Fit wie Bijou – oder Hunde im Alter

Winterimpressionen (10)

Bijou ist immer noch voll fit, obwohl sie im Mai 12 Jahre alt wird. Nur um die Schnauze herum ist sie grau geworden, was man wegen ihrer Vielfarbigkeit aber nur merkt, wenn man alte Fotos als Vergleich hinzuzieht. Sie ist immer noch manchmal wie ein junger Hund, spielt übermütig und rennt fröhlich durch die Gegend. Selbst beim Joggen hält sie noch problemlos mit.

Alterserscheinungen wie ein größeres Schlafbedürfnis oder eine steife Körperhaltung, langsame Bewegungen zeigen sich bei ihr nicht. Bei kleinen und mittelgroßen Hunden und sowie insbesondere Mischlingen kommen Alterserscheinungen im Allgemeinen später, als bei Hunden großer oder sehr großer Rassen. Neufundländer, Doggen oder Bernhardiner haben schon mit zehn Jahren zumeist ihr Höchstalter erreicht. Die Seniorphase beginnt bei ihnen zum Teil schon am dem sechsten Lebensjahr.

Pudel oder Dackel sind oft bis zu 15 Jahren noch fit. Die ältesten Hunde, die es je gegeben hat, sollen sogar 27, 29 und 34 Jahre alt geworden sein. Zusätzlich zur Hunderasse wirken sich wie beim Menschen auch Lebensstil, Ernährung und medizinische Vorgeschichte auf die Lebenserwartung aus. Während es zwischen Rüden und Hündinnen keinen Unterschied gibt, leben kastrierte Hunde im Durchschnitt ein Jahr länger als nicht kastrierte. Hunde, die in ländlichem Umfeld gehalten werden, haben eine höhere Lebenserwartung als Stadthunde, schlanke leben länger als dicke.

Hundesenioren haben weniger Geschmacksnerven und reduzierte Speichelsekretion. Das erklärt, warum einige mit zunehmendem Alter schlechter fressen. Oft sind auch die Zähne abgenutzt, und der Darm ist träger als in der Jugend. Darum sollte man Tierknochen besser weglassen. Dank Fertigfutter und Futterzusätze ist es einfach, jedem Hundesenior die passende Ernährung zu bieten. Ein alter Hund braucht grundsätzlich weniger Eiweiß und mehr Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.

Ein älterer Hund hat oft Verschleißerscheinungen an Gelenken und Knochen. Das Risiko, Gewicht und Muskelmasse zu verlieren, steigt und auch sein Immunsystem ist nicht mehr so effektiv. Trotzdem sollte man ständige Wiederholungsimpfungen vermeiden. Die Spaziergänge sollten seinen Bedürfnissen angepasst werden. Besser geht man, wie bei jungen Tieren, öfter, aber kürzer – aber Vorsicht, zu wenig Bewegung fördert Fettleibigkeit. Auch sollte der Hund nicht auf sehr kaltem und hartem Untergrund liegen und, wie alte Menschen, vor großer Hitze geschützt werden.

Schwellungen unterhalb der Augen können auf Abszesse an der Zahnwurzel hinweisen und müssen tierärztlich behandelt werden. Auch sollten Warzen, fettige Klumpen oder Tumore frühestmöglich vom Tierarzt untersucht werden, da eine frühe Erkennung das Leben des Tieres retten könnte. Der Tierarzt kann auch ein regelmäßiges Alters-Screening durchführen und Buch führen über den Gesundheitszustand des Hundes. Zudem ist Denktraining wichtig. Dazu können Spiele wie Suchen versteckter Spielzeuge dienen. Liebevolle Fürsorge trägt maßgeblich zu einer guten Lebensqualität. So verhilft regelmäßiges Bürsten nicht nur zu einem gepflegten Fell, sondern massiert auch die Haut und fördert dadurch die Durchblutung.

Grundsätzlich sind ältere Hunde weiser und reagieren viel souveräner auf verschiedene Gegebenheiten. Manche Dinge wie Angst vor dem Autofahren, Gewitter oder Knallern – alles Dinge, die Bijou aufregen – ändern sich jedoch nie.

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Auf die Bäume mit der richtigen Ernährung

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Eigentlich möchte ich ja keine Werbung in meinem Blog machen. Aber in diesem Fall mache ich eine Ausnahme. Es geht wieder ums Futter. Wie bereits berichtet, haben Emile und Bijou bislang ein Trockenfutter bekommen, das getreidefrei war, weil Emile auf Getreide mit Durchfall reagiert. Nur wenige Futter erfüllen diesen Anspruch. Zu denen gehört das überall im Handel erhältliche Africa von Happy Dog. Die Inhaltsstoffe lesen sich ganz gut. Es enthält Kartoffelflocken (48%), Straußenfleischmehl (18%), Kartoffelprotein, Sonnenblumenöl, Rübenmelasseschnitzel, Leberhydrolisat, Apfeltrester (getrocknet), Rapsöl, Meersalz und Hefe (extrahiert). Insgesamt setzt sich das Futter aus 20 % Rohprotein, 10 % Rohfaser, 3 % Rohasche, 7,5 % Kohlenhydrate, 51,5 % Calcium, 1,35 % Phosphor, 0,95 % Natrium, 0,65 % Omega6-Fettsäuren, 2,6 % Omega-3-Fettsäuren und analytischen Bestandteilen (was auch immer das heißt) zusammen. Dann sind noch künstliche Vitamine und Spurenelemente zugesetzt.

Durch das Buch einer Tierärztin wurde mir – wie schon berichtet – nochmals bewusst, dass Hunde ja eigentlich Fleischfresser sind und 18 Prozent doch ein bißchen wenig. Außerdem hieß es in dem Buch, dass die künstlichen Vitamine nur zugesetzt würden, weil dem Fleisch durch die starke Erhitzung alles entzogen werde. Also forschte ich im Internet nach anderem Futter und bestellte eins mit höherem Fleischanteil. Die Enttäuschung war groß, als Emile und Bijou das neue Futter nur „mit langen Zähnen“ fraßen.

Also suchte ich erneut im Internet und stieß auf Wolfsblut. Der Hersteller, Healthfood24, hat auf Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse eine Futterrezeptur entwickelt, die alle Ernährungsbedürfnisse des Hundes abdeckt. Fleisch und Fisch sind die Hauptbestandteile und je nach Sorte mit mehr als 50 % im Endprodukt enthalten. Auf Getreide als preiswerten Füllstoff verzichtet der Futterhersteller und setzt stattdessen auf hochwertige Zutaten wie Süßkartoffeln, Kartoffeln, Waldfrüchte, Ginseng, Sanddorn und Kräuter. Die Kombination pflanzlicher Substanzen und ein ausgewogener Anteil an Omega-6 und Omega-3-Fettsäuren runden das Futter ab.

Wolfsblut enthält keine Transfette, chemische Konservierungs-, Farb- und Geschmacksstoffe und wird ohne pflanzliche Öle hergestellt, da diese in der konzentrierten Form in der Natur nicht vorkommen. Das qualitativ hochwertige Fleisch bezieht der Hersteller laut eigenen Angaben aus Australien und Neuseeland. Die Wild- und Lammsorten sind angereichert mit Waldfrüchten, Ginseng und Kräutern. Der Seefisch stammt aus dem Atlantik und nicht aus Aquakulturen.

So habe ich die vier Sorten Cold River, Hunters Pride, Dark Forest und Wide Plain bestellt. Als Beispiel mal hier die Inhaltsstoffe von Hunters Pride, das Emile und Bijou sehr gerne fressen: Fasan (min.12,5 %), Entenfleisch (min. 10,5 %), Kaninchenfleisch (min. 10,5 %), getrocknetes Kaninchenfleisch (min. 9,5 %), getrocknetes Entenfleisch (min. 9,5 %), Süßkartoffel, Kürbis, Kartoffeln, Erbsen, Entenfett, Entenjus, Thymian, Majoran, Oregano, Petersilie, Salbei, Fenchel, Pastinake, Immutop® (Topinamburkonzentrat), Spinat, Mineralien, Vitamine, Brombeeren, Himbeeren, Heidelbeeren, Schwarze Johannisbeeren, Holunderbeeren, Aroniabeeren, Tomatenmark, getrockneter Seetang, getrockneter Knotentang, rote Bete, Weißdorn, Ginseng, Mannan-oligosaccharide (Prebiotisch MOS), Fructo-oligosaccharide (Prebiotisch FOS), Yucca-Schidigera-Extrakt.

Ich denke, das spricht für sich. Denn um gesund und vital bis ins hohe Alter zu bleiben, brauchen Emile und Bijou eine ausgewogene und artgerechte Ernährung. Ihre Gesundheit ist wie bei uns von der Ernährung abhängig. So gut versorgt, sind die beiden auch fit genug für die vielen Wanderungen, die wir derzeit unternehmen. Dabei klettert Bijou mit Vorliebe sogar auf Bäume. Wir wandern für den neuen Wanderführer „Fred & Otto unterwegs im Rheinland“, der voraussichtlich im Herbst erscheint, erhältlich unter anderem hier: http://www.amazon.de/FRED-OTTO-unterwegs-Rheinland-Wanderf%C3%BChrer/dp/3956930118

Das Futter bestelle ich übrigens meistens online, damit ich die 15-Kilo-Säcke nicht schleppen muss, beispielsweise bei: http://www.petspremium.de/hundefutter.html?utm_source=zanox&utm_medium=affiliate&utm_term=banner&utm_content=hund&utm_campaign=pets&zanpid=2010890726694794240

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Immer Ärger mit dem Futter – und den Hinterlassenschaften

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Als Hundebuchautorin muss man immer auf dem neuesten Stand sein, dachte ich mir. So stieß ich bei einer meiner Recherchen auf das „Schwarzbuch Tierarzt“. Unter dem Titel „Hunde würden länger leben, wenn….“ (http://www.dr-ziegler.eu/) plädiert die österreichische Tierärztin Jutta Ziegler dafür, sich seinen Tierarzt gut auszusuchen. Sie teilt ihre Berufsgruppe, vereinfacht ausgedrückt, in drei Kategorien ein: die Gierigen, denen es nur ums Geldverdienen geht, die Gleichgültigen, die sich zwar weiterbilden und immer auf dem neuesten Stand sind, aber wenig kritisch mit den Angeboten der Futtermittel- und Medikamentenindustrie umgehen und die Verantwortungsvollen, die nicht einfach behandeln, weil es Geld bringt oder weil die Medikamente-Hersteller empfehlen, den Hund soundsooft im Jahr entwurmen oder impfen zu lassen und die auch die Inhaltsstoffe von Fertigfutter genauestens analysieren.

Das hat mich aufhorchen lassen. Zwar war ich bis jetzt der Meinung, dass Emile und Bijou ein gutes Hundefutter bekommen, aber nach der Lektüre des Buches bin ich nicht mehr so sehr davon überzeugt. Auch wenn ich nicht die Ansicht der Autorin teile, dass nur die Rohfütterung das einzig Wahre ist, habe ich mich nun doch noch mal eingehender mit den Inhaltsstoffen des Futters befasst. Dass im Trockenfutter nur Fleischmehl, statt das Mehl des ganzen Tieres enthalten sein sollte, habe ich bereits vor einiger Zeit ausgeführt, aber nun geht es um den Anteil. Erstaunt stellte ich fest, dass unser teures Hundefutter nur 18 Prozent Fleischanteil enthält – ups, das ist doch ein bisschen wenig. Dafür sind aber jede Menge Vitamine zugesetzt – das ist doch nicht natürlich. Und das Futter enthält nur 24 Prozent Proteine – soviel wie eine „Schuhsohle“, wie die Tierärztin schreibt.

Also, ab ins Internet und nach Futtern gesucht. Und so fand ich ein hochwertiges Hundefutter, das zwar 14 Euro teurer im 15-Kilo-Sack ist, aber sage und schreibe 80 Prozent (!) Fleischanteil und 38 Prozent tierische Proteine enthält. Hinzu kommen Obst, Gemüse und diverse Kräuter – die Inhaltsangaben hörten sich richtig appetitlich an. Zwar sind hier auch ein paar Vitamine zugesetzt, aber nur in ganz geringem Umfang. Auf Getreide kann man bei Hundefutter übrigens grundsätzlich gut und gerne verzichten. Wir müssen es sowieso, da Emile mit Durchfall darauf reagiert.

Getreide ist nur eine billige Energie- und Proteinquelle im Futter. Dabei sind Hunde von Natur aus es gar nicht gewohnt. Sie haben grundsätzlich einen sehr geringen biologischen Bedarf an Kohlenhydraten, wie ich jetzt weiß. Der hohe Kohlenhydratgehalt in Getreide kann zu Übergewicht, Diabetes und Verdauungsproblemen führen. Das ist vermutlich auch der Grund für Emiles übelriechende Winde, die er trotz Getreidefreiheit manchmal hatte. 48 Prozent Kartoffelmehl zeugen ja von jeder Menge Kohlenhydraten. Und auch das Verhältnis von Rohfaseranteil, Rohasche und Rohprotein ist im bisherigen Futter nicht ideal.

Das wird sich nun ändern. Schön, wenn er also demnächst nicht mehr pupst und nicht mehr so viele Häufchen macht. Das kommt auch der Umwelt zugute. Hundekot ist ja ohnehin ein großes Problem in der Landschaft. In Köln sind solche Hinterlassenschaft auf Gehwegen, in Grünanlagen und auf Kinderspielplätzen die Hauptgründe für Auseinandersetzungen zwischen Hundehaltern und anderen Menschen. Laut Mitteilung der Stadt landen täglich rund acht Tonnen Hundekot auf Straßen und Wegen. Und das, obwohl es 120 Hundekottütenspender im Stadtgebiet gibt.

Wer das Häufchen seines Hundes liegen lässt und dabei erwischt wird, muss je nach Örtlichkeit zwischen 35 und 500 Euro berappen. Letzteres gilt insbesondere für ausgewiesene Spiel- und Bolzfläche. Mehr zu diesem Thema gibt es in „Fred & Otto unterwegs in Köln“.

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