Wohnen mit Weihnachtshund

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Emile hat zu Weihnachten ein neues Körbchen bekommen. Als wir es ihm hinstellten, sprang er sogleich hinein – und Bijou hinterher. Als wollte sie sagen, ich will auch ein neues, weigerte sie sich, auch wieder auszusteigen. Nur mit der getrockneten Entenbrust, die beide als Weihnachtssnack bekommen sollten, war sie wieder aus dem Körbchen zu locken. Denn ihre Leckerchen kann sie natürlich nur in ihrem eigenen Körbchen fressen. Der Heiligabend war gerettet.

Einen Tag später ging es in den Westerwald zum Weihnachten feiern mit der ganzen Familie meines Lebensgefährten. Klar waren die beiden dabei – fein gemacht mit einem Weihnachtsschleifchen am Halsband natürlich. Solche Aktionen sind für die zwei ein großer Spaß, weil sie wissen, bei der „Oma“ gibt es Fleischwurst zur Begrüßung. Das ganze Weihnachtsgewusel danach interessiert sie nicht wirklich. Bis zum Spaziergang machten sie es sich auf dem Teppich gemütlich. Das hatte eine besondere Steigerung erfahren, denn das „Christkind“ hatte einen neuen hochflorigen Teppich gebracht. Dort war es so schön kuschelig, dass beide am Abend gar keine Lust hatten, wieder ins kalte Auto zu steigen, um ins eigene Heim zu fahren.

Zum Thema Eigenheim – dort sind Tiere und ihre Haltung natürlich kein Problem. In der Mietwohnung sieht das indes anders aus. Dort ist das Thema ein unerschöpfliches, das auch die Gerichte gerne beschäftigt. Bis zu einem Urteil im März dieses Jahres durfte grundsätzlich nur maximal ein Yorkshire-Terrier in der Mietwohnung gehalten werden – wenn es keine gesonderte Regelung im Mietvertrag dazu gab. Kleinste Hunde zählen nämlich als Kleintier wie etwa Schildkröten, Hamster und Meerschweinchen. Auf Klage eines Hundehalters aus Gelsenkirchen änderte sich die rechtliche Lage im März 2013.

In dem Fall war im Mietvertrag einer Wohnungsbaugenossenschaft Hundehaltung verboten. Trotzdem zog der neue Mieter mit Familie samt kleinem Mischlingshund ein und wurde aufgefordert, das Tier innerhalb von vier Wochen abzuschaffen. Der Mieter weigerte sich jedoch und bestand damit vor dem Bundesgerichtshof (BGH). Der urteilte, dass damit Hundehalter benachteiligt würden. Hundehaltung darf demnach nur noch verboten werden, wenn sie die anderen Mieter beeinträchtigt und es Beschwerden gibt.

Wie es in Köln bei den großen Wohnungsbaugesellschaften geregelt ist, steht in Fred & Otto unterwegs in Köln. 

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