durch Orte und Wälder, vorbei an alten Stollen und an einem Goethe-Denkmal, wo die belesene Hundetruppe gerne fürs Foto posierte. Mal eben über die grüne Grenze nach Tschechien und ein Foto mit Grenzstein gemacht, dann wieder eine Einkehr, wo es Leckerchen und ein Wasserschälchen gab. Einzig das Besucherbergwerk in Zinnwald wollte keine vierbeinigen Besucher. Das stellte sich jedoch im Nachhinein als Glück heraus – wären es doch nochmals knapp drei Kilometer gewesen, die die müden Vier- und Zweibeiner unter Tage hätten laufen müssen.

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Die Nacht jedenfalls wurde ganz intensiv zum Ausruhen genutzt, schließlich stand am nächsten Tag ein Besuch im Elbsandsteingebirge auf dem Programm. Hinauf auf die Feste Königstein, wo Hunde im Außengelände, nicht aber in den Gebäuden erlaubt sind. Das lohnte sich trotzdem, allein schon wegen der Aussicht. Außerdem konnten sich Herrchen und Frauchen ja auch abwechseln beim Besuch des Innenlebens der alten Grenzfestung, die traumhafte Ausblicke aufs Elbtal und die umliegenden Tafelberge bot. Nach einer Fahrt mit der Elbfähre ging es schließlich noch hoch auf die für ihre Brücke in schwindelnder Höhe bekannte und oft fotografierte Bastei. Unzählige Stufen steil bergauf wollte sich Bijou dann doch nicht antun und ließ sich lieber tragen, während Emile freudig voranstrebte, um sich schließlich hoch über der Elbe stolz fotografieren zu lassen. Frauchens Höhenangst stieß bei den beiden jedenfalls auf wenig Verständnis.

Der angedachte Besuch von Prag für den darauffolgenden Tag wurde vom menschlichen und tierischen Familienrat gemeinsam über den Haufen geworden, um bei schönstem Herbstwetter lieber einen kleinen Ausflug in die nächstgelegene tschechische Stadt Teplice zu unternehmen. Dort gab es sogar einen eigenen Laden mit sehr günstigen Hunde-Leckerlis, was den beiden besonders gut gefiel. Am Nachmittag dann brachen alle gemeinsam noch einmal zu einer Wanderung über die Höhen des Erzgebirges auf, was in einem Abendessen in einem superkitschigen Erzgebirge-Lokal in Altenberg endete. Nach der gut überstandenen Rückfahrt, die über Leipzig führte – dort wurde die arme Bijou im Café Mephisto vom stündlich mit einem Donnergrollen erscheinenden Teufel erschreckt – warten die beiden nun schon auf den nächsten Urlaub. Schließlich gibt es nichts Schöneres, als den ganzen Tag über mit seinen Menschen auf Tour zu sein. Blöd, dass die auch immer arbeiten müssen….

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Urlaubsfreuden an der Ostsee

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Ihren Urlaub haben nicht nur Frauchen und Herrchen genossen, sondern auch Emile und Bijou. Im August ging es mit dem Campingbus nach Mecklenburg-Vorpommern zunächst an die Seenplatte, wo wir den Geburtstag eines Freundes an dessen Bootsliegeplatz feierten. Allerdings gefiel es den Fellnasen am Fleesensee nicht so gut. Schließlich gab es rund um den Yachthafen Lebbin wenig bis gar keine hundefreundlichen Spazierwege. Die Wege führten zumeist an der Straße entlang und auch das Baden im See war für Emile und Bijou tabu, denn Hunde waren am Seestrand nicht erlaubt. Die Argumentation, dass es sich ja eigentlich nicht um einen Strand, sondern um eine Wiese handelte, war zwar richtig, wäre aber letztlich nicht durchzusetzen gewesen. So legten wir uns ganz an den äußeren Rand unter einen Baum, was niemanden störte, da Emile und Bijou immer ganz brav auf ihrem Platz bleiben. So dauerte der Aufenthalt dort nur drei Nächte.

Deutlich schöner und entspannter war es für die Herr und Hund im Ostsee-Örtchen Freest direkt gegenüber der Insel Usedom. Dort gab es nicht nur einen äußerst unkonventionellen und hundefreundlichen Campingplatz (www.campingplatzfreest.de), sondern dahinter ein Waldgebiet für ausgedehnte Spaziergänge. Zudem waren es nur fünf Minuten zum Hafen und zum Strand, auf dem zu großen Teilen auch Hunde erlaubt waren. Das gefiel uns so gut, dass der ursprüngliche Plan, noch weitere Orte an der Ostsee anzufahren, verworfen wurde. Stattdessen genossen wir alle acht unbeschwerte Tage mit Strandleben, Fahrradtouren und Spaziergängen.

Emiile und Bijou hatten viel Spaß am Strand und machten einige neue Hundebekanntschaften. Im Gegensatz zu anderen Hunden zeigten sie sich äußerst brav und lagen die meiste Zeit unangeleint (!) dort, wo auch wir so rumlagen. Natürlich war immer ein Baum in der Nähe, damit sie auch in den Schatten ausweichen konnten. Ab und zu gab es auch mal ein kleines Bad im Meer. Hier an der Peenemündung sorgt die Boddenlandschaft dafür, dass man ewig lang ins Wasser laufen kann, bevor es tiefer wird. Allerdings waren Emile und Bijou lieber an Land, als im Wasser und mussten dann auch schon mal „zwangsweise“ abgekühlt werden. Insbesondere Bijou mit ihrem langen Fell wurde es schon mal zu warm. Da nützte auch das mitgeführte Wasserschälchen nichts. Die Besuche im Meer quittierte sie jedes Mal, mit großen Schwanzwedeln, obwohl sie sich anfangs immer erst mit allen vier Pfoten sträubte. Auch Emile machte ein eher angewidertes Gesicht, wenn er seine Pfoten in das kühle Wasser tauchen sollte.

Am Campingplatz konnten die beiden sich ungehindert auf der Wiese rekeln. Wie unkompliziert es dort doch zuging, erfuhren wir auf der Rücktour, als wir nochmals einen Stopp auf einem Campingplatz am Plauer See einlegten. Dort war alles reglementiert und Hunde – auch die, die brav waren – mussten streng an die Leine. Der Rückweg führte schließlich über das mittelalterlich anmutende Städtchen Quedlinburg in einer Tour zurück. Es hat allen Vieren hervorragend gefallen. Gemeinsam ist es einfach am schönsten…

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Emile und Bijou auf Sylt – oder Urlaub mit Hunden

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Beinahe hätten wir ihn ausfallen lassen, den Urlaub auf Sylt – wegen Emile und Bijou. Geplant war eigentlich, dass wir Freunde, die dort Urlaub machen, auf der beliebten Nordseeinsel mit unserem Campingbus besuchen wollten. Doch dann schauen wir im Internet und sehen mit Schrecken, dass jetzt im Mai schon Saison ist. Unsere schlechten Erfahrungen vom vergangenen Jahr kommen hoch. An der Ostsee (Kühlingsborn) waren die Hundestrände gerade mal 100 Meter breit – eine Zumutung. Hatten wir doch eigentlich von langen Strandspaziergängen mit den „Mäusen“ geträumt. Das war auch der Grund, warum wir den mondänen deutschen Ostsee-Strandbädern schleunigst den Rücken gekehrt haben, nachdem wir von Dänemark kommend dort die menschenleeren Strände mit den Hunden abgelaufen waren.

Also wir googelen und erkennen, dass es auch auf Sylt für Hundebesitzer nicht immer zum Besten bestellt ist. Darum überlegen wir, ob wir die eine Urlaubswoche nicht besser im Inland mit Wanderungen verbringen sollten – aber eigentlich hatten wir uns ja gefreut auf Sonne, Strand und Meer. Ein Anruf bringt Klarheit. Auch unsere Bekannten sind nämlich Hundebesitzer und begeisterte Spaziergänger. Hunde seien durchaus geduldet, zumindest außerhalb der Hochsaison würde keiner etwas dagegen haben, wenn man mit dem Hund den Strand entlang liefe, heißt es. Außerdem sollte der Campingplatz in Rantum, den wir ausgesucht hatten, direkt auf Höhe des Hundestrandes liegen und bis Westerland reichen.

Also fahren wir doch. Die Mäuse sind wenig begeistert von der langen Anreise, denn unglücklicherweise stoppen uns mehrere Staus – einer vor Bremen war 14 Kilometer lang – und auch der Elbtunnel bringt eine Verzögerung. So nutzen wir unter anderem das Warten auf den Autoreisezug in Niebühl für einen kurzen Spaziergang. Erst um halb zehn Uhr abends haben wir es geschafft. Ein kleines Mahl im Campingbus für alle vier und dann ab zum Strand. Der Campingplatz liegt auf dem schmalen Teil der Insel direkt am Wattenmeer und über die Straße hinweg ist man schon auf der anderen Seite, nämlich direkt in der Dünenlandschaft, hinter der endloser Strand wartet. Im Dunkeln tappen wir durch die Dünen und ärgern uns über die vielen Kaninchen, die verhindern, dass wir die Hunde von der Leine lassen können. Hinter den Dünen angekommen, werden wir für die lange Anreise entschädigt: der Vollmond bescheint einen menschenleeren nicht enden wollenden Strand und spiegelt sich auf dem rauschenden Meer – einfach traumhaft.

Letztlich erweist sich die Entscheidung für Sylt als positiv. Die Hunde können stundenlang am Meer entlang laufen – wir verstehen nur nicht, warum sie nicht mit in die Touristinformation in Rantum dürfen. Ansonsten ist alles recht hundefreundlich. Überall stehen Wassernäpfe zum Trinken bereit und keiner sagt etwas, wenn man mit den Hunden am Strand läuft, auch wenn der Hundestrand schon vorbei ist. Und wir begegnen noch ganz anderen Hunden – an Land und im Wasser (siehe Bild). Ganz viele Hundebesitzer laufen mit ihren Hunden herum und es ist noch keine Saison. Da sieht es mit Sicherheit anders aus, da haben wohl eher Familien den Strand belegt.

Grundsätzlich ist es Hunden ja egal, ob man Zuhause seinen Urlaub verbringt oder verreist. Hauptsache ist, dass sie mit Herrchen oder Frauchen zusammen sind. Einzig Flugreisen sind gerade für größere Rassen eine Belastung, da sie in engen Transportboxen alleine im Bauch eines unbekannten Flugobjektes ausharren müssen. Nur Bijou dürfte mit ihren knapp acht Kilo noch im Handgepäck mit in die Kabine. In den meisten Camping- und Hotelführern steht, ob Hunde willkommen sind. Über die Einreisebestimmungen bei Auslandsreisen informieren auch die Tierärzte – und natürlich über die leider erforderlichen Impfungen, Wurmkuren und Flohbehandlungen – man sollte mal mit dem Tierarzt seines Vertrauens sprechen, ob man den Stempel für die Wurmkur nicht auch so bekommt. Auch die Urlaubshotline des Deutschen Tierschutzbundes informiert unter 0228/604 96-27 (Mo-Do 9-17 Uhr; Fr 10-16 Uhr) zu allgemeine Fragen rund um das Thema „Tiere und Urlaub“. Dazu gehören auch Tipps zur Beurteilung einer Tierpension, Länderhinweise und Antworten auf die häufigsten Fragen: www.tierschutzbund.de/urlaubs-hilfe.html

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