Es lebe das Lob – oder Entwurmen mit Haaren

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Manche Hunde sind genauso scharf auf ein Lob von Herrchen oder Frauchen wie auf ein Leckerchen. Das haben Neurowissenschaftler in den USA herausgefunden. Sie trainierten 15 Hunde so, dass sie freiwillig in die enge Röhre eines Magnetresonanztomographen gingen – und da dann auch ruhig sitzen blieben. Die Hunde mussten sich zudem drei Gegenstände und die dazugehörige Bedeutung merken: für ein pinkfarbenes Spielzeugauto bekamen sie Futter, für einen blauen Ritter ein verbales Lob und für eine Haarbürste gar keine Belohnung.

Wie die Forscher am Belohnungszentrum ablesen konnten, reagierten nur manche auf Leckerlis. Die meisten freuten sich mindestens so sehr über ein „Fein“ von Herrchen oder Frauchen. Das ist auch bei Emile und Bijou so. Sie lassen sich mit lobenden Worten meistens viel stärker zu etwas motivieren, als mit Leckerlis. Allerdings hat der Kameramann von ACE-Tv (www.ace1tv.de) heute doch zu dem Trick mit dem Hundesnack gegriffen, um Emile dazu zu bewegen, in Richtung Kamera zu schauen. Heute war der letzte Drehtag für die Pilotsendung „Tierisch schön in der Eifel“, die am 2. Oktober um 20.15 Uhr im WDR ausgestrahlt wird. 

Wir waren unter anderem an der Kasselburg, wo Emile und Bijou in der Hundestation untergebracht wurden, da sie nicht mit in den dortigen Adler- und Wolfspark (www.adler-wolfspark.de) durften. Frauchen ließ sich derweil von den Wölfen faszinieren. Es war schon erstaunlich zu sehen, wie wild sie aussehen und wie sehr sie trotzdem in ihrem Verhalten den Hunden ähneln. Interessant war auch, zu erfahren, wie Wölfe entwurmt werden: sie erhalten einfach einmal im Jahr ein ganzes Tier, das heißt, mit Haut und Haaren. In den Haaren verfangen sich im Darmtrakt die Würmer und werden mit dem Kot ausgeschieden.

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Ahnenforschung Hund – oder Wölfe sind Fleischfresser

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Der Hund stammt vom Wolf ab – darin sind sich Wissenschaftler einig. Doch wo gab es die engsten Vorfahren der Hunde, die wir heute kennen? „In Europa“, sagen die einen, „im Nahen Osten“, die anderen und auch Sibirien und Südchina sind Regionen, die in diesem Zusammenhang gerne genannt werden.

In der Deutschland-Radio-Wissens-Reihe wurde kürzlich gemeldet, dass ein internationales Forscherteam meint, die Antwort auf diese Frage gefunden zu haben. Demnach lebten die Vorfahren unserer heutigen Hunde vor mindestens 15.000 Jahren in Zentralasien. Das schlossen die Forscher aus einer DNA-Analyse, ähnlich der, mit der herausgefunden wurde, dass die direkten Vorfahren des Menschen in Ostafrika lebten. Die DNA wurde – anders als bei früheren Vorgehensweisen – nicht nur von reinrassigen Hunden, sondern auch von allen möglichen Mischlingshunden mit einbezogen und mit der von Fossilienfunden aus Zentralasien verglichen.

Ob die Hunde dort auch domestiziert wurden oder schon domestiziert nach Zentralasien kamen, steht indes in den Sternen. Aber so wirklich wichtig ist dies auch nicht. Wichtig ist indes, zu wissen (und zu berücksichtigen), dass Hunde wie ihre Vorfahren nun einmal Fleischfresser sind. Das wiederum wird in den herkömmlichen Trockenfuttern nicht berücksichtigt. Die meisten enthalten einen höheren Anteil pflanzlicher, als tierischer Stoffe und nur winzige Anteile an richtigem Fleisch. Diese dauerhafte Fehlernährung kann, zumal Hunde wie Menschen dank der Medizin auch immer älter werden, zu Problemen mit den Verdauungsorganen führen. Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse sind bei Hunden auf dem Vormarsch.

Wer dem entgegenwirken möchte, sollte die Zutaten der Trockenfutter vor dem Kauf mal genauer unter die Lupe nehmen. Bijou und Emile jedenfalls erhalten ein Trockenfutter, dessen reiner Fleischgehalt bei über 60 Prozent liegt. Und da Frauchen die 15-Kilo-Säcke zu schwer sind, muss das Tragen der Postbote übernehmen (www.petspremium.de). Wenn er das dicke Paket dann bringt, sind Emile und Bijou mit Feuereifer dabei. Schließlich riechen ihre feinen Nasen das Futter selbst noch in der luftdichten Verpackung. Wie schon ihre Vorfahren sind sie im Futter-Finden einfach unschlagbar.

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Intelligenz-Bestien oder Emile und sein Ohr

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Sie können sich bis zu 165 Worte merken, bis fünf zählen und Fehler in leichten Berechnungen erkennen – Hunde sind intelligenter, als viele meinen. Ihre Fähigkeiten werden mit zwei- bis zweieinhalbjährigen Kindern verglichen. Der amerikanische Psychologe und Hundeexperte Stanley Coren hat über 200 Punktrichter befragt und verschiedene Tests mit unterschiedlichen Rassen durchgeführt. Das brachte ihn zu der Aussage, dass bestimmte Rassen intelligenter sind als andere. Er stellte ein Ranking auf.

Demnach sind Border-Collies die intelligentesten Hunde. Den Beweis dafür trat die Border-Collie-Dame Chaser in Wetten-Dass an. Sie zeigte, dass sie über 1000 Spielsachen auseinanderhalten kann. Das solche Superhunde nicht nur verschiedene Begriffe und Kommandos kennen, liege am Training, sagen die Wissenschaftler. Das heißt, Hunde müssen gefordert werden, um zu lernen und eine gewisse Intelligenz zu entwickeln. Nach den Border Collies, folgen Pudel und Deutscher Schäferhund im Hinblick auf die geistigen Fähigkeiten. Platz vier belegen der Golden Retriever, fünf der Doberman, sechs der Shetland Sheepdog, sieben der Labrador Retriever, acht der Papillon, neun der Rottweiler, zehn der Australian Cattle Dog. Der dümmste Hund soll laut Coren der Afghanische Windhund sein, ihm folgt auf Platz zwei der Basenji, die Englische Bulldogge, der Chow-Chow und der Borsoi.

Der Frage, wie gelehrig Mischlinge sind, ist er leider nicht nachgegangen. Aber im Allgemeinen werden auch ihnen besondere intellektuelle Fähigkeiten nachgesagt. Bijou jedenfalls ist ein guter Problemlöser. Kürzlich wollte sie Emile ein Schweineohr abjagen. Dazu versuchte sie verschiedene Strategien. Sie sprang auf ihn, lief um ihn herum, versuchte es von rechts und von links – leider jedoch ohne Erfolg. Emile ließ sich nicht beeindrucken davon und knabberte genüsslich weiter an seinem Ohr. Schließlich versuchte sie ihn abzulenken, indem sie ganz intensiv neben ihm schnupperte, aber das alles half nicht – hatte Emile doch schon einmal die Erfahrung gemacht, dass er, sobald er nicht aufpasst, sein Leckerchen los ist. Und wehe, er versucht es wieder zu bekommen, dann ist richtig Stress angesagt, Bijou wird giftig und keift ihn an. Schließlich ist sie der der kleine Chef.

Nach einer ungarischen Studie reagieren Hunde wie Kleinkinder auf Signale wie Augenkontakt oder direktes Ansprechen. Sie eignen sich Wissen an, indem sie andere nachahmen, wobei sie nur das nachahmen, was für sie Sinn macht. In einem Experiment sollten die Hunde eine Futterbox öffnen, indem sie einen Holzstab bewegten. Das taten sie mit ihrem Maul, nur eine Hündin wurde darauf trainiert, das mit der Pfote zu tun. Solange sie dabei nichts im Maul hatte, schienen die anderen Hunde sich für dieses Verhalten zu interessieren und imitierten es. Hatte die Hündin ein Spielzeug im Maul und öffnete die Box mit der Pfote, ahmten die anderen Tiere das nicht nach.
Um ihren Gerechtigkeitssinn zu untersuchen, testeten die Wissenschaftler der Universität Wien, wie sich Hunde bei ungerechter Behandlung verhalten. Dazu ließen sie zwei, die sich gegenseitig sahen, die Pfote geben. Solange beide Tiere nach erfüllter Aufgabe belohnt wurden oder beide keine Belohnung bekamen, verhielten sie sich kooperativ. Wurde hingegen nur einer der Hunde belohnt, streikte der andere. Dabei spielte jedoch auch die Beziehung zwischen den Hunden eine Rolle. Anders als Affen, waren die Hunde besonders unkooperativ, wenn sie den Partner, der eine Belohnung bekam, gut kannten.

Max-Planck-Forscher untersuchten zudem, ob auch Menschenaffen und Hunde fähig sind, Dinge, die sie nicht sehen, weiter wahrzunehmen. Dazu platzierten sie Futter für Hunde und Affen sichtbar unter einem von zwei Behältern. Danach wurden die Behälter verschoben. Während die Menschenaffen zu wissen schienen, unter welchem Gefäß sich die Belohnung befand, schnitten die Hunde in diesem Experiment schlecht ab.

Wölfe stellten sich in diversen Studien geschickter an, etwa wenn es ums Futter ging, doch im Gegensatz dazu verstehen Hunde den Zeigegestus des Menschen. Dazu sind nicht einmal Schimpansen in der Lage, denn Tiere kommunizieren gewöhnlich mit den Augen. Auch haben die Forscher einen Unterschied zwischen der Wahrnehmung von Weibchen und Rüden festgestellt. In einem Experiment beobachteten Hunde einen Ball, der hinter einen Sichtschutz rollte. Wenn der Ball zum Vorschein kam, war er in jedem zweiten Mal größer als der vorige. Während Rüden sich davon nicht beeindrucken ließen und dem Ball immer gleich lange hinterher schauten, beobachteten Hündinnen den in der Größe veränderten deutlich länger. Offensichtlich waren sie davon stärker irritiert als ihre männlichen Artgenossen.

Laut dem US-Schriftsteller James Thurber haben aber Menschen mehr zu lernen im Zusammenspiel mit Hunden: „Es ist dem Hund nur selten gelungen, den Menschen auf seine Ebene der Klugheit emporzuziehen, aber der Mensch hat den Hund oft zu seiner heruntergezogen.“

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