Weise Hunde – Emile und Bijou als Spiegel meiner Seele

Königsforst 005

Hunde spielten im Leben des Menschen seit Jahrhunderten eine bedeutsame Rolle. Schon die ägyptischen Pharaonen liebten Hunde, der ägyptische Gott Anubis wird mit einem Hundekopf abgebildet. In Japan galt der Hund als Symbol für Macht, Status, Gesundheit und Wohlergehen. Allgemein steht der Hund steht als Sinnbild für absolute Treue, Liebe und Wahrhaftigkeit. Und das ist es, was wir so sehr an ihnen schätzen, denn genau das vermissen wir Menschen manchmal.

In den vergangenen Jahren haben sich die Menschen intensiv damit beschäftigt, was sie Hunden beibringen können. Asim Aliloski und Laurent Amann haben den Spieß einfach umgedreht. In ihrem Buch „Mein Hund hat eine Seele“ geht es darum, was Menschen von ihren Vierbeinern lernen können, um glücklicher und gesünder zu leben. „Für mich sind Hunde nicht nur treue Wegbegleiter, sondern auch weise Seelenratgeber und exzellente Kommunikationsprofis“, sagt Laurent Amann.

Diese These belegt der in Österreich als Hundeflüsterer bekannt gewordene Autor in dem bezaubernden Buch „Mein Hund hat eine Seele“, in dem er zusammen mit dem Mentalcoach Asim Aliloski einen ganz neuen Blick auf das faszinierende Lebewesen Hund geworfen hat. So erfährt der erstaunte Leser nicht nur, wie Hunde kommunizieren, sondern auch viel über sich selbst. Denn um seinen Hund zu verstehen, muss auch der Mensch im Hier und Jetzt sein, wie die Autoren sagen.

So quälen sich viele Hundebesitzer etwa mit Kommandos und Erziehungsregeln herum. Der Hund folgt nicht und der Besitzer ist frustriert. Dabei ist es laut den Autoren ganz einfach: „Wenn Sie wollen, dass Ihr Hund ein Sitz macht, dabei aber daran denken, den Geschirrspüler auszuräumen und vielleicht noch vom Tag im Büro gestresst sind, wird es in den meisten Fällen nicht klappen“, erklären sie, dass Hund das spiegeln, was ihre Besitzer ihnen vorgeben. So kommt es oft zu auffälligen oder unerwünschten Verhaltensweisen.

Laurent Amann (www.laurentamann.com) und Asim Aliloski (www.asimaliloski.com) gehen sogar soweit, zu behaupten, Hunde könnten verstehen, welche Probleme ihr Herrchen oder Frauchen hat. Bei dieser These greifen sie auf eigene Erfahrungen mit ihrem Hund Rio zurück. Als dieser als Welpe zu Laurent Amann kam, weigerte er sich zu fressen. Schließlich wurde dem neuen Hundebesitzer klar, dass er sich selbst auch gerade in einer stressigen Lebensphase befand und immer weniger aß. Als er anfing, das zu ändern, bekam auch der Hund wieder Lust auf sein Futter. Denn Hunde reagieren sehr sensibel auf menschliche Emotionen und können das Leben ihres Besitzers wieder in Balance bringen.

Ich kann die Aussagen der beiden Autoren nur bestätigen. Auch Emile und Bijou erahnen vieles und versuchen mir manchmal auf subtile Weise Wege aufzuzeigen, die sich später als richtig erweisen. Für besondere Aufregung sorgt allerdings derzeit ein neuer Mann im Leben von Frauchen. Dabei hatte es sich Emile doch so gut als Mann-Ersatz eingerichtet… Aber er merkt auch, dass es in Ordnung und Frauchen glücklich ist. So arrangiert er sich, auch wenn seine Stellung im Rudel in seinen Augen noch geklärt werden muss.

Hintergrundinfos zum Buch auf www.hundeseele.info

FacebookTwitterGoogle+Share

Füße putzen oder wie kleine Dreckschleudern wieder sauber werden

Image

Bijou ist eine kleine Dreckschleuder. Nicht nur, dass sie ein langes Fell hat, in dem der Sand perfekt kleben bleibt, sie hat auch viel kürzere Beine als Emile. Durch ihre Gehbewegung fliegt also immer Matsch unter ihren Bauch und ihre Brust, so dass sie nach einem Spaziergang im Regen oder auf nassem Grund von unten ganz schwarz ist. Manchmal hilft es, zum Schluss über eine nasse Wiese zu laufen, aber meistens ist sie doch ganz schön dreckig.

Auch Emile hat nach Spaziergängen bei schlechtem Wetter immer ganz bespritzte Beine. So heißt es danach immer „Füße putzen“. Beide wissen genau, was das bedeutet und dass sie ohne dem nicht rein kommen. Brav bleiben sie vor der Tür sitzen, sobald das Kommando ertönt. Wenn wir dann mit dem Handtuch kommen, reichen beide sofort ein Vorderprötchen, damit es geputzt werden kann. Das klappt allerdings nur vorne. Die Hinterpfötchen müssen wir uns selbst suchen und putzen. Danach ist Emile fertig und darf rein. Bei Bijou dauert es länger, denn bei ihr ist ja auch noch Bauchrubbeln angesagt. Das findet sie total klasse, was sie mit einer Mischung aus Grunzen und Brummen kundtut. Sie drückt sich meistens dann ganz fest ins Handtuch.

Wenn sie aber ganz arg schmutzig ist – etwa, wenn sie bei Regen mit gejoggt oder gewalkt ist – klappt das mit dem Handtuch nicht und sie muss abgeduscht werden. Beim Hochnehmen weiß sie genau, was jetzt passiert und setzt dann schon mal eine Leidensmiene auf, die sie auch während der gesamten Prozedur eifrig beibehält. Das Abduschen mit klaren lauwarmen Wasser lässt sie einfach über sich ergehen, obwohl sie Wasser eigentlich hasst und bei jeder Regenpfütze lieber einen Umweg in Kauf nimmt, als sie mit ihren Poten zu berühren.

Mit Shampoo gewaschen wird sie nur, wenn sie sich mal gewälzt hat, was inzwischen eher selten vorkommt (wahrscheinlich, weil sie sich gemerkt hat, was dann passiert). Emile war anfangs sehr gut im Wälzen – insbesondere der Entendreck oder auch schon mal ein toter Fisch am Rheinufer hatten es ihm angetan, was ihm dann auch immer ein Bad eingebracht hat. Da er aber nicht so wasserscheu ist, wie die Madame, findet er das nicht so schlimm und genießt dann eher, wenn man so an ihm herumfummelt.

Danach ist Abrubbeln angesagt und das lieben beide sehr. Dann wird gegrunzt und gebrummt, was das Zeug hält, sich auf den Rücken geworfen und gerekelt. Meistens belassen wir es dabei und wickeln Bijou und Emile allenfalls noch in ein Handtuch ein. Fönen kommt für Bijou ohnehin nicht in Frage, obwohl es bei ihrem Fell ja eher angebracht wäre. Aber das ist ein „no go“, denn das Geräusch kann sie nicht leiden und sie bibbert wie Espenlaub. Emile hingegen mag zwar auch den Lärm nicht, aber ansonsten findet er die warme Luft ganz okay. Und als Belohnung gibt es für beide immer Leckerchen danach – auch das ist ein Ritual, was beide Gewohnheitstiere verinnerlicht haben.

Grundsätzlich sollte man Hunde nur baden, wenn es wirklich notwendig ist und dann ausschließlich mit Hundeshampoo und nicht zu warmem Wasser waschen. Denn dadurch wird der natürliche fettige Schutzmantel des Fells angegriffen. Darum sind normale Hundeshampoos rückfettend. Und wenn man ruhig bleibt bei der Prozedur, bleibt es meistens auch der Hund. Auch Bijou hat das Baden erst gelernt, als sie schon knapp ein Jahr alt war und zu mir kam. Nur bei den ersten Malen war sie etwas panisch, während wir Emile schon als Welpe erstmals in die Wanne gesteckt haben, so dass er sich zeitig daran gewöhnen konnte. Da aber beide eher duldsam sind, gab es nie größere Probleme. Bei sehr lebhaften oder wasserscheuen Hunden sollte man die Prozedur lieber zu Zweit durchführen: der eine hält fest, der andere duscht. In der nächsten Auflage von Fred und Otto gibt es dazu weitere Tipps, versprochen.. 

FacebookTwitterGoogle+Share