Wenn Hundeseelen weinen

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Wie Menschen leiden auch Hunde an Krankheiten, deren Ursachen seelisch sind. Der Verlust eines Rudelmitgliedes oder Rudelführers durch Trennung oder Tod ist eins der Dramen im Leben eines Vierbeiners. Und bekanntlich kann Stress zu Erkrankungen oder körperlichen Symptomen führen. Evolutionsgeschichtlich eigentlich etwas Nützliches, ist Stress eine Anpassungsreaktion des Körpers. Unterschieden wird positiver Stress (Eustress) und negativer Stress (Disstress). Während der erste beflügeln kann, wirkt der zweite sich auf Dauer als Krankmacher aus. Bei beiden jedoch wird der Körper  in einen Aktivitätszustand versetzt, um beispielsweise zu kämpfen oder zu flüchten.

Es kommt zu einem Anstieg von Cortisol aus der Nebennierenrinde, was eine Erhöhung des Blutglucosespiegels durch den Abbau von Muskulatur und Umwandlung in Zucker nach sich zieht. So reagiert der Körper sowohl vom Immunsystem her, als auch vom gesamten Stoffwechsel verlangsamt. Bemerkbar macht sich das beim Menschen oftmals durch gehäufte Infekte, der Körper wird insgesamt schlechter entgiftet und der Sauerstoffgehalt im Blut sinkt. Dadurch werden die Zellen schlechter versorgt. Leber und Niere sind durch den verlangsamten Stoffwechsel mehr belastet, weil sie mehr Abbauprodukte entsorgen müssen. Das kann sich in Allergien oder Störungen im Magen-Darm Trakt führen.

Letzteres hatte Emile, denn er und Bijou hatten Stress durch die Trennung von meinem Lebensgefährten. War ihnen zunächst nichts anzumerken, stellte sich bei Emile nach einiger Zeit ein hartnäckiger Durchfall ein. Da er ein eher zurückhaltender und schüchterner Hund ist, bestand das Drama für mich darin, dass er sich nicht meldet, wenn er nachts raus musste. So hatte ich jeden Morgen ein bis zwei Durchfall-Haufen zu beseitigen. Der Weg zum Tierarzt war unausweichlich und der vermutete nach der Untersuchung eine psychosomatische Erkrankung und verschrieb das homöopathische Mittel Nux Vomica. Das wirkt zum einen auf den Magen-Darm-Trakt und zum anderen soll es der Seele helfen. Eine Paste, die die Darmwand abdichten sollte, kam hinzu. Emile erhielt nun besondere Zuwendung von mir. Vermehrte Schmuseeinheiten, Spiele, Spaziergänge.

Als auch das nicht wirklich half, veranlasste ich eine Stuhlprobe. Die ergab drei Spulwurmeier und drei Giardieneier. Das war zumindest mal ein kleiner Grund, auch wenn es eigentlich nicht so dramatisch war, um einen solchen starken Durchfall hervorzurufen. Eine fünftägige Wurmkur brachte immer noch nicht wirklich Abhilfe. Ich versuchte es schließlich mit Kohletabletten, die wenn ich sie gab, den nächtlichen Durchfall verhinderten, aber wenn er sie nicht bekam, war das Unglück wieder da. Schließlich habe ich es mit Perenterol versucht und auch der zeitliche Ablauf arbeitete ja für mich. Jetzt ist soweit alles wieder gut und Emile hat sich wohl auch mit der Situation abgefunden.

Auch Bijou zeigte körperliche Symptome. Sie hatte extremen Haarausfall. Das hat sich eigentlich immer, wenn sie Stress hat. Aber auch hier hat der zeitliche Ablauf und viel Zuwendung Verbesserung gebracht. Die Trennung ist jetzt zwei Monate her und die Zwei kommen damit zurecht, dass wir jetzt nur noch zu Dritt sind. Sie kommen zwar nicht mehr ins Schlafzimmer, um neben dem Bett auf dem Fell zu schlafen, aber ich denke, das wird sich vielleicht auch wieder ändern. Und wenn er zu Besuch kommt, machen sie immer einen Riesenaufstand. Dann ist Emile anschließend immer wieder ein bisschen verstört. Eigentlich wollten wir das so handhaben, dass die Hunde auch mal bei ihm bleiben, Emile ist schließlich sein Hund. Ob und wie das klappen wird, wird die Zeit zeigen. Und die heilt nun mal alle Wunden – bei Tier und Mensch…

s.a.: https://www.facebook.com/meinhundhateineseele

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Hund vergiftet – oder was Parasiten tötet, schadet auch dem Hund

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Nicht nur bei Hunden können Homöopathie und Hausmittel oftmals bessere Dienste leisten als Chemie. So reagieren etwa leichtere Beschwerden mit den Atemwegen, der Verdauung, Muskeln und Sehnen, Entzündungen oder Fieber sehr gut auf Homöopathie. Hier gilt, dass innerhalb von 24 Stunden nach der Gabe des Mittels die Besserung eintreten sollte, ansonsten hat man das falsche gewählt oder muss zu etwas anderem, unter Umständen doch zu herkömmlichen Medikamenten greifen. Wenn der Hund sehr krank ist, kann das ja auch sinnvoll sein. Allerdings: Viele werden auch erst durch die chemischen Keulen krank, mit denen die meisten Tierärzte sie rein prophylaktisch malträtieren.

In ihrem Buch „Hunde würden länger leben, wenn…“ plädiert die österreichische Tierärztin Jutta Ziegler (http://www.dr-ziegler.eu/) für den Einsatz von natürlichen Mitteln. Sie beschreibt die Leidenswege vieler Tiere, deren Allergien und Krankheiten erst durch zuviel Chemie entstanden sind. Das fängt etwa an mit viel zu häufigen, nämlich jährlichen, Impfungen (die meisten halten drei Jahre), geht weiter über den viel zu häufigen Antibiotika-Einsatz und führt sich fort in der – zumeist rein vorbeugenden – Parasitenbekämpfung.

Die meisten Tierärzte raten dazu, Hunde drei- bis viermal jährlich prophylaktisch zu entwurmen. Das sind dann so 50 bis 60 (!) Entwurmungen im gesamten Hundeleben – und bringt den Tierärzten Geld. Es zerstört aber auch die natürliche Darmflora der Hunde und das zur Folge, dass der Darm viel anfälliger wird für neue Würmer. Denn ein gesunder Darm kann mit einem geringen Befall normalerweise alleine fertig werden, wie die Tierärztin schreibt. In der Natur etwa fressen Wölfe instinktiv bestimmte Kräuter, Knollen und Pflanzenextrakte, die die Würmer im Darm lösen und abführen.

Hundebesitzer, die nicht selbst mit Kräutern hantieren möchten, können auch auf fertige Mittel zurückgreifen. Im Internet gibt es beispielsweise Anti Forte Wurm-Formel Kapseln. Die Kräuterkapseln werden einmal verabreicht, was bei Bedarf nach zehn Tagen noch einmal wiederholt werden kann. Der Darm ist geschont und die Würmer sind weg. Wer das kontrollieren lassen möchte, kann drei Tage hintereinander die Häufchen einsammeln und sie zur Untersuchung ins (Tierarzt-)Labor bringen.

Laut Ziegler hilft aber auch eine artgerechte Ernährung mit rohem Fleisch. Die Rohfütterung ist allerdings eine Wissenschaft für sich und birgt die Gefahr, dass der Hund zu einseitig ernährt wird und nicht alles erhält, was er so braucht. Viele fressen nämlich nur das Fleisch und lassen das Gemüse, das zugefügt werden sollte, einfach liegen. Aus diesem Grund machen wir es uns bei Emile und Bijou einfacher. Sie bekommen rohes Fleisch auf das (hochwertige!) Trockenfutter. So haben beide sowohl den rohen Anteil, als auch die anderen Stoffe, die ihr Körper braucht. Und die Darmbakterien werden geschult. Denn Rohfütterung macht sie aggressiver in der Abwehr gegen Parasiten.

Mit der gleichen chemischen Keule werden Hunde auch gegen Zecken und Flöhe vorbeugend behandelt. Während die Hersteller behaupten, die Mittel seien nicht schädlich und ein Zecken- oder Flohbefall viel schlimmer, sieht es in der Praxis laut Ziegler anders aus. Spot-ons wie etwa Frontline enthalten Fipromil als Hauptbestandteil. Das ist zum einen sehr schädlich für Wasserorganismen – der Hund darf damit beispielsweise nicht schwimmen – und zum anderen löst es Schleimhaut- und Augenreizungen bei Mensch und Tier aus. Darum sollten behandelte Tiere auch keinen zu engen Kontakt mit ihrem Besitzer und schon gar nicht mit Kindern haben. Wer mutet seinem Hund so ein Gift freiwillig zu? Wenn man dann noch die Hilfsstoffe betrachtet, die ganz klar krebserregend sind, sollte man sich wirklich fragen, ob man das will.

Bijou hat anfangs nach einer Gabe Frontline erhebliche Vergiftungserscheinungen wie Speicheln und Apathie gezeigt. Ein Tierarzt, der dieses Mittel ganz klar befürwortete, erklärte das damit, dass vielleicht ein Collie in ihrer Mischlingslinie sei. Nur Collies würden auf diese Mittel so reagieren, meinte er. Vor dem Hintergrund, dass Zeckenbisse beim Hund wesentlich weniger Schaden anrichten – vorausgesetzt er hat ein gutes Immunsystem, dass nicht von Chemie zu Grunde gerichtet wurde – und dass nur fünf Prozent der Zecken die Borreliose auslösen, ist das eine klare Gewissensfrage. Ich jedenfalls habe mich nach Alternativen umgeschaut und Bijou hat dieses Mittel nie wieder bekommen. Sie bekommt gar nichts – oder ätherische Öle, die ich vom Kopf bis zum Schwanz im Abstand von wenigen Zentimetern aufs Fell gebe. Das riecht zwar am Anfang ein bisschen, aber verfliegt schnell wieder.

Seit vergangenem Jahr gibt es auch das neue Spray Inuzid, das nur natürliche Inhaltsstoffe enthält. Infos dazu sowie zu weiteren Mitteln gegen Parasiten – wie etwa Zitronen oder Teebaumöl – gibt es in „Fred & Otto unterwegs in Köln“.

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