Wühltischwelpen – ein neues Gesetz macht es schwerer

Schnee2014 023

Endlich hat die Bundesregierung etwas gegen den illegalen Welpenhandel unternommen. Noch im Dezember war ja wieder ein Transporter voller Hunde im vom Bund gegen Missbrauch der Tiere (bmt) betriebenen Dellbrücker Tierheim gelandet. Die Tiere waren bei einer Polizeikontrolle in einem bulgarischen Transporter entdeckt worden. Der sollte sie von Rumänien aus nach Holland bringen.

Nun hat Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt Zeichen im Kampf gegen den illegalen Welpenhandel gesetzt. Eine seit dem 31. Dezember geltende Verordnung untersagt es Privatpersonen, Welpen ohne Tollwutimpfung nach Deutschland zu bringen. Das erschwert auch illegalen Welpenhändlern, Jungtiere einzuführen, wie die Tierschutzorganisation TASSO mitteilt. Die Welpen können erst nach der 15. Lebenswoche nach Deutschland gebracht werden. Zwischen der ab sofort unerlässlichen Tollwutimpfung und der Ausfuhr der Tiere müssen mindestens drei Wochen liegen. Eine Impfung des Hundes vor der 12. Lebenswoche ist indes nicht erlaubt.

Besonders mit Blick auf den Welpenhandel, gegen den TASSO federführend bereits seit 2010 gemeinsam mit dem Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) und anderen Partnern in der Arbeitsgemeinschaft Welpenhandel mit Aufklärungskampagnen vorgeht, wirkt sich die neue Verordnung positiv auf die Tiere aus, denn die Welpenhändler führen die Hunde laut Tasso zumeist als Privatpersonen nach Deutschland ein, um Formalien wie beispielsweise die Tollwutimpfung zu umgehen. Trotzdem rät der Verein: „Für Tierfreunde bleibt, die Faustregel zu beachten, dass Tiere, die eklatant jünger als vier Monate sind, entweder illegal nach Deutschland gebracht worden sein oder von einem unseriösen Züchter stammen können.“

s.a.: http://www.inga-spruenken.de/?p=179

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